Ein Spieler stellt fest, dass sich sein Gaming-PC ständig ausschaltet. Aus diesem Grund schraubt er ein Bauteil auf, welches gefährlich ist: Das Netzteil.
Was hat der Spieler gemacht? Der Nutzer berichtet auf Reddit, dass sich sein Computer beim Gaming regelmäßig plötzlich von selbst abschaltet. Da er sich das Problem nicht erklären konnte, öffnete er seinen Computer. Und hier stellte er fest, dass vermutlich das Netzteil der Übeltäter sein müsse. So erklärt er auf Reddit:
Ich überprüfte mein Netzteil und es war tatsächlich sehr heiß und musste mit dem Schalter für mehrere Sekunden ausgeschaltet werden, bevor ich den Computer neu starten konnte. Überhitzt mein Netzteil und löst eine Sicherung aus oder so? Ich nahm es auseinander und reinigte es aus und das schien für ein bisschen zu arbeiten, aber es passiert wieder und ich erwäge den Kauf eines neuen PSU.
Ein Netzteil zu öffnen kann lebensgefährliche Folgen haben und lohnt sich nie
Warum sollte man vom Netzteil die Finger lassen? Das Netzteil in eurem Computer arbeitet in der Regel mit hohen Spannungen. Die internen Komponenten eines Computernetzteils können auf der Eingangsseite hohe Spannungen (230 V Wechselstrom in DE) und auf der Ausgangsseite mehrere Volt (12 V, 5 V und 3,3 V Gleichstrom) führen. Der Kontakt mit diesen Spannungen kann zu einem Stromschlag führen, der tödlich sein kann.
Das liegt daran, weil das Netzteil in eurem Computer den Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom transformiert. In Deutschland kommt aus der Steckdose normalerweise Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt.
Das Problem sind vor allem die verbauten Kondensatoren. Netzteile enthalten große Kondensatoren, die auch nach dem Herausziehen aus der Steckdose erhebliche elektrische Ladungen speichern können und das teilweise über Tage oder sogar über Wochen. Selbst wenn ihr euren Computer von der Steckdose getrennt habt, kann das Netzteil weiterhin lebensgefährlich sein. Denn die Kondensatoren können einen gefährlichen Stromschlag verursachen, wenn sie berührt werden.
Ist euer Netzteil beschädigt, dann wendet euch am besten an den Hersteller oder an einen erfahrenen Techniker. In der Regel kostet euch ein Netzteil nicht mehr als rund 100 Euro und das Geld ist es wirklich nicht wert, sein Leben dafür aufs Spiel zu setzen (via corsair.com).
Netzteile können auch andere Gefahren für Leib und Leben haben. So kaufte sich ein Gamer ein neues Gehäuse und Netzteil für seinen Gaming-PC. Auf reddit meckert er, dass sein altes Kabel nicht mehr an den Rechner passt. Die Community ist entsetzt und fassungslos, denn die Sache hätte übel ausgehen können: Gamer kauft neues Netzteil und schimpft, dass das Kabel nicht passt – Merkt nicht, dass er fast seine Wohnung abgebrannt hätte
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Auweia.
Also, Gleichstrom kann man nicht transformieren. Die Gleichrichter Schaltung und Die Glättungskondensatoren sitzen natürlich auf der Sekundärseite…
Und Lichtbogen bei 230V?
Nach Faustregel bedarf es 1000V um 1cm Luft zu überbrücken. Natürlich ist es möglich, einen (sehr kurzen) Lichtbogen mit 230V zu erzeugen, der wird logischerweise aber nicht so heiß, dass man hinterher klein, schwarz und hässlich wird, sondern eher zu einer punktuellen Verbrennung führt.
Aber selbst 230V AC haben nicht einfach nur konstant 230V, sondern U^ (Udach, aka Spitzenspannung der Sinuskurve) 325V, deswegen sind die (wesentlich kleineren) Kondensatoren auf der Primärseite auch spannungsfest bis 400V.
Gefährlich wird eine Spannung für den Menschen ab 50V AC und 100V DC.
Der Übergangswiderstand zum Körper wiederum bestimmt die Stromstärke, und je höher der Strom ist, der fließt, desto höher die Temperaturen und mögliche Gefahr für Verbrennungen im Inneren des Körpers.
Besondere Gefahr besteht, wenn der Strom über das Herz fließt, was es aus dem Takt (Herzrythmusstörungen) oder zum Stillstand bringen kann.
