Altes MMORPG verdreifacht seine Spielerzahlen, obwohl es keinen neuen Content mehr bekommt

Altes MMORPG verdreifacht seine Spielerzahlen, obwohl es keinen neuen Content mehr bekommt

2005 veröffentlichte ArenaNet mit Guild Wars den ersten Teil einer Spiele-Reihe, die dank Guild Wars 2 auch heute noch sehr beliebt ist. Allerdings haben sich die Spielerzahlen des ersten Teils in den letzten Jahren verdreifacht. Darum werden nun sogar neue Server in Korea eröffnet.

Wie steht es um Guild Wars 1?

  • Guild Wars 1 hat 2009 die letzte Erweiterung veröffentlicht. Im Anschluss wurden die Content-Updates immer kleiner, bis dann 2012 mit Guild Wars 2 der Nachfolger veröffentlicht wurde.
  • In den ersten Jahren nach dem Release bekam der erste Teil von Guild Wars noch regelmäßige Balance-Anpassungen und kleinere Patches, doch der Support wurde immer weiter heruntergefahren.
  • 2018 kam es dann zu einem Brand bei den Servern des Spiels, die daraufhin komplett in die Cloud von Amazon verlagert wurden. Dabei wurde jedoch der Ping für Spieler aus Asien deutlich schlechter.
  • Nun meldete sich der Game Director von Guild Wars 1 und gab einen Einblick hinter die Kulissen. So sollen sich die Spielerzahlen seit 2018 mehr als verdreifacht haben, weswegen es jetzt einige Anpassungen gibt.

Neue Server in Korea und das anstehende Jubiläum im April

Was ändert sich? Am 26. April feiert Guild Wars seinen 17. Geburtstag. Passend dazu wurde am 14. April ein lokales Datencenter für Spieler aus Asien eröffnet. Der Standort dafür ist Seoul in Korea. Damit sollen vor allem die asiatischen Spieler wieder an den alten Titel herangeführt werden.

Schon seit Jahren betonen die Entwickler bei ArenaNet, dass Guild Wars 1 auf absehbare Zeit nicht abgeschaltet wird. Dieser neue Schritt untermauert diese Aussage.

Der YouTuber TheLazyPeon hat sich 2021 Guild Wars 1 nochmal genauer angesehen:

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Kommen denn gar keine Updates mehr? Doch. So gab es 2019 einen überraschenden Patch, der einige „Quality of Life“-Änderungen vorgenommen hat. Er brachte neue Grafik-Anpassungen, einen Master Volume Slider, eine Uhr und einen rahmenlosen Fenstermodus, den es zuvor nicht gegeben hatte.

Im April 2020 wurden dann zum 15. Geburtstag neue Elite-Fähigkeiten für das PvE eingeführt, die einfach Spaß machen sollen (via GuildWiki.) Sie lassen sich zudem nur während des Geburstags-Events erspielen, das auch dieses Jahr Ende April beginnen und zwei Wochen andauern wird.

Ob es 2022 eine Neuerung zum Geburtstag geben wird, ist derzeit nicht bekannt. Im reddit hoffen es jedoch einige, aufgrund der guten Spielerzahlen der letzten Jahre.

Guild Wars 1 hat ein starkes Klassensystem, aber fehlender Content macht es unattraktiv

Sollte man jetzt noch in Guild Wars 1 einsteigen? Jein. Fest steht, dass dieses Spiel keine großen Content-Updates mehr bekommen wird. Es ist also kein MMO, das ihr über Jahre spielen werdet.

Doch Guild Wars kann vor allem mit seinem coolen Build-System überzeugen. Jede Klasse hat über 250 Fähigkeiten und zudem kann man eine „Zweitklasse“ haben, die einem dann Zugriff auf weitere 250 Skills bringt.

In den Kampfzonen, Dungeons und dem PvP könnt ihr jedoch nur 8 dieser Fähigkeiten einsetzen. Ihr müsst euch im Vorfeld also schon ein passendes Build zurechtlegen.

Guild Wars 1 Löwenstein Interface
Grafisch ist Guild Wars 1 jedoch ordentlich in die Jahre gekommen.

Guild Wars 1 bietet mit allen 3 Kampagnen und der Erweiterung viel Inhalt für wenig Geld (die Complete Collection kostet im offiziellen Shop rund 40 Euro):

  • Allein mit den Story-Quests und -Missionen könnt ihr euch über 100 Spielstunden beschäftigen. Diesen folgen etliche Nebenquests und kleinere Geschichten.
  • Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, eure Charaktere optisch und spielerisch aufzuwerten.
  • Einige Bosse und Missionen sind echt knackig und machen richtig Spaß.
  • Das Spiel bietet euch mit seinem Titel-System jede Menge aufwendige Achievements, darunter das Erkunden aller Karten auf 100 % oder das Besiegen aller Gegner auf allen Karten im schweren Modus.

