Zensur – China verbietet Streams von Spielen, die nicht „genehmigt“ sind

In China brauchen Videospiele eine Genehmigung, um gezeigt zu werden.

In China regulieren sie gerade „Videospiele.“ Das hat zum Teil durchaus positive Auswirkungen für Spieler: So müssen ab dem 1. Mai alle Publisher offenlegen, was in ihren „Lootboxen“ drin ist und welche Chance Spieler haben, an Items zu kommen.

Spiele genehmigen lassen? Können sich die meisten nicht leisten

Aber es trifft sie auch negativ. In China müssen Spiele von der Regierung „genehmigt“ werden.

Publisher wie Blizzard haben, auch dank chinesischer Partner, diese Genehmigung für ihre Games. Diablo 3 und WoW sind lizensiert, obwohl man Anpassungen vornehmen musste. So ist es in China „nicht erlaubt“, direkt Knochen zu zeigen – Modelle von Skeletten müssen daher mit „Fleisch“ behangen werden.

Westliche Spiele mit „anstößigem Inhalt“ wie GTA Online haben diese Genehmigung nicht, kriegen sie wohl auch nie.

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Ein WoW kann sich die Genehmigung leisten – andere Spiele nicht.

Der Prozess, ein Spiel „genehmigen zu lassen“, ist aufwendig und teuer, wie Tech in Asia erklärt. Deshalb umgehen ihn auch chinesische Indie-Entwickler, die inhaltlich keine Probleme hätten, solche Lizenzen für ihre Projekte zu bekommen – ist für sie zu teuer. Für andere chinesische Indie-Spiele mit „anstößigem Inhalt“, was immer die chinesische Regierung darunter versteht, ist es ohnehin nicht möglich, diese Genehmigung zu erhalten.

Videospiel-Zensur in China wird verschärft

Aber das Verfahren konnte lange umgangen werden, indem Indie-Entwickler ihre Spiele nicht genehmigen ließen und sie dann trotzdem in Streams vorgestellt, beworben und über Steam verkauft haben. Jetzt hat die Regierung ein Zensur-Gesetz erlassen: Nur genehmigte Spiele dürfen gestreamt werden. Das wurde am Montag vom chinesischen Kultusministerium verkündet.

China hat ein eigenes Streaming-Netz mit Plattformen wie Douyu oder Panda.tv mit Zuschauern im zweistelligen Millionenbereich. Das wird die Gaming-Industrie in China also verändern. Auch für westliche Indie-Games dürfte ein Absatz in China nun deutlich schwerer werden.


In diesem Artikel befassen wir uns damit, wie Blizzard Diablo 3 ändern musste, um in China die Lizenz zu erhalten

Diablo 3: „Skelettina! Zieh dir bitte etwas an …“ – So sieht D3 in China aus

Quelle(n): Tech in Asia
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Koronus
Koronus
3 Jahre zuvor

Hat Schuhmann diesen Artikel extra wegen der Diskussion gebracht?

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
3 Jahre zuvor

Nein. Und das ist wirklich eine blöde Frage.

Phylikus
Phylikus
3 Jahre zuvor

Er hat diesen Artikel gebracht weil man irgendwie Content liefern muss und weil es halt aktuell ist!

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
3 Jahre zuvor

Zugegeben, das. Und ich finde es persönlich auch spanennd, was in anderen Spiele-Kulturen passiert. Dass es noch andere Regionen gibt als immer nur den Westen.

Keragi
Keragi
3 Jahre zuvor

Ist china eigendlich eine demokratie? Haben die nicht so nen verworrenes politik/kaiser Regierungssystem? Auf jedenfall fand china in civillisation autokratie doch immer ganz dufte wenn ich mich recht errinnere. grin

Gorden858
Gorden858
3 Jahre zuvor

grin
„Können Sie auch eine Quelle für diese Aussagen nennen?“
„Klar, Civilization und Age of Empires. Nirgends sonst habe ich soviel über Geschichte gelernt“ wink

Keragi
Keragi
3 Jahre zuvor

Ich find das gar nicht so verkehrt.

Psycheater
Psycheater
3 Jahre zuvor

Da kann man nur mit dem Kopf schütteln

Bodicore
Bodicore
3 Jahre zuvor

Kannst du so lange schütteln bis es bei uns auch soweit ist ? sagen wir so in 20 Jahren….

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