Elektroschocker arbeiten z.b. mit mind. 10.000V, aber sehr geringer Stromstärke.
Trotzdem kann auch ein Taser tödlich sein.
Die sind keinesfalls harmlos.
Und auch ein Stromschlag eines Netzteils kann tödlich sein, weswegen nur Fachleute daran arbeiten sollten.
Besonders gefährlich bei Netzteilen sind die möglichen Potentialunterschiede.
Wenn man unbeabsichtigt eine Verbindung zwischen Primär und Sekundärseite herstellt besteht nicht nur die Gefahr eines Stromschlags, sondern auch, dass einem die weniger Spannunsfesten Kondensatoren der Sekundärseite um die Ohren fliegen.
Das knallt nicht nur laut, sondern die Dämpfe des verpuffenden Elektrolyt (Dielektrikum) können sehr giftig sein.
Also auch wenn ein Netzteil mal mit lautem Knall durchbrennt und es verschmort riecht, bitte zügig Lüften.
“Die Gleichrichter Schaltung …sitzen natürlich auf der Sekundärseite”
der nächste der Schaltnetzteile nicht kennt ..
Es bleibt dabei, dass sich Gleichstrom nicht transformieren lässt.
Beim Schaltnetzteil gibt es zwar auf beiden Seiten eine Gleichrichter Schaltung, der Zwischenkreis arbeitet aber mit einem durch den “Schalter” modifizierten Sinus (zerhacken) mit höherer Frequenz, um den Strom transformieren zu können.
Nach dem transformieren muss wieder gleichgerichtet und geglättet (gesiebt) werden.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schaltnetzteil
Du sagtest es gibt auf der Primärseite keinen Gleichstrom und das ist schlicht falsch und dann auch noch Auweia schreiben. 😉 Der Rest der Erklärung stimmt aber, mit leichten Einschränkungen. Zb spielt die Zeit noch eine Rolle, also wie lange fliesst Strom. Bei nem Netzteil wo man den Netzstecker gezogen hat, ist das recht begrenzt durch die Kondensatoren. Tödlich ist das sicher nicht, es sei denn man hat ein schwaches Herz.
Ich weiss wie ein Schaltnetzteil funktioniert, musst du mir nicht erklären.
Da kann ich nur sagen dito, denn außer zu behaupten, dass andere Schaltnetzteile nicht kennen, hat das einfach nur impliziert, dass der Gleichrichter nur auf der Primärseite säße.
Nachher glauben dass noch elektrotechnisch nicht versierte Nutzer, die genau diesen Schluss gezogen hätten.
Also wäre es schon hilfreich gewesen, wenn nicht ich, sondern du den Link zum Wiki über Schaltnetzteile gepostet hättest, anstatt anderen einfach nur vorzuwerfen, sich nicht auszukennen.
Und im Ungünstigsten Fall kann eben jeder Stromschlag mit Spannungen oberhalb der ungefährlichen Bereiche tödlich sein.
Die Dauer hat eher mit den möglichen dauerhaften Schäden durch Verbrennungen im Inneren des Körpers zu tun, als mit der Gefahr, dass das Herz aus dem Takt gerät, wenn der Strom über jenes abfließen sollte.
Ich hab in meinem Leben als Elektriker mehrmals einen Schlag gekriegt und mir ist zum Glück nichts passiert. Trotzdem wäre es fahrlässig zu behaupten, dass es nicht gefährlich sei, nur weil der Stecker gezogen wurde🙄
“dass der Gleichrichter nur auf der Primärseite säße.”
Nö das steht nicht in meiner Antwort, die gibt auch keinen Grund das zu implizieren.
“Also wäre es schon hilfreich gewesen, wenn nicht ich, sondern du den Link zum Wiki über Schaltnetzteile gepostet hättest, anstatt anderen einfach nur vorzuwerfen, sich nicht auszukennen.”
Naja nicht wenn du mit “Auweia” anfängst. Das war einfach arrogant. Da reagieren Leute dann auch dementsprechend. 😉
“Trotzdem wäre es fahrlässig zu behaupten, dass es nicht gefährlich sei, nur weil der Stecker gezogen wurde”
Die Gefährlichkeit hängt auch von der Zeit ab, das war meine Aussage und die fehlt bei dir. Und das es ungefährlich ist hab ich nirgends geschrieben. Hör bitte auf meine Aussagen umzudeuten.
Und du meinst ernsthaft, es sei nicht arrogant anderen einfach nur vorzuwerfen sich nicht auszukennen?