Eine Besonderheit liegt zudem darin, dass ihr erspielte Erfolge in Guild Wars 1 dank der Halle der Monumente in Skins und Erfolgspunkte im Nachfolger Guild Wars 2 umwandeln könnt.

Mehr zum Aufbau von Guild Wars 1 findet ihr in diesem Special:

Warum Guild Wars 1 auch 15 Jahre nach Release noch interessant ist

Quelle(n): Guildwiki
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Todesklinge

Immer wenn ich so Videos über ältere Spiele sehe, muss ich mich immer wurdern, was das damals für Zeiten waren.

Die alte Grafik (ok) aber vor allem wie die Spielmechaniken waren. Heute sind die Spiele zu einfach geworden, damals schon fast zu schwer.

Threepwood

Wundern im positiven oder negativen Sinne? Hast du da schon aktiv gespielt, oder ist das aus Sicht eines heutigen Spielers gemeint?

GW1 war nicht grundlegend schwer. Die MMORPGs und auch GW1 damals ließen aber zu, dass man seinen Charakter u.U. verskillt. Allein das ist heute undenkbar, falls man überhaupt noch richtig Skillungen bauen kann. Meist entscheidet man sich zwischen funktioniert einwandfrei und funktioniert einwandfrei im PvP….*gähn*.
Bei Bedarf war Theorycrafting (heute gestrichen) und Kommunikation (weitestgehend ausradiert/ optional) wichtig und Loot-Dopamin pro Minute Spielzeit wurde noch nicht ad absurdum geführt (siehe Lost Ark).
Trotz allem war es ein deutlich entspannteres Spielen, als es das heute ist. Selbst wenn die Belohnung eines Spieleabends gern mal nicht in Item X endete, sondern im Dazulernen.

Frustrationstoleranz auf Level von heutigen Spielen wie Souls/ Elden Ring war auch im Genre MMORPG/ Online MP wie GW1 mal normal und nötig. Ist auch nicht mal negativ aufgefallen, da Spiele insgesamt anspruchsvoller und schwerer waren.
Wenn ein heute 20jähriger alte Spiele anfängt, dürfte er einen (vielleicht sogar nötigen) Kulturschock bekommen. 😄

Todesklinge

Wundern in beider Richtungen. Von fehlenden Komfortfunktionen hin zu Nostalgie und die damals verbundenen Abenteuer und Geschichten die man damit erlebt hat.

Habe damals auch GW1 gespielt (es gab zu dem Zeitpunkt fast keine Alternative).

Vor allem auch das World of Warcraft Classic hat gezeigt wie früher und heute noch funktionieren… soweit gar nicht mehr.

Ich behaupte das früher nicht der Fokus auf Min/Max war, sondern viel mehr auf den Spielspass, während heute grob gesagt fast nur noch Min/Max ausschlaggebend ist.

Früher hatte man auch nicht so das Gefühl des Stresses, also das man zu wenig in der Zeit erreicht. Sprich, grinden.

Threepwood

Reichen die Zahlen denn endlich für ein Guild Wars – Remastered? Nuuuur die Grafik anpassen und Erfolg haben, Anet. Kein „kreatives Anderssein“, Anet.

Sicherlich werden auch immer mal eigentliche GW2 Spieler ein paar Skins aus der Heldenhalle wollen. Die genauen Zahlen und auch die Region wären interessant, denn „verdreifacht“ kann alles mögliche bedeuten. Um mal realistisch zu sein.

Bodicore

Man sollte sich vielleicht mal überlegen was das über GW2 aussagt.

Marius

Man sollte bei so einer Aussage bedenken, das es zwei völlig unterschiedliche Spiele sind, die bis auf das Setting nichts gemeinsam haben😂GW2 ist vom Spielspaß und der Strukturierung eins der besten Spiele auf dem Markt. Aber nix für Leute die sich einen Vorteil über andere durchs Gear sichern wollen. Das ist leider bei Menschen so eine Sache… Daher hat ein WoW oder LA einfach die besseren Dopamine für die breite Masse.

Threepwood

zwei völlig unterschiedliche Spiele sind, die bis auf das Setting nichts gemeinsam haben

Das ist ja das Problem. 😄

Dopamin ist nicht auf Verbesserung von Stats beschränkt und das hat u.a. GW1 deutlich gezeigt. Ein Spiel konditioniert seine Spielerschaft zudem auch. Allerdings nicht, wenn man aus Fashion Wars primär Shop Wars, aus (optionalem) Build Wars 1 ein Weapon Rotation Wars 2 macht und so vieles mehr.

Aber ja, die Welt selbst, die Mounts usw sind wahnsinnig cool.

