Die Entwickler von Aion 2 haben freudig ihre Spielerzahlen bekannt geben, doch die Community weist darauf hin, dass sich darunter schon jetzt Bots befinden.
Was teilen die Entwickler? Die Entwickler von Aion 2 haben über die Anzahl an täglichen Spielern in der Release-Woche gesprochen. So erklären sie, dass sich in der ersten Spielwoche täglich etwa 1,5 Millionen Spieler in das neue MMORPG in Korea und Taiwan eingeloggt haben. Wie MMORPG.org.pl berichtet, hat Aion 2 nur mit den mobilen Verkäufen alleine bereits in den ersten zwei Tagen umgerechnet etwa 5,9 Millionen Euro verdient.
Unter den Spielern in Asien sind auch einige Spieler aus dem Westen, die die regionale Beschränkung umgangen haben. Sie berichten jedoch jetzt von Bots, die das neue MMORPG schon fast seit dem Release-Tag heimsuchen und nicht nur in kleiner Zahl auftauchen.
Hier könnt ihr einen Trailer zum MMORPG sehen:
Viele Spieler und viele Bots
Wie schlimm ist die Bot-Situation? Obwohl das neue MMORPG erst eine Woche lang erhältlich ist, haben die Spieler von Aion 2 schon jetzt erste Bots gefunden. Die laufen, wie man es aus anderen MMORPGs kennt, mit Zufalls-generierten Namen und immer im Klumpen von A nach B und erspielen sich so gute Items.
Zwar darf man in Aion 2 nicht ohne kostenpflichtige Mitgliedschaft handeln, es soll jedoch möglich sein, Gegenstände auch als Gratis-Spieler zu kaufen. So könnten die Bots dafür genutzt werden, um Items zum Überpreis von den regulären Spielern zu kaufen und damit Einfluss auf die Wirtschaft des MMORPGs zu nehmen.
Auf Reddit zeigen Spieler Beweise, dass es die Bots bereits gibt. So findet man im Internet schon Anbieter für die Programme und auch Screenshots der Anbieter, die zeigen wollen, dass ihre Tools wirklich funktionieren.
Wie funktioniert die Masche? Laut einem ausführlichen Beitrag auf Reddit eines Spielers, sollen die Botter einen Account erstellen und sich nach der Account-Erstellung schnell an die Arbeit machen, eine bestimmte Quest zu erledigen. Diese Quest würde ein Skill-Zurücksetzungs-Buch als Belohnung geben, das man für viel Gold beim NPC verkaufen kann.
Für die Quest würden die Botter etwa 8 Minuten benötigen. So ließen sich in einer Stunde Millionen von Gold erfarmen. Das würde dann über Käufe von Items im Auktionshaus eben an andere Accounts oder sogar direkt an Gold-Käufer gelangen.
Was tun die Entwickler dagegen? Wie der Nutzer schreibt, haben die Entwickler von NCSoft das besagte Item und andere Gegenstände, mit denen ähnliche Methoden vollzogen wurden, unverkäuflich gemacht, um so die Einnahmen der Bots einzugrenzen. Doch laut den Aussagen des Spielers sind bereits jetzt viele Millionen Gold im Umlauf, die erschummelt wurden.
In einer Meldung auf der offiziellen Website von Aion 2 Taiwan tw.ncsoft.com, warnen die Entwickler vor der Nutzung von Programmen wie Bots. Wer an solchen „abnormalen und bösartigen“ Methoden beteiligt ist, riskiere seinen Account, erklären die Entwickler dort. So schreiben die Entwickler weiter:
[…] Um solche Vorfälle zu verhindern, wird AION 2 weiterhin gegen illegale Programme vorgehen. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung, Werbung oder Verbreitung nicht autorisierter Programme gemäß unseren Betriebsrichtlinien ausdrücklich verboten ist. Sobald solche Handlungen festgestellt werden, wird die Nutzung des Spiels gemäß unseren Richtlinienstandards eingeschränkt. […]
Dass Aion 2 so früh mit Bots zu kämpfen hat, überrascht viele Spieler. Das MMORPG galt für viele als Hoffnungsträger für das Genre und gerät nach der Debatte über die zu starke Monetarisierung nun schon in die zweite Krise. Wie das Gameplay ankommt, erfahrt ihr hier: Spieler geben Ersteindruck zu Aion 2, sagen: Eine Sache muss sich ändern, bevor das MMORPG hierher kommt
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Ja und genau da durch kommen die hohen spieler Zahlen ja. XD
Bots die entweder wieder in der ecke spam Werbung zu Betrugsseiten machen, oder Bots die Accounts hoch leveln damit Diese später verkauft werden können…
Man kennt es aus den andern 10 Versionen.
Und das ist grundsätzlich immer bei Games die so heftig Pay 2 Win sind… Weil sonst würde sich das ja nicht lohnen!