Du hast einfach nichts konstruktives beigetragen…
Grundsätzlich ist jedes Netzteil so aufgebaut, wie ich es erläutert habe, und dazu noch recht vereinfacht, damit es so viele wie möglich verstehen.
Bei PFC, Netzfilter und thyristoren verstehen viele nur noch Bahnhof.
Schaltnetzteile sind eher ein Sonderfall. Weil ich die Gründe, warum man das bei Schaltnetzteilen umständlicher macht, nicht auch noch erklären wollte, habe ich den Wikipedia link hinzugefügt, falls es andere interessiert wieso man erst gleichrichtet, wechselrichtet, transformiert und dann wieder gleichrichtet.
Du solltest nicht immer von dir selbst ausgehen und auch mal Erklärungen oder Quellen angeben, um deinem Standpunkt auch mal konstruktives hinzuzufügen…
Ich hab ein Netzteil von mir auch schon aufgemacht, mehrmals sogar, auch wenn es schon ewig her ist.
Das ist jetzt eigentlich nichts weltbewegendes, aber klar man sollte wissen was man macht bevor man das NT killt dabei 😅
“und auf der Ausgangsseite mehrere hundert Volt (12V, 5V und 3,3V)”
12 Volt und 3,3 Volt sind doch nicht “mehrere hundert Volt”. ^^
Nur fünf Volt sind mehrere hundert Volt, denn die Zahl fünf schämt sich für zwei Nullen, weswegen die 5 die zwei Nullen in ihrem dicken Bauch versteckt. 😄
Wegen ihrem Bauch wird die Zahl 5 auch oft fälschlich für schwanger gehalten. 😊
Aber ja, ohne weiter auf dem Fehler herum zu reiten: Die Kondensatoren sind auch nach dem ausstecken von der Steckdose noch geladen.
Daher sollte man sicherheitshalber die beiden Stifte des Steckers elektrisch verbinden, um die Kondensatoren kurzzuschließen (was sie dann entlädt).
Oder ne ganze Weile warten, oder isolierende Handschuhe tragen.
Ich hab meins selbst nch nicht aufgemacht, denke aber da wäre putzen auch mal nötig.
Wenns dreckig ist neu kaufen ist auch nicht die beste Lösung. 😉
Danke für den Hinweis, ich hab den Satz korrigiert.
Von Gleichrichter les ich im Artikel nichts? Und auch ansonsten was schreibst du da?
Natürlich zieht man vorher den Netzstecker.
“Dann kommt die Aussge aller Aussagen was denn der Gleichrichter macht. Die Spannung des Gleichstrom ist jetzt nicht annähernd bedenklich.
Doch, da die Gleichspannung auch auf der Primärseite erzeugt wird. Anscheinend ist dir nicht klar wie ein Schaltnetzteil funktioniert.
“Die Stromstärke ist eher ein Problem bei den Soannungen.”
Das hängt zusammen. Bei 12 V können durch den Körper nicht genug Strom fliessen daß es gefährlich wird. Allerdings gibts eine andere Gefahr. Wenn du einen Kurzschluss auslöst könntest du dich an dem Lichtbogen verbrennen.
Wenn du dir mal ein Prinzipschaltbild anschaust dann stellst du fest das da Gleichrichtung und Filter sind. Dann irgendwann kommt ein Transformator und es wird abermals gleichgerichtet. Sowas nennt man Gleichrichter weil es eben aus Wechselstrom den Gleichstrom macht. Habe hier sogar noch Bestückungspläne von BeQuit rumliegen die mir genau zeigen das vorm Transformator eine Primärseite liegt und dahinter ist die sog. Sekundärseite.
Die meisten Prinzipschaltbilder sind im sogenannten Internet auch frei einsehbar.
Aufgrund der Filterkondensatoren sollte man ohne Kenntnis nicht dran rumbasteln.
Aber mal ganz ehrlich, panikmache bringt da nix. Dem kritisierten Enthusiasten ist nix passiert.
Weil der Typ sich wohl auskennt. Aber generell gilt wenn man an einem technischen Gerät arbeitet es öffnet. Dran rumschraubt sollte man sich auskennen. Damit erstens das Gerät noch funktioniert oder wieder und 2. Einem nix passiert. Auch weil sobald man ein Gerät selbst öffnet die Garantie erlischt. Und lieber einmal mehr warnen bevor was passiert und dann alle rumjammern.