Bless bestraft Dupe-Bug-Missbrauch, Spieler finden Strafen zu weich

Direkt mit dem Release von Bless Online tauchte ein Bug auf, mit dem Spieler Items duplizieren konnten. Die Entwickler haben den Dupe-Bug mittlerweile identifiziert und bestrafen Spieler, die diesen missbraucht haben. Einen Rollback wird es aber nicht geben.

Kurz nach Bless Onlines Release wurden erste Beweise, etwa auf YouTube, des Dupe-Bugs veröffentlicht. Darüber waren die Spieler ziemlich erbost, denn der Bug war bereits aus der Japan-Version bekannt.

Dupe-Bug-Missbrauch bringt Nachteile fürs Spiel: Spieler, die etwa Gold duplizieren, sind in der Lage schnell an eine Top-Ausrüstung im Auktionshaus zu gelangen. Das verschafft ihnen einen unfairen Vorteil. Der Duplicate-Missbrauch kann außerdem der Wirtschaft im Spiel schaden, wenn Spieler einfach so Gold und Items kopieren können.

Bless-Online-Art

Neowiz identifizierte den Dupe-Bug und ergriff Maßnahmen

In einem Statement auf Steam gab Neowiz bekannt, dass man die Ursache des Bugs gefunden habe. Außerdem werden Konsequenzen für die Spieler gezogen, die den Bug missbrauchten.

Diese Maßnahmen wurden ergriffen:  

  • Die Items und das Gold, das durch den Bug dupliziert wurde, werden eingesammelt
  • Wenn der Bug weniger als 10 mal genutzt wurde, wird eine Warnung ausgesprochen
  • Wenn der Bug mehr als 10 mal genutzt wurde, wird der Account für drei Tage gesperrt
  • Wenn der Bug mehr als 10 mal genutzt wurde und der Verdacht besteht, dass dies mit Absicht geschah, wird der Account für 15 Tage gesperrt.

Das Bless-Team erwartet, auf mehr Bugs im Early-Access zu stoßen: Weiter hieß es, dass das Team sein bestes tun würde, um die Bugs zu fixen. Man bittet die Spieler darum, jeden Bug zu melden und diese nicht zu missbrauchen.

Bless-Screen-01

Die Maßnahmen sind einigen zu weich: „Bans und Wipes wären angebracht gewesen“

Spieler hätten einen Rollback und Wipe der Server gewünscht: Es wird kritisiert, dass die Accounts nicht mal einen Ban erhalten haben. Die Sperre sei nicht genug für einen beabsichtigten Missbrauch des Dupe-Bugs. Einige Spieler hätten es lieber gesehen, wenn die betroffenen Accounts gelöscht worden wären und der Bug gefixt. Man hätte danach einen Server-Rollback begrüßt, um den entstandenen Schaden komplett rückgängig zu machen.

Ein Dupe-Bug-Fix tauchte in den letzten Patch-Notes nicht auf: Das macht Spieler stutzig. Es werden zwar mehrere Bug-Fixes gelistet, wie etwa eine Lokalisierungs-Fehler-Behebung, aber ein Dupe-Bug-Fix steht nicht dabei. Nun befürchtet man, dass der Bug sich doch noch im Spiel befindet.

Andere sagen: „Nach zwei Tagen ist die Wirtschaft noch nicht zerstört“

Weitere Stimmen sagen, dass es so kurz nach dem Bug-Fix reicht, die Items aus dem Spiel zu nehmen: Eine so kurze Zeitspanne reiche nicht, um die komplette Wirtschaft des Spiels zu zerstören. Es wäre jetzt noch der richtige Zeitpunkt, die Maßnahmen zu ergreifen, die durchgesetzt wurden.

Bless hat keine „echte“ Spielerwirtschaft: Einige Spieler merken außerdem an, dass in Bless der Handel nur über ein Auktionshaus funktioniert. Hinzu kommt, dass es ein Min-Max-Limit beim Verkauf von Items gibt. Das heißt, es gibt nur relativ enge Beträge zum Handeln. Das kann man sich ähnlich wie in Black Desert Online vorstellen. Auf diese Weise kann die Wirtschaft eh nicht so schnell zerstört werden.

Neowiz schlägt den richtigen Weg ein: Diese Spieler sagen, dass Neowiz schnell und richtig gehandelt hat.

Bless-Trailer

Ob der Bug jetzt wirklich auf lange Sicht gefixt ist, wird man noch abwarten müssen. Der versprochene 15-vs-15-PvP-Modus befindet sich aber bereits im Spiel. 

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