Während die Games-Industrie im Westen kämpft, geht’s Nintendo, Capcom und Co. super – Experte deckt das Geheimnis von Japan auf

Leon und Battlefield Dude

Ein bekannter Name im Gaming betrachtet die Entlassungszahlen der Branche bereits seit geraumer Zeit. Dabei fiel ihm besonders auf, dass der schlechte Zustand gar nicht so dramatisch ist, wie er aussieht – dafür müsse man aber über den Tellerrand des Westens hinausschauen.

Wie steht es laut dem Experten um Arbeitsplätze in der Branche? Amir Satvat, der seit 2022 anhand von Bekanntmachungen und Insider-Quellen die Entlassungen der Gaming-Branche beobachtet, teilte dem EDGE-Magazin (via GamesRadar+) mit, auf welche Erkenntnis er gestoßen ist:

Während im Westen die Zukunft des Gamings aufgrund von Entlassungswellen, Umstrukturierungen und weiteren Krisen weniger rosig aussieht, sei die Industrie zwischen 2022 und 2026 laut Satvat insgesamt „sehr moderat, um einige Tausend Menschen“ gewachsen. Man müsse nur das Gesamtbild betrachten, nicht nur die Situation im Westen: „Japan ist eine ganz andere Liga.“

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Gaming in Japan eine Bank

Wie unterschiedlich ist die Situation in Japan? Satvat berichtet, dass zwischen 2022 und 2026 insgesamt 57.628 Arbeitsplätze in der Branche abgebaut wurden, aber eine ebenso große Anzahl auch wieder geschaffen werden konnte.

Die im Jahr 2026 erfolgten Stellenstreichungen haben zu 66 % in Nordamerika stattgefunden. Gemeinsam mit den gestrichenen Stellen in Europa sind das ganze 96 % aller weltweiten Entlassungswellen der Gaming-Branche.

Bei den großen Firmen in Japan sähe das ganz anders aus, wie Satvat erklärt: „Alle sprechen von Nintendo, aber man kann sich auch Konami oder Capcom ansehen – diese Unternehmen haben alle eine Mitarbeiterbindungsrate von über 97 Prozent.“

Woran soll das liegen? Satvat hat sich die genannten japanischen Unternehmen genauer angeschaut, um diesen Unterschied zu analysieren.

„Meines Wissens nach sind japanische Teams im Allgemeinen viel kleiner und schlanker“, erklärt er im Gespräch mit EDGE, „sie haben sich nicht vom Live-Service-Trend mitreißen lassen oder von diesen Mega-Blockbustern mit 500-köpfigen Teams.“

Auch die Gehälter der Führungskräfte seien ein Vorteil für die japanische Branche: „Sie verdienen immer noch sehr gut, aber es sind zwei oder drei Millionen Dollar, nicht 30 Millionen.“ 

Ein Beispiel dafür ist der CEO von EA, Andrew Wilson, der direkt nach der Entlassung mehrerer Mitarbeiter von Battlefield 6 einen Bonus von 38 Millionen Dollar erhielt. Genau im gleichen Zeitraum hat der Präsident von Nintendo, Shuntao Furuwake, vergleichsweise „nur“ 2 Millionen Dollar als Gesamtvergütung erhalten, wie Nintendo bekannt gab.

Wie findet ihr die Erkenntnisse des Experten? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! Für Amir Satvats Einsatz wurde dieser bei den Game Awards 2024 mit einem Award geehrt, da er über 3.000 Menschen geholfen hat, einen Job zu finden: Tausende verloren in den letzten Jahren ihren Job im Gaming – Ein Mann half vielen von ihnen und wird dafür jetzt geehrt

Quelle(n):
  1. GamesRadar+

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