Psychotoxic

Mein Lieblingsspiel aller Zeiten. Atmosphäre, Gameplay und alles andere sind für mich unschlagbar. Auch wenn es keinen neuen Content mehr gibt, finde ich schon, dass sich auch jetzt noch ein Neueinstieg lohnt. Die Grafik ist zwar nicht mehr State-of-the-art, aber immer noch charmant und schön anzusehen. Die Events finden immer noch regelmäßig statt und auch Spieler gibt es noch massig, vorausgesetzt man geht auf den amerikanischen Distrikt, da dort mittlerweile alle Spieler versammelt sind.

Dass es neue Server geben wird, freut mich daher sehr.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Psychotoxic
Sebastian

Es gibt bis heute auch kein besseres Arena System in irgendeinem MMO

Abaddon

Aufgrund der klassischen Dreifaltigkeit aus DD, Tank und Heiler konnte jeder seine Rolle finden. Natürlich waren Heiler meistens Mangelware, weil man ein dickes Fell haben musste, denn eine ungeschriebene Regel war, wenn die Gruppe scheitert, war der Monk schuld.
Nach der Ankündigung für GW2, die klassische Dreifaltigkeit wird es nicht mehr geben, war man erst mal erleichtert, weil zum Schluss hin man zum Teil länger auf eine fehlende Klasse gewartet hat, als die Mission selber dauerte.
Zwar verblassen die Erinnerungen langsam, doch bin ich froh, die Anfangszeit dort erleben zu können, die wichtig ist, um den Erfolg komplett zu verstehen.
Es ist nicht nur die grandiose Möglichkeit der hohen Anzahl der Fertigkeiten, die noch mal durch die Zweitklasse viele Kombination an Fertigkeiten möglich machte. Auch nicht nur die Story und die durch Taktik geprägte Spielweise, sondern die tolle Community.
Sicher gab es sie, die Leecher, die eine Gruppe beitraten und sich ziehen lassen wollten. Ein Ärgernis, sicher, aber nicht die Regel.
Wer jetzt mit dem Spiel anfängt, wird daher nie diesen Spirit erleben können, so wie die später geborenen nie wissen werden, wie sich Woodstock angefühlt hat, für die, die dabei waren.
GW 2 hat sich entwickel. Es hat aus Fehler gelernt und ist ein gutes Spiel, dem leider die Notwendigkeit fehlt, eine Community zu haben, mit dem man Herausforderungen gemeinsam meistert. Auch, dass zwar Heiler gebraucht werden, aber die Art und Weise, wie man in GW1 diese spielen konnte, nicht mal im Ansatz gegeben ist, weil es nur darum geht, so dicht wie möglich beieinander zu stehen. Es gibt eben kein taktisches Spielen, sondern nur bewegungslastiges Spielen.

Wenn man sich in GW1 einloggt, merkt man schnell, es ist nur wenig schnell mal eben so gemacht. Alles kostet Zeit. Die Helden ausrüsten und vernünftige Fertigkeiten mitzugeben. Alleine dafür können Stunden vergehen. Das ist wohl nicht mehr zeitgemäß. Mal eben für kurze Zeit einloggen, schnell mal was machen, geht da eben eher nicht.

GW1 ist wie die erste Liebe, mit der man meisten eine gute Zeit hatte, aber sich dann auseinander gelebt hat, sich aber voller Wehmut und guter Erinnerung, mit nostalgischem Gefühl zurückblickt.

Luripu

Man spricht ja gerne von GW1 aber das waren 3 seperate Teile+Eye of the North die man unabhängig von einander spielen konnte.
Schätze mal für diese neuen Server werden sie es dann als GW1 Paket verkaufen.^^

Higi

Ist in meinen Augen immer noch das bessere Guild Wars, allein das PvP spricht für sich, in GW2 ist es einfach nur schlecht. Hach ja, das waren noch Zeiten, Solo Underworld Runs mit meinem Ritualisten, beste Klasse. :>

N0ma

Solo UW mit Assa,
Assa ist universellste Klasse 😉

Higi

Stimmt, aber sowas wie einen Ritualisten kannte ich als Klasse noch aus keinem MMO und daher hatte ich sie gleich ins Herz geschlossen. :>

Ueyama

Ritu ftw. Ich bin immer noch enttäuscht, dass kein klassischer Ritualist zumindest als Elite Spezialisierung mit EoD nach GW2 gekommen ist.

MiwakoSato

Ich wünschte mir es würde einen Remake von geben ist mein aller erstes Online Spiel gewesen und hat viel Potenzial schön wehre wenn bei einem Remake auch das Charakter Level etwas höher als 20 werden könnte finde es besser als GW 2 von dem mag Ich nur das Crafting

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