Destiny 2: Raid-Trakt Sternenschleuse erntet viel Lob, aber auch Kritik

Innerhalb der Community sorgt der neue Raid-Trakt von Destiny 2 aktuell für gemischte Gefühle. Es gibt viel Lob, aber auch harte Kritik.

Das hat kaum einer erwartet: Viele Hüter staunten nicht schlecht, als sie sich zum ersten Mal zum neuen Trakt des Leviathan-Raids aufmachten. Mit einem empfohlenen Power-Level von 370 war die Hürde für diesen 2. Abschnitt ziemlich hoch gesetzt. Für die meisten zu hoch.

Das erste Team konnte erst nach mehr als sechseinhalb Stunden den Kabal-Anführer Val Ca’uor in die Knie zwingen. Nur die wenigsten schafften es überhaupt zum Start durch die Sternenschleuse.

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Sternenschleuse im Mittelpunkt einer Kontroverse

Seitdem scheiden sich die Geister an dem neuen Raid-Trakt. Die einen halten es für die bisher beste Raid-Erfahrung in Destiny 2. Andere können wiederum dem bunten Zirkus-Feeling nichts abgewinnen und hätten sich lieber ein düsteres Schar-Setting gewünscht. Auch die hohe Level-Anforderung und die komplizierten Mechaniken sorgen für hitzige Debatten.

Es gibt viel Lob 

Das Team aus dem Redeem-Clan, das nach 6 Stunden und 38 Minuten den weltweit ersten Sieg über den neuen Raid-Boss vermelden konnten, wurde ausgiebig von der Community und selbst von den Entwicklern gefeiert, wie ein Tweet von Vicarious Visions belegt. Viele Fans sind begeistert von dieser großartigen Leistung und vom neuen Raid-Trakt selbst.

Auch große Teile der Destiny-Prominenz waren sichtlich angetan von der neuen Raid-Passage. So schrieb unter anderem Datto auf Twitter, es sei ein fantastischer Kampf gewesen. In seinen Videos wird er nicht müde, zu betonen, dass es sich bei der Sternenschleuse um die anspruchsvollste und beste Raid-Mechanik handle, die er bisher in Destiny erlebt hat.

Sein Kollege Esoterickk schwärmte ebenso von den neuen Raid-Inhalten. Er sagte, die Sternenschleuse sei brilliant und eine tolle Herausforderung gewesen. Anschließend gratulierte er dem Redeem-Clan zum World-First Raid-Clear.

Ferner freuen sich Teile der Community auf Reddit und in anderen Foren über die neue Raid-Erfahrung. Endlich sei das Endgame in Destiny 2 seiner Bezeichnung würdig.

Die Herausforderung sei knackig – und das nicht nur aufgrund der hohen Level-Anforderungen. Die Mechaniken für sich würden den Teams bereits das Maximum an Kommunikation, Koordination und Skill abverlangen. Die hohen Voraussetzungen hätten der Challenge nur noch die Krone aufgesetzt. So wollte man das haben.

Den stärksten Loot und den größten Fortschritt gebe es jetzt endlich über entsprechende Aktivitäten. Das haben offensichtlich viele bisher bei Destiny 2 vermisst. Hier sei Bungie endlich auf dem richtigen Weg.Destiny_2_Leviathan_2_Raid_Lair_2

Es gibt aber auch harsche Kritik

Auch diesen Aspekt kann man nicht verbergen, wenn man einen Blick auf Reddit oder die Kommentar-Bereiche entsprechender Seiten wirft. Zum einen erachten viele die hohe Level-Anforderung besonders für den Boss-Fight als übertrieben. Bungie versuche damit in den Augen mancher Fans, die mageren Inhalte der Kriegsgeist-Erweiterung künstlich zu strecken, indem man Spielern eine Hürde vorsetzt, die kaum einer rechtzeitig bewältigen kann.

Zum anderen werfen einige Kritiker dem Studio auch hier Faulheit und Content-Recycling vor. Viele Fans hatten auf die Schar oder ein anderes düsteres Setting im Inneren der Leviathan gehofft. Stattdessen hätte Bungie sich wenig kreativ gezeigt und einfach nur die bereits vorhandenen Leviathan-Elemente mit einigen neuen Mechaniken bepinselt.Destiny 2 Sternenschleuse planeten

Auch das generelle Setting des Raids stößt bei großen Teilen der Hüter-Gemeinschaft auf nur wenig Gegenliebe. Denn durch die Zirkus- beziehungsweise Casino-Atmosphäre gehe jegliche Magie der früheren Raids von Destiny verloren. Zudem würden die neuen Mechaniken sich mehr nach Jump’n’Run-Spielen anfühlen. Das habe nicht mehr viel mit der ursprünglichen Raid-Erfahrung zu tun.

So manch ein Spieler hätte sich lieber mehr epische Boss-Kämpfe und dafür weniger Mechaniken gewünscht. Man verbringe nun mehr Zeit damit, Sachen hin und her zu schleppen und durch die Gegend zu hüpfen, als mit dem eigentlichen Kampf. Ferner finden es einige Spieler schade, dass man nun noch öfter einem Timer oder Debuff-Effekten erliegt und primär gegen solche Aspekte ankämpfen muss, anstatt sich gegen den eigentlichen Boss zu stellen.

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Was haltet Ihr vom neuen Raid-Trakt? Bietet er eine coole Erfahrung und markiert einen Schritt in die richtige Richtung? Oder habt Ihr Euch etwas anderes erhofft? Was sollte Bungie anders machen?

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