Ehemaliger Mitarbeiter verklagt Sony und Bungie – Wirft ihnen vor, sie haben seinen Ruf zerstört

Ehemaliger Mitarbeiter verklagt Sony und Bungie – Wirft ihnen vor, sie haben seinen Ruf zerstört

Der ehemalige Mitarbeiter von Bungie und Chef von Marathon, Christopher Barrett, wurde 2023 entlassen. Jetzt behauptet er, Sony und das Studio hinter Destiny 2 habe seinen Ruf zerstört und zieht vor Gericht, um seinen Namen reinzuwaschen.

Wer ist Chris Barrett? Der Entwickler Christopher Barrett war ein Urgestein bei Bungie. Er war seit 1999 ein Teil des Teams und wirkte bei verschiedenen Projekten mit, darunter Halo und Destiny auf Führungsebene.

Als der neue Extraction-Shooter „Marathon“ von Bungie angekündigt wurde, sollte Barrett die Rolle des Game-Directors, also des Chefs des Spiels, einnehmen und die Prozesse in der Entwicklung leiten. Später wurde jedoch bekannt, dass seine Stelle dann durch Joe Ziegler ersetzt wurde.

Damals hieß es, es sei eine „kreative Erneuerung“ gewesen, um die Entscheidung zu begründen, doch laut dem renommierten Journalisten Jason Schreier kamen andere Fakten zutage.

Laut Aussagen von Entwicklerinnen habe sich Barrett gegenüber seinen Kolleginnen unangebracht verhalten. Es seien unerwünschte Avancen gemacht worden, die dann zu seiner Kündigung geführt haben. Jetzt meldet sich Barrett mit einer Klage gegen Sony und Bungie zurück. Die Studios hätten einen Plan geschmiedet, um ihm zugesprochenes Geld zu verwehren.

Klageschrift spricht von harten Anschuldigungen gegenüber Bungie

Warum gibt es jetzt die Klage? Auf seinem X-Account berichtet Christopher Barrett über die Monate nach seiner Kündigung von Bungie. Er habe sich „unbegründeten Angriffen“ und „zügellosen Spekulationen“ gegenübergesehen, obwohl er dem Studio 25 Jahre loyal gewesen sei.

Barrett sagt, er möchte nun seinen Ruf wiederherstellen und die Wahrheit ans Licht bringen. Er behauptet, die beiden Studios hätten einen Grund gesucht, ihn zu feuern, denn er sollte nach der Übernahme von Sony angeblich 45 Millionen Dollar ausbezahlt bekommen – davon habe er jedoch nur 1,8 Dollar laut venturebeat.com.

In der Klageschrift teilt Barrett zudem verschiedene Erfahrungen, die er in der Zeit bei Bungie erlebt habe. So soll es eine hochrangige Führungskraft gegeben haben, die „sexuell anzügliches Material, einschließlich unzüchtiger Fotos, Texte über sein Sexualleben (einschließlich grafischer Beschreibungen bestimmter sexueller Handlungen) und Texte über das Aussehen von Frauen, die für Bungie arbeiten“ verschickt habe.

Des Weiteren sollen Gründungsmitglieder in Gruppensitzungen häufig sexistische und rassistische Bemerkungen gemacht haben. Er selbst leugnet dabei seine Beteiligung an diesem Verhalten, vielmehr habe er sogar Mitarbeiter zurechtgewiesen. Diese seien ihm nach jedoch nicht bestraft worden.

Wir haben Bungie um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen von Barrett gebeten und werden dieses in dem Artikel ergänzen, sollte sich das Studio zu der Thematik äußern.

Bislang ist noch wenig über den Fall bekannt. Vieles stützt sich auf die Aussagen von Chris und der Anklageschrift. Barrett sehe jedoch in der Klage die Chance, seinen Namen reinzuwaschen. Es bleibt abzuwarten, ob der Fall vor Gericht geht.

Bungie war in den vergangenen Jahren mehrfach von Rückschlägen und größeren Entlassungswellen betroffen, mit denen das Unternehmen vor allem die Effizienz des Studios habe steigern wollen. Mehr dazu lest ihr auf MeinMMO: Sony erklärt, warum Bungie mit Entlassungen getroffen wurde

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smoki

Also wen man soweit geht ist das ein absolutes Armutszeugnis.

Bungie stellte Fans ein, weil sie für weniger Geld arbeiten16.12.24 – Don McGowan, der ehemalige Leiter der Rechtsabteilung von Bungie, hat enthüllt, dass das Studio Fans einstellte, weil sie mit einem geringeren Lohn einverstanden waren.

In einem Interview mit .. sprach McGowan darüber, wie Spielefirmen Fans einstellen, “um mit niedrigeren Löhnen durchzukommen”, weil sie an einem Spiel arbeiten, das sie lieben. McGowan erklärt, dass sie “das bei Bungie völlig ausgenutzt haben”.

CandyAndyDE

Was ich an solchen Menschen hasse: das sie nicht mal den Anstand besitzen zu ihren Fehlern zu stehen.
Wie hatten auf Arbeit ein ähnlichen Fall. Der Beschuldigte zog vor Gericht, hat gegen die Kündigung geklagt und felsenfest behauptet unschuldig zu sein.
Problem an der Sache: 15 Kolleginnen sahen die Sache anders und es ließ sich ALLES nachweisen.
Manche Menschen sind einfach nur krank.

Millerntorian

Ich wage mal die steile These, dass im Fall der Zahlung der nebulösen 45 Mio. $ (ob nun berechtig oder nicht, wahr oder unwahr, spekulativ da Hörensagen) kein Pieps über die Lippen gekommen wäre.

Mal davon unbenommen empfand ich die seitens Bungie öffentliche Zurschaustellung von political correctness, Diversität & Co. Nebenbaustellen schon immer als narzistisch und selbstdarstellend. Konzentriert euch lieber mal auf eure Kernkompetenz; denn da jagt ein PR-Desaster das Nächste.

Ich halte dieses öffentliche Nachtreten (nicht nur bei Bungie) in der Arbeitswelt eh für unnötig wie sonst was. Gibt ja auch hier ein paar Arbeitgeber-Bewertungs-Plattformen, wo die Schlammschlacht ehemaliger Mitarbeitenden manchmal öffentlich verfolgt werden kann.

Lamoras

Klassiker. Ja alle anderen waren es die ganze Zeit. Er selber aber nie. Er hat nur zugeschaut … und vielleicht eins-zweimal auch was gemacht… Aber die anderen!

Am Ende wird es wie immer gewesen sein: Nach 25 Jahren wird der Knüppel nie den falschen erwischen im Sack

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