Aion 2 braucht ein völlig neues Bezahlmodell
NCSoft ist durchaus berüchtigt für die starke Monetarisierung der eigenen MMORPGs, und im Vorfeld des koreanischen Starts hatten die Entwickler sogar offen dargelegt, dass Aion 2 einige Pay2Win-Elemente besitzen wird. In der Praxis entpuppte sich das Bezahlmodell des Spiels dann aber sogar als so aggressiv, dass es sogar Kritik aus der koreanischen Community gab.
So gibt es für das Free2Play-MMORPG beispielsweise gleich zwei unterschiedliche Abos. Mit der einen Gebühr erhält man Zugang zu Funktionen wie dem Auktionshaus, dem Spielerhandel oder dem Währungsumtausch. Mit der zweiten Monatspauschale winken mehr Loot und erweiterter Zugang zu bestimmten Inhalten. Ambitionierte Spieler müssen für die beiden Abos aktuell alle 28 Tage etwa 27 Euro an die Entwickler zahlen, um mithalten zu können.
Dazu kommen zwei parallel laufende Battlepass-Pfade, die jeweils einen kostenlosen sowie einen kostenpflichtigen Pfad besitzen und 2 Monate lang laufen. Theoretisch kann man sich die Premium-Pfade der Battlepässe erspielen, doch dafür braucht man eines der beiden Abos, um die erspielbare Währung Kina in die Echtgeld-Währung Quna umtauschen zu können.
Flankiert werden die Abos und Battlepässe von einem Ingame-Shop und der Möglichkeit, die Echtgeld-Währung Quna umzutauschen. Kina spielt wiederum bei vielen Funktionen und Systemen von Aion 2 eine große Rolle. Wer seine Ausrüstung bestmöglich aufwerten möchte, braucht beispielsweise eine Menge Kina. Über die Investition von Echtgeld lässt sich diese Form des Charakterfortschritts extrem beschleunigen.
Bots freuen sich, Spieler leiden
Was solch ein Echtgeld-System in Kombination mit einem Free2Play-Modell anrichtet, sehen wir seit Jahren in MMORPGs wie Lost Ark oder Throne and Liberty. Die Server werden von Bots geflutet, um sich mit Echtgeldhandel eine goldene Nase zu verdienen. Das wiederum wirkt sich schnell negativ auf die jeweilige Wirtschaft und Spielerfahrung aus. Keines der Spiele hat das Bot-Problem nachhaltig in den Griff bekommen.
In höchstem Maße problematisch ist aber auch die Kombination aus mehreren optionalen Abos, die für ambitionierte Spieler aber gar nicht optional sind, mehreren Battlepässen, Ingame-Shop und der omnipräsenten Echtgeld-Währung. Wer mithalten will, ohne 15+ Stunden am Tag spielen zu müssen, muss jeden Monat ein Vielfaches des WoW-Abos aufs Konto von NCSoft überweisen.
Das wird in dieser Form hier im Westen auf keinen Fall funktionieren. Wenn Aion 2 auch in Europa und den USA ein nachhaltiger Erfolg sein soll, müssen die Entwickler das Bezahlmodell umwerfen und auf eine fairere, weniger aggressiv monetarisierte Variante setzen. Es gibt sogar etwas hoffnungsvolles Licht am Ende des Tunnels: Das größte Studio für MMORPGs will an seinem Image feilen, kündigt Abkehr von Pay2Win und Mitsprache-Rechte der Gamer an
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Bei “skalierbaren Dungeons” bin ich raus. Das ist ein Immersionskiller für mich, leider.
Ich hoffe wirklich dass niemand der was in der Veröffentlichung für den Westen zu sagen hat den Artikel hier liest. Jetzt wird schon von Magazinen Zensur gefordert, wo soll das noch hinführen ….
Ich glaub du solltest erstmal lernen was Zensur ist, bevor du hier sowas von dir gibst.
