Destiny: Analyst Pachter glaubt, Haus der Wölfe kommt im Mai; Komet wird Erweiterung wie bei WoW

Zum MMO-Shooter Destiny äußert sich der Analyst Michael Pachter und gibt seine Einschätzung der Lage ab, dabei streift er die Fragen, wann der nächste DLC Haus der Wölfe erscheint, wie man sich die große Erweiterung Komet vorzustellen hat, mit welcher Frequenz neue Inhalte kommen und wie der Masterplan von Activision aussieht.

Michael Pachter ist ein bekannter Analyst für Gaming, der sich vor allem darauf spezialisiert hat, den Lesern zu erklären, was „hinter den Kulissen vorgeht“ und was sich die Entwickler bei Entscheidungen wirtschaftlich denken. Pachter ist nicht unumstritten, dafür ist seine Trefferquote zu gering, er wird aber häufig um Rat und seine Einschätzung gefragt.

Die Seite gamingbolt hat ihn nun im Interview zu Destiny. Pachter hat auch mit Activision gesprochen und flechtet hier „Insider“-Informationen in die eigene Meinung und Einschätzung der Lage ein.

Destiny-Zielen

Pachter glaubt:

  • Die größere Erweiterung dieses Jahr (Komet) wird im Umfang so groß wie eine WoW-Erweiterung, das heißt eher eine 40$-Sache mit einem um 10 höheren Level-Cap als die bisherigen 20$-DLCs mit 2 neuen Stufen
  • Alle 4 Monate sollte neuer DLC-Content kommen, das wären drei Erweiterungen im Jahr, zwei davon für 20$, eine große für 40$
  • Activision hat von WoW gelernt, wie man es nicht macht: Wenn man nur alle zwei Jahre eine neue Erweiterung veröffentlicht, verliert man Spieler. Daher will man den Destiny-Spielern häufiger etwas bieten, um sie bei der Stange zu halten
  • Ein guter Zeitplan, um DLCs zu veröffentlichen, wäre für Pachter April, August, November; in diesem Jahr sei im Dezember schon eine Erweiterung erschienen. Daher würde es vielleicht auf Dezember, Mai, November hinauslaufen. Das Ziel von Activision sei es, den Spielern in Destiny immer etwas zu tun zu geben
  • Activision plant, jedes Jahr ungefähr 60$ mit den Erweiterungen zu Destiny einzunehmen. Das wäre ungefähr so, als würden Spieler jedes Jahr ein neues Call of Duty kaufen. Es laufe darauf hinaus, ein „Quasi-Abo-Modell“ einzuführen. Danach strebten alle großen Franchises gerade, das MMO-Abo-Modell in ein „Pay-to-go“-Modell umzuwandeln, ohne dabei die Einnahmen aus der Initial-Box aufzugeben. Electronic Arts verfolge diese Politik schon lange, etwa mit dem FIFA Ultimate Team.
  • Activision wolle langsam die Spielerbasis immer weiter erhöhen, im November stand man bei 3,5 Millionen; später bei 5 Millionen täglich. Bis zum Ende des Jahres wolle man vielleicht 7 Millionen aktive Spieler am Tag, bis Ende 2016 9 Millionen, Ende 2017 11 Millionen und dann erscheine Destiny 2 und verkaufe 20 Millionen Einheiten. Das ist, nach Pachter, der Masterplan von Activision.

Destiny Art

Mein MMO meint: Pachters Einschätzungen decken sich mit dem, was wir wissen oder zumindest, was die Leaks auch sagten. Da soll in der Tat „Comet“ eine Art Destiny 1.5 werden mit 10 neuen Stufen, neuen Waffenarten und viel neuen Spielinhalten. Dass Pachter einen Release von Destiny 2 erst für 2018 sieht, ist allerdings spannend. Bei dem jetzigen Tempo schien sich schon September 2016 aufzudrängen, aber dann käme man mit 10 Jahren wohl kaum hin. Auf ein Release von Haus der Wölfe im Mai deutet auch einiges hin. Vor allem, dass es jetzt gerade wirklich wenig in Destiny zu tun gibt.

Destiny PCSollte Comet wirklich erst im November 2015 kommen und wäre „Haus der Wölfe“ wirklich nur eine relativ kleine Content-Erweiterung, scheint es aber extrem fraglich, ob Destiny wirklich die hochgesteckten Pläne erreichen kann. 4 Monate zwischen DLC – vielleicht mit einem Teil des Contents erst 6 Wochen später, wie jetzt, scheint aber eine vernünftige Idee zu sein. Wenn man sich daran gehalten hätte, wäre jetzt Anfang April „Haus der Wölfe“ dran und die Situation wäre deutlich entspannter.

Schade, dass Pachter sich nicht zu einem möglichen PC-Port von Destiny äußert. Das scheint aber in den letzten Monaten überhaupt kein Thema mehr bei Activision zu sein.

Was Pachter darüber sagt, dass die großen Publisher nach Möglichkeiten suchen, wie MMOs ihre Spiele stetig zu monetarisieren, deckt sich komplett mit unserer Einschätzung.

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