Als Dungeons & Dragons vor über 40 Jahren erschien, hat MeinMMO-Redakteurin Caro noch nicht einmal existiert. Erst vor etwa 2 Jahren startete sie gemeinsam mit ihrer Gruppe ihr erstes Abenteuer mit 5e. Wie sich herausstellt, hätte sie in den 80ern ein ganz anderes Erlebnis erwartet, wie sie mit Schock feststellt.
Ich bin heute Morgen auf einen Post im Subreddit von Dungeons & Dragons gestoßen, der mich wirklich maximal verwirrte. Es handelt sich um ein Foto einer Pre-Game-Checkliste aus dem D&D-Basisregelwerk einer Ausgabe aus dem Jahr 1983. Sie soll wohl als kurzer Checkup dienen, ob die Gruppe wirklich auf den Spielstart vorbereitet ist.
Coole Sache, dachte ich mir zuerst, doch dann las ich beim letzten Punkt der Liste:
Haben die Spieler einen „Caller“ und einen „Mapper“ bestimmt? Haben sie ein Blatt Karopapier und einen Bleistift, um die Karte zu zeichnen?
… Was zum F sollen ein Caller und ein Mapper sein? Für wie dumm will mich das alte Ding verkaufen? Hab ich trotz D&D-Hyperfixation irgendwas total Banales übersehen? Spielen wir etwa falsch? Fake-Fan!
Neben den eigentlichen Rollen gab es wohl richtige Jobs am Tisch
Ein Caller und ein Mapper. Gut, unter den Namen kann ich mir etwas vorstellen, doch wie sieht das im Spiel aus und wozu braucht man diese Aufgaben? Bin ich wirklich so dumm?
Unter dem Post erhalte ich von einigen (vermutlich etwas älteren erfahreneren) D&D-Veteranen eine Antwort auf mein peinliches Unwissen.
Ich erfahre, dass ein Mapper dafür zuständig war, die Map nach den Erklärungen des DMs nachzuzeichnen und diese stetig zu ergänzen, wenn man neue Informationen erhält. Nichts mit vorgedruckten Maps.
Ein Caller hingegen war dafür verantwortlich, im Namen der Gruppe mit dem DM zu kommunizieren, was nun wirklich Sache war.
Spannend. Aber ist das wirklich nötig?
Manches klingt dezent unnötig, doch anderes haben wir unwissend eh schon gemacht
Die Aufgabe des Callers finde ich – sorry – irgendwie einfach richtig unnötig. Ich kann verstehen, dass so das Recht des Lautesten ein wenig gestutzt wird, was in manchen Fällen sicherlich hilfreich ist.
Allerdings finde ich, dass D&D ein bisschen von dem Chaos lebt. Außerdem bin ich eher ein Fan davon, einen Plan in Character zu besprechen, anstatt diesen dem DM einfach „vorzutragen“ wie eine Pitch-Präsentation. (Und ich weiß, dass unsere DM darauf auch total steilgeht).
Was den Mapper betrifft: Das finde ich irgendwie cool! Nicht immer gibt es eine schick gemalte oder ausgedruckte Map, auf der man in der Form eines Minis entlangspaziert. Vor allem in verdeckten Dungeons finde ich es cool, dass man gemeinsam die Map visuell aufdeckt.
Etwas Ähnliches tun wir in unserer Kampagne auch. Nur, dass unsere DM die Map vormalt und die unentdeckten Wege einfach mit Papier bedeckt und schließlich aufdeckt. So können bereits im Voraus versteckte Hinweise oder … nette Überraschungen warten.
Ich finde es spannend zu sehen, wie ein Spiel, das in meiner Freizeit so viel Raum in meinem Kopf einnimmt, auch bereits vor 40 Jahren geliebt wurde. Umso mehr, wenn es am Tisch eine ganz andere Erfahrung hätte sein können.
Wie steht ihr dazu? Kennt ihr das Prinzip des Callers und Mappers? Oder ist das auch für euch neu? Lasst es uns gern in den Kommentaren wissen!
Neben Dungeons & Dragons habe ich mich auch in das Bemalen von Miniaturen verliebt, die unsere Kampagne unterstützen. Nun gibt es auf YouTube auch eine Serie, die mich nicht nur unterhält, sondern die mir starke Tipps zum Hobby gibt: Auf YouTube treten Künstler mit ihren Miniatur-Skills gegeneinander an, die beste Methode für mich, um von Profis zu lernen
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