Das Spielprinzip von Diablo IV ist alt. Da will man offenbar an die Nostalgie appellieren und packt die Buffy-Darstellerin aus, die ihr aus den 2000er-Jahren kennt.
Dass Diablo IV versucht, das Hochgefühl von längst vergangenen Zeiten noch einmal hervorzuholen, das merkt man nicht nur am Spiel selbst, sondern auch an den begleitenden Werbekampagnen. Immer wieder setzt man auf große Stars, die das Spiel oder Aktionen darin bewerben. Nach Megan Fox hat man nun nochmal eine ganz andere Schlächterin von Dämonen aus dem Schrank geholt: Sarah Michelle Gellar.
Wer ist Sarah Michelle Gellar? Jüngere Leserinnen und Leser kennen Sarah Michelle Gellar vermutlich kaum noch, doch wer zur Jahrtausendwende ein Serienfan war, der wurde sicher mal mit „Buffy – Im Bann der Dämonen“ (im Englischen: „Buffy the Vampire Slayer“) konfrontiert. Die Serie balanciert immer auf dem Drahtseilakt zwischen kultig und trashig und hat auch noch heute viele Fans. Wenn ihr zu jung dafür seid und davon gar nichts gehört habt, fragt mal eure Eltern, das könnte ihre jungen Jahre noch einmal hervorlocken.
Worum geht’s da? Blizzard veranstaltet einen kleinen Wettbewerb. Passend zur „Saison des Blutes“, die gerade in Diablo IV stattfindet, hat man die ehemalige Vampirjägerin engagiert. Spielerinnen und Spieler können der Expertin Gameplay-Material zuzuschicken, in dem man seine „besten Jagdfähigkeiten“ beweist – ob ihr dabei auf „Knoblauch oder andere unkonventionelle Talente“ zurückgreift, ist euch überlassen.
Warum macht Blizzard das? Blizzard scheint mit der Marketingstrategie verstärkt auf altbekannte Prominente zu setzen – selbst jetzt, mehrere Monate nach dem Release von Diablo IV. Das ist eher ungewöhnlich, denn in aller Regel enden Marketing-Kampagnen kurz nach dem Release eines Spiels.
Klar scheint aber zu sein, dass man mit der Darstellerin von Buffy an die Nostalgie appellieren möchte – die gleiche Nostalgie, die auch Diablo I und Diablo II hervorrufen – denn die erschienen ebenfalls um die Zeit der Jahrtausendwende herum.
Da Gellar die Gewinner selbst aussuchen wird, kann man sich danach auch noch „Buffy hat mir persönlich beim Diablo-Spielen zugeschaut“ von der eigenen Liste der großen Lebensziele streichen. Denn das können auch nicht viele von sich behaupten.
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Da hat Blizzard aber sehr weit zurück gegriffen. Das erinnert fast schon an Mr T als Nachtelf-Irokese.
Sarah Michelle Prinze war auch in ‘Eiskalte Engel’ ganz gut, tauchte in den Scooby Doo-Filmen und Scream 2 auf, hatte zuletzt aber wohl eher kleinere Sprechrollen in Rebels oder He-Man.
Ich glaube eher das Diablo 2 Buffy als Serie für mich beendete,
auch wenn ich eh nicht jede Folge mitbekam.
Der Fernseher blieb seit D2 Release immer aus
und wurde irgendwann verschrottet.