Destiny: Viel Kritik an „Werbt einen Freund“-Programm durch Jahr-1-Spieler
High Five geht ins Auge

Das neue Programm bei Destiny, eine „Werbt einen Freund“-Aktion, erntet viel Kritik. Unfair, sei es, und würdige die Veteranen nicht genug.

Mit Shitstorms hat Destiny im laufenden Jahr einige Erfahrungen gesammelt. Die neuste Aktion kommt bei der Community wieder nicht gut an.

Fast einhellig kritisiert man den Schritt: Wer einem Freund Destiny andreht und mit ihm zusammen einige „leichte“ Abenteuer steht, der bekommt Belohnungen. Aber das geht nur bei „frisch geworbenen Spielern“ – wer das früher gemacht hat, der geht leer aus.

Destiny-Team

Sherpas fühlen sich beleidigt

Vor allem die Ankündigung im Vorfeld, man werde „Sherpas“ belohnen, die anderen helfen, hatte andere Erwartungen geweckt.

Diese 2 Sätze aus dem Weekly Update vom 12.11 sorgen für Ärger, man wolle Sherpas unter den Hütern belohnen; wer den „Kinderguardians“ auf den Berggipfel helfe, bekomme neue Belohnungen:

We’re planning something new to recognize and reward the Sherpas among you. […]  If you intend to show them the way to the mountaintop, we’ll have new rewards aimed at recognizing your service to the Kinderguardian.

Zwietracht-DestinyDiejenigen, die sich selbst als „Sherpas“ sehen, also „Neulinge“ etwa durch den Raid helfen, fühlen sich durch das klar kommerzielle Programm nun beleidigt.

Man selbst habe im Geiste der Community anderen selbstlos geholfen, nur um des Helfens willen, heißt es in einem aktuellen Top-Post auf reddit. Die Community von Destiny habe das Wort „Sherpa“ im ersten Jahr geprägt, dafür gesorgt, dass es einen guten Klang habe. Jetzt werde es für so etwas Kommerzielles missbraucht, für einen „Money-Grab“, für einen Trick, um an mehr Kohle zu kommen.

Das Mindeste wär es gewesen, „echten Sherpas“ auch eine kleine Aufmerksamkeit zu geben. Veteranen zu belohnen, die andere Spieler andere erstmals durch einen Raid führen. Vielleicht ein Emblem, ein Zeichen der Wertschätzung.

Destiny-Concept-Markt

Den Destiny-Spielern geht es wohl mehr ums Prinzip

Die drei aktuell „wichtigsten“ Posts im Subforum von reddit, dem Herzen der Community, drehen sich um das Thema. Ist immer schwer zu sagen, was die „schweigende Mehrheit“ davon hält, aber die Meinung derer, die sich äußern, ist ziemlich eindeutig.

Viele sagen: Hallo, Bungie? Ich hab im letzten Jahr all meine Freunde mit dem Destiny-Virus angesteckt? Und krieg jetzt nix dafür? Hätte ich ein Jahr damit warten sollen? Das ist doch unfair. Ich komm jetzt gar nicht an die Rewards dran, weil alle meine Freunde schon spielen. Ich werde also dafür bestraft, dass ich einer der treusten Fans bin. So ein Programm nach 14 Monaten einzuführen, ist einfach unfair.

Mein MMO meint: Es scheint den meisten hier weniger „um die Belohnungen an sich“ zu gehen, wenn auch mancher gern eines der Schwerter hätte, sondern mehr ums Prinzip: Die treusten Fans fühlen sich einmal mehr „nicht wertgeschätzt“, da sich die Liebe Bungies vor allem auf „Neukunden“ erstreckt.

Genau derselbe Konflikt hatte bei der unseligen „Geld gegen Monitor“-Geschichte bei den Emotes für viel Zündstoff gesorgt. Auch damals fühlten sich Spieler, die von Anfang an spielten, nicht genügend gewürdigt. Den Fehler scheint man einmal mehr gemacht zu haben.

Diese High Five ging ins Auge.

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Quelle(n): reddit "Sherpa"reddit "14 Monate draußen"
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