Diese 3 exotischen Waffen-Flops in Destiny 2 werden wohl überarbeitet

Im Rahmen der Arbeiten rund um das Update 1.1.4, das im März kommen soll, knüpft sich Bungie zurzeit die Exotics in Destiny 2 vor. Wir stellen Euch 3 exotische Waffen vor, die dringend einer Generalüberholung bedürfen. Und die liegen wohl schon auf der Werkbank von Bungie.

Im aktuellen „This Week at Bungie“ gewährten die Macher von Destiny 2 zum ersten Mal einen Einblick in die geplanten Sandbox-Anpassungen. Durch diese Änderung sollen unter anderem exotische Waffen und Rüstungen in Teilen überarbeitet werden. Einige werden feinfühlig angepasst, andere bedürfen größerer Eingriffe, um ihrem Namen als Exotic endlich gerecht zu werden.

Bungie ging dabei exemplarisch auf bevorstehende Änderungen an der Graviton-Lanze ein – einem Impuls-Gewehr, das aktuell kaum Verwendung findet. Doch auch weitere exotische Waffen haben eine tiefgreifende Generalüberholung dringend nötig.

Die 3 größten Enttäuschungen bei exotischen Waffen

In Form eines Tweets gab Bungie dabei selbst einen Hinweis, welche Exotics dringend überarbeitet werden müssen:

Auf dem Bild sind 3 Hüter mit diesen Waffen zu sehen:

  • dem exotischen Scharfschützengewehr D.A.R.C.I.,
  • dem exotischen Granatwerfer Löwengebrüll
  • und der exotischen Handfeuerwaffe Sturm.

Diese drei Waffen sieht man da wohl nicht zufällig. Bei allen drei Exotics handelt es sich um Waffen, die kein Hüter ernsthaft verwendet. Sie werden bestenfalls zum Infundieren oder als Staubmagnet im Tresor genutzt. Kurzum, sie sind eine Enttäuschung – selbst angesichts der größtenteils schwachen exotischen Konkurrenz. Nur wenige Exotics in Destiny 2 werden ihrer Bezeichnung momentan wirklich gerecht.

Doch was ist das Problem mit diesen 3 Waffen? Was macht ausgerechnet sie so unbeliebt? Wie kann man sie verbessern?

Die „D.A.R.C.I.“

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Das exotische Scharfschützengewehr D.A.R.C.I. mit Ornament

Was ist die D.A.R.C.I.? Es handelt es sich hierbei um ein exotisches Scharfschützengewehr mit extravagantem Look und Namen. Dank ihres Perks „persönlicher Assistent“ wird ein durch die Optik anvisierter Feind nach etwa einer halben Sekunde rot umrandet. Zudem werden folgende Informationen eingeblendet:

  • das Level des Gegners
  • die Distanz zum Feind in Metern
  • Lebensbalken und Schildbalken des Gegners in %

Der andere Perk Ziel erfasst bewirkt, dass Ihr rund 6% mehr Schaden anrichtet, wenn Ihr auf rot umrandete Feinde schießt. Auch die Zielerfassung, also der Aim-Assist, wird verbessert.

Was ist an der D.A.R.C.I. so problematisch? Die Informationen, die man durch den Perk “Persönlicher Assistent” bekommt, haben keinen nennenswerten Nutzen im Kampf. Der Schadens-Buff von „Ziel erfasst“ ist mit 6% zudem recht gering. Da die Schlagkraft der Waffe ohnehin schon niedrig ist, ist auch dieser „Vorteil“ kaum spürbar – genau wie die verbesserte Zielerfassung.

Die D.A.R.C.I. verfügt also über interessant klingende Perks, deren praktischer Nutzen für die Spieler jedoch fast null ist. Schaden-Buffs für bestimmte Waffengattungen oder Archetypen allein werden diesem Exotic nicht auf die Beine helfen. Ohne eine grundlegende Überarbeitung des intrinsischen Perks wird diese Waffe auch weiterhin keinen exotischen Slot wert sein.

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D.A.R.C.I.-Visier

Wie kann Bungie das exotische Scharfschützengewehr verbessern? Gut durchdachte Verbesserungsvorschläge aus den Reihen der Community gibt es für die D.A.R.C.I. mehr als genug. So könnte man den intrinsischen Perk so gestalten, dass er den Crit Spot – also die kritische Trefferzone – eines Gegners nach einer kleinen Verzögerung rot umrandet und kritische Treffer dadurch eine bestimmte Prozentzahl mehr Schaden anrichten, wobei der Schadens-Buff gerne großzügig ausfallen kann.