Für mich persönlich ist es jetzt schon ein Erfolg. Seit Final Fantasy XIV kam in Europa kein richtiges MMORPG mehr auf den Markt. Und f2p mit Abo Option, warum nicht? Sind in 3 Monaten noch immer weniger € wie ein AAA Singleplayer den man in 20 Stunden durch hat.
Das “Problem” dabei: Alle Abos und Bettelpasse kosten zusammen rund 45€ monatlich, da sieht halt dein Vergleich ganz anders aus…
Alle Premium Battlepasses kann man sich erspielen, brauch dafür kein Geld ausgeben, wenn man Abo hat. (wenn es so bleibt wie in Asien)
Damit gibts du ja doch wieder indirekt Geld dafür aus und ich glaube dass dir das Gold dann schlussendlich an anderen stellen wieder fehlen wird…
Furchtbar, mit welchen dubiosen Mitteln versucht wird, den dummen Gamern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Da kann ich nur empfehlen: lasst es fehl schlagen !
Ich bin jedenfalls nicht mehr dabei, solche Winkelzüge zu unterstützen.
Asien mmo sehen irgendwie immer alle gleich aus…da werd ich 0 warm dafür…
Wenn die Finanzierung so bleibt ist es meiner Meinung nach schon von vorne herein zum Scheitern verurteilt.
– F2P mit einem optionalen 15€ “Pflicht Abo” für aktives spielen
– der Shop zu 100% kosmetisch und
– keine (offizielle) Möglichkeit Ingame/Echtgeld zu tauschen
für ein gutes Spiel, zahl ich auch gerne ein ehrliches(!) Abo.
Warum sollte es zum scheitern sein ? Willst du lieber buy to play und echtgeld gegen ingame währung damit es p2w wird ? Hahahaha tolle idee… Kappa. Sie werden schon anpassungen vornehmen für den Westen aber das modell in sich ist nicht schlecht. Durch f2p hast du wahl ein abo zu holen oder nicht. Man kann die meisten pässe eh erspielen ^^. Und das man keine währung tauschen kann ist umso besser, sonst wird es ein Lost Ark wo sich alles nurnoch ums Geld dreht und die comm toxic und dreckig wird. Mehr solche mmos brauchen wir nicht.
Hast du überhaupt den Beitrag gelesen oder dich informiert?
1) die beiden Abos = Pflicht für Vielspieler, ergo ~30€ Fixkosten
2) Echtgeld zu Ingame-Währung = existiert bereits
3) den Ingame-Währungstausch kannst du nur nutzen wenn du ein Abo laufen hast
4) demnach brauchst du für das “erspielen” der beiden Bettelpässe, ein laufendes Abo
5) Selbst wenn du alles Ingame farmst, fehlt dir das Gold dann wahrscheinlich an anderer stelle
6) im Shop sind Items die den Progress beeinflussen
Keine Ahnung ob du trollst, aber so wie es jetzt ist, ist es schon reinstes P2W wo Geld alles dominieren wird…
Ja cool, du redest aber von der Asia version… es ist schon bestätigt das es für den Westen Änderungen geben wird ‘-‘ Progress ist Pay to Convenience und kein P2W. Du brauchst nur EIN abo, damit kannst du schon währungen Tauschen und auch ingame den Premium erspielen und der andere ist ja free. Aktuell kann man nur Spekulieren aber änderung werden kommen, daher würde ich mir nicht den kopf zergrübeln.
Ankündigen können die viel und das haben auch unzählige andere MMO’s so gemacht. Die “großen” Änderungen waren dann meist statt 95% P2W nur mehr 85%.
Sorry, aber ich bin schon zu lange im MMO Bereich unterwegs, hatte zum Teil sogar Zugang zu internen Infos und traue deshalb keinem von denen mehr weiter als ich spucken kann…
Der Meinung kann ich mich nur anschließen. Selbst eine Anpassung für den Westen wird weiterhin bedeuten, dass man viel Geld investieren muss, damit sich das Spiel auch lohnt. Vielleicht funktioniert diese abzocke im asiatischen Raum, aber bei uns kann ich mir das in keinster Weise vorstellen.