Destiny Playstation-Trophäen: 458 haben Platinum geschafft, beim Rest hapert es an „Makelloser Raider“

Beim MMO-Shooter Destiny haben’s 458 Spieler auf der Playstation 3 oder der Playstation 4 in den Destiny Platinum-Club geschafft. Für viele andere scheitert es am „Makelloser Raider“, dazu muss der Raid „Die Gläserne Kammer“ durchgespielt werden, ohne dass einer stirbt.

Nur ein kleiner Kreis hat es bisher in Destiny zu Platinum gebracht

458 Hüter haben’s in den Platinum-Club bei Destiny geschafft und damit jede erhältliche Trophäe im MMO-Shooter abgeräumt. Das klingt nach einer stattlichen Zahl. Immerhin eine Turnhalle voll oder so. Aber wenn man sich dann klar macht, wie viele es versucht haben müssen, ist 458 verschwindend gering.
Damit dürfte die Trophäe zu den eher seltenen und begehrten Auszeichnungen gehören. Trophäen sind für die Playstation-Spieler Erfolge oder „Achievements“, wie sie MMO-Spieler aus anderen Games kennen oder Steam-User eben von Steam.

Destiny Sword Screenshot
Für die meisten Spieler hapert die„Ich hab alles geschafft“-Auszeichnung am Teil-Erfolg „Makelloser Raider“. Dazu müssen Spieler den 6-Hüter-Raid „Die Gläserne Kammer“ mit derselben Gruppe bewältigen, ohne dass zwischen durch einer stirbt oder in den Orbit geht. Bisher ist es nur 675 Spielern gelungen, sich diese Trophäe zu sichern.
Tückisch: Hier ist man nicht nur darauf angewiesen, über oft Stunden hinweg selbst alles richtig zu machen, sondern auch die anderen Mitglieder des Fire-Teams müssen einen Sahnetag erwischen, gibt es doch Millionen Arten im Raid das Unleben auszuhauchen.
Tückischer: „Die Gläserne Kammer“ ist zu allem Überfluss an einigen Stellen noch ziemlich glitchy, also nicht ganz unfallfrei designet. Da kann auch bei perfektem Spiel noch was schiefgehen. Zwar hat Bungie einen Glitch gefixt, aber ausgerechnet einen, den Spieler zu ihrem Vorteil ausnutzen. Und durch die Änderung an der Atheon-Port-Mechanik sind der Raid und damit das AV sicher nicht leichter geworden. Aber wenigstens gibt es keinen „Makelloser Raider“ im Hardmode.

Was so alles schiefgehen kann, seht Ihr in diesem Destiny-Video:

Erfolge spalten die MMO-Community, erreichen aber die Industrie

Auch in MMORPGs wie World of Warcraft sind solche Achievements gefragt. In WoW etwa gibt es immer wieder begehrte Titel wie „Der Unsterbliche“, die auf so einem „Keine Tode erlaubt“-Erfolg beruhen. Bei WoW waren die nach einer Zeit nicht mehr zu erhalten, weil die Spieler den Content überflügelten und es keine Herausforderung mehr gewesen wäre, den Raid mit deutlich besserer Ausrüstung makellos zu durchqueren.

Destiny Screenshot 1Das Thema „Erfolge“ ist bei MMO-Fans seit langem ein Zankapfel. Während manche das als Zeitverschwendung sehen, immerhin ist es nur eine Art Highscore, die Spielfigur wird nicht stärker, es gibt keinen Loot dafür; ist es gerade für Komplettisten eine motivierende Spiel-Mechanik: Die stehen halt drauf, wenn irgendwo 100% angezeigt werden. Und der Nervenkitzel, der mit dieser zusätzlichen Herausforderung einhergeht, ist ein Kick.

Die Debatte, ob Erfolg oder nicht, ist im Prinzip durch die Industrie entschieden worden: Es ist eine Möglichkeit, Spielern was zu tun zu geben, ohne dass man dafür wirkliche Entwicklungs-Ressourcen bereitstellen muss. Also wird’s selbstverständlich gemacht. Mittlerweile findet sich die Idee in zahlreichen Games quer durch alle Genres wieder. Ja, sogar außerhalb von Spielen überlegen Unternehmen diese Motivations-Strategie anzuwenden. Man nennt das „Gamification“.

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Quelle(n): Platinum Club Destiny
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