Neuer SciFi-Shooter hasst Power-Creep, will unbedingt vermeiden, dass ihr zu schnell zu stark werdet, damit ihr Spaß beim Looten und Leveln habt

Cinder City FYNG

MeinMMO-Chefredakteurin Leya Jankowski hat auf der gamescom 2026 ein Interview mit Jaehyun „James“ Bae, dem CEO des Entwicklerstudios BigFire Games geführt und mit ihm über deren kommenden SciFi-Shooter Cinder City und dessen Progression-System gesprochen. Dabei zeigte sich der CEO des Studios als kein großer Fan vom sogenannten Power-Creep.

Um welches Spiel geht es? Cinder City (PC, PS5, Xbox Series X|S) ist ein kommender SciFi-Shooter des koreanischen Entwicklerstudios BigFire Games, der von NCSoft veröffentlicht wird.

Das Spiel ist in einem postapokalyptischen Seoul in naher Zukunft angesiedelt, das ihr in als Open-World erkunden könnt. Es wird in der Third-Person-Perspektive gespielt und bietet euch die Möglichkeit, kooperativ mit bis zu 4 Spielern gegen verschiedene Gefahren zu kämpfen. Dabei schlagt ihr euch durch Missionen, instanzierte Dungeons, massive World-Raids.

Narrativ schlüpft ihr in die Rolle von einem der fünf verschiedenen Cinderknights, den spielbaren Charakteren, die allesamt einzigartige Fähigkeiten und Hintergrundgeschichten haben.

Video starten
Der SciFi-Shooter Cinder City zeigt neuen Trailer auf der gamescom 2026

Schwachpunkte und Wechselwirkungen statt Power-Creep

Das sagen die Entwickler zum Power Creep: MeinMMO-Chefredakteurin Leya hat Jaehyun „James“ Bae gefragt, inwiefern die Entwickler erreichen wollen, dass sich das Progression-System des Shooters belohnend anfühlt, sie aber zeitgleich vermeiden wollen, dass sich die Gegner, speziell Bosse, in Cinder City wie Kugelschwämme anfühlen.

Für Jaehyun Bae sei das ein wichtiges Thema, denn er hasse „unausgewogene Power Inflation“, die beispielsweise entstehe, wenn ein Gegner auf Level 1 etwa 100 HP hat, aber dann auf Level 30 plötzlich über mehrere Tausend Lebenspunkte verfügt.

Was ist das Problem mit dieser Art von Power Creep? Bei Power-Creep besteht die Gefahr, dass neue Waffen immer stärker sein und stetig werden müssen, weil Spieler sonst kritisieren, dass sie keinen Nutzen erfüllen und bei ihren alten Lieblingswaffen bleiben. Das bringt wiederum weitere Probleme mit.

Kommt etwa ein neuer Boss ins Spiel, der alte Waffen nutzlos macht, werden Gegner zum unendlichen Kugelschwamm. Das wertet den Gameplay-Loop von Kämpfen ab. Alternativ ist die neue Waffe so übermächtig, dass es sich nicht lohnt, eine andere zu spielen. Die Variabilität, Vielfalt und Auslebung individueller Spielstile geht dann zunehmend verloren.

Im schlimmsten Fall geht es anschließend nur noch um möglichst hohe Zahlen, und kaum noch um bestimmte Konter-Systeme oder clevere Mechaniken, worunter das Gameplay und der Wiederspielwert leiden können.

Wie will Cinder City damit umgehen? Jaehyun „James“ Bae und seinem Team sei daher wichtig, ein Progression-System zu entwickeln, das einerseits Spielspaß beim Looten und Verbessern der eigenen Ausrüstung biete, aber andererseits dem Shooter-Gameplay und Gunplay nicht schade.

Um das zu erreichen, nutze das Studio verschiedene Munitions- und Rüstungsarten und andere Wechselwirkungen, auf die Spieler in den Kämpfen achten müssen:

Wie du bemerkt hast, arbeiten wir mit Schwachpunkten (Weak Points) und der Balance zwischen verschiedenen Rüstungstypen (Armor Types). Ein Gewehr mit kleinem Kaliber kann zum Beispiel nackte Haut durchdringen, aber keine schwere Rüstung. Dafür benötigt man dann eine andere Waffe. Durch den Einbau solcher Wechselwirkungen, Schwachpunkte und Ähnlichem wollten wir den Spielspaß beim Sammeln und Verbessern erhöhen, ohne dass es zu einer solchen Power-Inflation kommt.

Jaehyun Bae erklärt aber auch, dass bei ersten Alpha-Tests genau zu diesen Systemen teilweise das Feedback gekommen sei, sie seien zu schwer verständlich oder zu komplex gewesen. Das sei eine der Hürden, die es zu überwinden gilt.

Was haltet ihr von der Herangehensweise? Glaubt ihr, das hat als Progressions- und Loot-System Potenzial oder schreckt euch das eher ab? Schreibt es uns in die Kommentare!

Cinder City ist aber nicht einfach nur ein Third-Person-Shooter wie The Division in einem SciFi-Setting. Das Spiel hat auch deutliche Horror-Elemente. Das musste auch MeinMMO-Redakteur Niko Hernes feststellen, als er Cinder City letztes Jahr auf gamescom 2025 angespielt hat. Mehr dazu lest ihr hier: Ich dachte, ein neuer MMO-Shooter wird wie The Division, doch plötzlich stand ich in einem gruseligen Krankenhaus wie in Resident Evil

Kommentare

Bitte lies unsere Kommentarregeln, bevor du kommentierst.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meisten Abstimmungen
0
Sag uns Deine Meinungx