Ein weiterer Vorschlag sieht vor, dass ein vom Gewehr zuvor markierter Gegner auf bestimmte Entfernung und für einen fest definierten Zeitraum markiert bleibt – auch wenn er hinter einer Deckung oder in einem Gebäude verschwindet. Beide Vorschläge verkörpern eine sinnvolle Neuausrichtung des Exotics und wären sowohl im PvP als auch im PvE von Nutzen.

Das „Löwengebrüll“

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Gilt als schlechtestes Exotic im Spiel – Löwengebrüll

Was ist das Löwengebrüll? Es ist ein exotischer Granatwerfer, der in der Optik an die Gjallarhorn aus Destiny 1 heranreicht. Vorm Release von Destiny 2 wurde Löwengebrüll gar teils als heimlicher Nachfolger der Gjallarhorn gefeiert.

Das Löwengebrüllt wird im Energie-Slot getragen. Alle sonstigen Granatwerfer sind im Power-Slot untergebracht. Das ist eigentlich ein großer Vorteil, da die Munition für Energie-Waffen viel häufiger droppt als Power-Muni.

Der intrinsische Perk „Verzögerte Freude“ bewirkt, dass Granaten-Projektile von Oberflächen abprallen und nicht sofort explodieren. Ihr könnt den Zeitpunkt der Explosion selbst bestimmen. Durch den Perk „Herden-Ausdünnung“ richten direkte Treffer mehr Schaden bei feindlichen Kämpfern mit Schild an. Schnelle Kills von Feinden, die durch eine Granate Schaden genommen haben, füllen das Magazin wieder auf.

Was macht das Löwengebrüll so schlecht? Die Idee hinter dieser Waffe klingt eigentlich interessant: Da Löwengebrüll eine Energie-Waffe ist, steht sie den Hütern häufig zur Verfügung. Damit schießt man dann die Schilde der Feinde weg, wechselt zur Kinetik-Waffe, gibt dem Feind den Rest, wodurch das Löwengebrüll automatisch aufgeladen wird, wechselt zurück zum Löwengebrüll und gibt einen weiteren Schuss ab.

Doch aus bei dieser Exotic kristallisiert sich schnell heraus, dass der intrinsische Perk auf ganzer Linie enttäuscht und im Prinzip überflüssig ist.

Um eine komplette Überarbeitung der intrinsischen Perk-Mechanik wird Bungie auch hier nicht herumkommen. Ein einfacher Buff, der bei manch einem Exotic absolut ausreichen würde, wird hier nicht dazu beitragen können, dass sich Löwengebrüllt auch wirklich exotisch anfühlt und spielt.

Denn anstatt direkt beim Aufprall zu explodieren, hüpft die Granate noch ein bisschen in der Gegend rum. Man kann die Explosion zwar selbst herbeiführen, allerdings ist das richtige Timing gerade in hitzigen Gefechten, wie im PvP, schwierig. Denn wenn man aus der Distanz eine Granate abfeuert, hat man nicht die Zeit, bis zur Explosion zu warten. Stattdessen sollte man schon den nächsten Feind ins Visier nehmen oder hinter einer Wand in Deckung gehen.

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Das Löwengebrüll

Zudem richtet die Waffe generell viel zu wenig Schaden an. Im PvE wird manchmal nicht einmal das Schild komplett zerstört. Sprich, entweder ladet Ihr dann nach und schießt nochmal mit dem Löwengebrüll (was den besonderen Perk überflüssig macht), oder Ihr wechselt zur Kinetikwaffe und hofft, dass Ihr das Gegner-Schild mitsamt der Lebensenergie schnell genug herunterbekommt, um vom Perk zu profitieren.

Im PvP richtet die Waffe selbst aus kürzester Distanz nur knapp über 100 Schaden an. Sie ist nicht in der Lage, direkt zu töten. In der Zeit, in der Ihr nachladet oder die Waffe wechselt, seid Ihr ein leichtes Ziel.

Wie kann man diesen Granatwerfer verbessern? Auch zum Löwengebrüll finden sich viele spannende Verbesserungsvorschläge aus der Community. Da die Waffe gewisse Ähnlichkeiten mit der Gjallarhorn aufweist, hört man oft die Idee, dass der Granatwerfer in den Power-Slot wandern soll und im Gegenzug haftende Granaten mit Wolfpack-Rounds – also mit zielsuchenden Projektilen – verschießen soll.

Auch der Vorschlag, das Löwengebrüll soll gebündelte Arkus-, Leere- oder Solar-Granaten abfeuern, die in ihrer Art und Funktion den Granaten der einzelnen Hüter-Klassen gleichen, durch das Löwengebrüll jedoch mehr Reichweite erhalten, findet oft in Foren und auf Reddit Erwähnung.