Aufgrund dessen für mich eh finger weg von dem Schmutz.
Warum verkauft Aion2 nicht selbst einfach gold an Spieler? Schön wäre das Geschäftsmodell nicht mehr lukrativ genug, immerhin müssen Gold buyer win Risiko mit einkalkulieren, eben alles zu verlieren, wenn sie solche Angebote annehmen.
Ich sehe es heute noch wie vor 10 Jahren, die einen stecken Zeit in ein Game und die anderen gleichen ihre wenige Zeit mit Geld ausgeben aus. Im Endeffekt kommen die meisten so wieder auf einen gleichwertigen Stand. So soll es doch auch eigentlich sein oder soll jedes Game, den Progress mit time Gate belegen damit sie viel Spieler auf Casual Niveau drücken?
Das ist auch schlecht wenn der Casual Mal wirklich Zeit hat und dann selbst mehr spielen will, zumal das absurd ist, ein Spiel so zu kreieren das es weniger gespielt wird.
Wie kann es eigentlich sein das die Branche immernoch nicht das Problem Bots im Griff hat, trotz KI und anderen neuesten Technologien. Haben die Entwickler überhaupt Interesse etwas gegen Bots zu tun, profitieren sie ggf. von ihnen?
Ich glaube, diese Developer nutzen ihren Anti-Cheat mit Kernel-Zugriff leider hauptsächlich um ihre Einnahmequelle, die Shops, zu schützen.
Ich wette, sobald du anfängst Items zu vervielfältigen bricht die Hölle los. 😅
Die Bots gehören zu den MMO’s leider mittlerweile schon dazu und das wird sich auch nicht mehr ändern.
Und auch zwanghafte Abos ändern nix dran, der Aufwand um Bots zu betreiben ist einfach viel geringer als die möglichen Einnahmen…
Jo, der Aufwand ist geringt, aber die “Entlohnung” hoch. Desto mehr ein Game “p2w” ist, desto mehr Bots gibt es leider auch. Klar auch “f2p” Games mit oder ohne Abo haben Bots, aber deren Einfluss ist bei solchen Games einfach geringer.
Soweit kann ich dir folgen, auch wenn für die Behauptung einiges ausser Acht gelassen werden muss.
Was genau soll das heissen?
Denkst du p2w und f2p sind etwas Gegensätzliches?
Meiner Erfahrung nach haben Free2Play Spiele schon immer den grössten Anteil an Bots und Cheatern gehabt. Einfach weil man massenweise Wegwerf-Accounts nutzen kann.
Klar, aber bei “f2p” mit oder ohne Abo meine ich Games, die keine wirklichen “p2w”-Elemente haben und meistens sind es auch “b2p”-Titel wie z.B WoW, FF14, Swtor, GW2, ESO usw. Dort gibt es meistens “Bots” für die Hauptwährung im Spiel also “Gold”, wobei man damit jetzt keine heftigen Spielevorteile kaufen kann. Nehmen wir als Beispiel WoW, da wurden in den letzten Jahren viel getan um gegen Bots & Co. vorzugehen. Klar man kann Gold kaufen und für dieses Gold auf Bosstingseiten/Discords sich Anfangs Bosskills kaufen und später auch ganze Raids oder M+ für Rio oder sonst was. Wobei hier die Geldsummen Anfangs auf viele hunderte Euro steigen und sogar jetzt noch (habe mich eben schlau gemacht), kostet ein full mythic Run +/- 8,5mio Gold, das sind je nach Seite 250-300 Euro und das jetzt, früher sicher mehr min. das Doppelte, wenn nicht mehr.
Dann bekommst du deine Bosskills, aber Loot, also Ausrüstung die dazu beträgt dich stärker zu machen halt weiterhin bei Droppluck.
Ich spiele z.B. jeden Raidcontent M+ im Schnitt 3,3k Rio und auch Mythic Raid gutes Stück vorm Addon-Ende clear, trotzdem ist mein Gear meistens aus der Vault (kein Dropp-Luck 😅).
Wie gesagt dass war nur ein Bespiel, ich würde diese Spieler dann eher leicht “p2c” betiteln, aber auch nur grade so.
Hätte mich vllt etwas klarer ausdrücken sollen, aber du kannst in WoW, Swtor, GW2, FFX14, ESO (Darunter sind Spiele als “b2p” mit Pflichtabo oder optionalem Abo und auch “f2p” Spiele ohne Abo oder mit optionalem Abo”) usw.
Jedes online Game, wo Handel unter Spielern existiert oder ein “digitales” Sch****meter exisitiert, wird es auch Bots geben, die einem helfen etwas schneller zu erhalten/erreichen bzw. sich zu profilieren. Aber das ist ja keine “Neuheit”, das gabs vor 20 Jahren auch schon. 😅