Die „Sturm“

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Die exotische Handfeuerwaffe Sturm

Was ist die SturmBei der Sturm handelt es sich um eine exotische Handfeuerwaffe für den Kinetik-Slot. Ihr intrinsischer Perk „Helfershelfer“ sorgt dafür, dass Kills mit dieser Waffe das Magazin der ausgerüsteten Energie-Waffe aufladen. Zudem wird mithilfe des Perks „Sturm und Stress“ nach Energie-Waffen-Kills erhöhter Präzisionsschaden gewährt.

Ihr volles Potential entfaltet die Sturm jedoch erst in Verbindung mit ihrem kleinerem Bruder Drang. Führt man Sturm im Kinetik-Slot und Drang im Energie-Slot, entstehen spannende Synergien. Denn Drang hat den Perk, dass Kills mit dieser Waffe das Magazin von Sturm auffüllen. Wenn man also Kills erzielt und stets zwischen beiden Waffen wechselt, kann man die Feinde ohne Nachladen unter Dauerfeuer nehmen. Kills mit der einen Waffe laden das Magazin (aus den Munitionsreserven) der anderen Waffe auf.

Was ist an dieser Handfeuerwaffe so problematisch? Häufiger Kritikpunkt bei der Sturm ist es, dass sie ihr volles Potential nur in Kombination mit der Drang entfalten kann. Alleine das macht die Waffe für viele Hüter unattraktiv, da sie eine bestimmte Waffenkombination und die damit verbundene Spielweise vorschreibt, wenn sie im vollen Umfang genutzt werden will.

Dabei gibt es weitaus stärkere Alternativen und effektivere Kombinationen als diese beiden Waffen. Ein weiteres Problem ist, dass sich der intrinsische Perk der Waffe einfach nicht exotisch genug anfühlt. Dieser könnte auch von einer besseren legendären Waffe stammen. Unter dem Begriff „exotisch“ stellen sich die meisten Hüter etwas anders vor.

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Sturm und Drang

Wie kann man die Waffe verbessern? Wer nach Ideen und Konzepten für eine Verbesserung der Sturm sucht, wird in der Community ebenfalls schnell fündig. Oft springt einem die Idee entgegen, dass man beim Benutzen des „Sturm und Drang“-Duos einen deutlich spürbaren Agilität-Bost erfährt – ähnlich wie bei der MIDA-Kombination. Zusätzlich könnte man der Sturm mit ihrer hohen Schlagkraft einen Blutungs- beziehungsweise einen Schaden-über-Zeit-Effekt spendieren – so wie zum Beispiel bei der Dorn aus Destiny 1.

Um das Spielen der „Sturm und Drang“-Kombination weiter zu fördern, könnte ausgeteilter Schaden mit der Drang ab einem bestimmten Wert dann die Status-Effekte aufheben, unter denen man gegebenenfalls selber leidet. So könnte man beide Waffen verbessern, ohne dass sie ihre Identität verlieren.

Wie werden sich diese Exotics in Destiny 2 ändern?

Diese Frage ist nur schwer zu beantworten.

Sucht man nach gut durchdachten Konzepten für neue oder vorhandene exotische Waffen, wird man sehr schnell innerhalb der Community in Fan-Foren und rund um Reddit fündig. Die Qualität und die Detailverliebtheit einiger Vorschläge bringt einen dabei wirklich ins Staunen. Ideen gibt es also genug – so viel steht fest.

Ob und inwieweit sich Bungie dieser Ideen bedient, bleibt dabei jedoch schwer einzuschätzen. Wünschenswert wäre es allemal, denn viele exotische Gegenstände in Bungies neustem Titel verdienen die Bezeichnung „exotisch“ nicht einmal im Ansatz. Viele intrinsische Perks sind bestenfalls suboptimal umgesetzt – wenn nicht sogar obsolet.

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Graviton-Lanze mit Ornament

Wenn man sich jedoch vor Augen hält, wie sich Exotics wie der Jadehase oder die Graviton-Lanze momentan spielen und welche geplanten Änderungen Bungie kürzlich für die letztere aus dem Ärmel geschüttelt hat, so kann man dem kommenden Sandbox-Update doch schon mit etwas mehr Zuversicht entgegenfiebern.

Wenn solch tiefgreifende Änderungen auch auf weitere Exotics wie die D.A.R.C.I., das Löwengebrüll und auf die Sturm Anwendung finden, dann könnte das Bungie einen großen Schritt dazu näher bringen, der Hütergemeinschaft schlussendlich spannende Exotics und ein versöhnliches Spielerlebnis zu liefern.

Was denkt Ihr über diese 3 Exotics? Sind sie mit bereits minimalen Optimierungen einen exotischen Slot wert oder bedarf es einer Generalüberholung, damit sie ihrem Status als Exotic endlich gerecht werden? Schreibt Eure Meinung gerne in die Kommentare.


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