WoW: Die Verheerte Küste ist doof

Die Verheerte Küste bleibt hinter den Erwartungen zurück. Unsere Autorin Cortyn empfindet sie als eines der langweiligsten Zonen von WoW.

Eigentlich hätte ich dieses Thema in einen Mecker Mittwoch packen sollen, aber der ist mir noch zu weit entfernt und es brennt mir zu stark unter den Fingernägeln, als dass ich eine Woche warten könnte. Um es klar zu sagen: Ich mag die Verheerte Küste nicht.

Die Optik der Verheerten Küste ist grausig. Alles sieht identisch aus. Karge Steine mit vernichteten Gebäuden der Legion und im Wechsel grünes Feuer oder lila Schattenmagien, die aus dem Boden in die Welt sickern (oder umgekehrt). Ich muss immer wieder auf die Karte schauen, um zu überprüfen, wo ich eigentlich hinwill. Wirklich markante Punkte – von dem Grabmal des Sargeras mal abgesehen – hat das Gebiet nicht. Es gibt nicht die „gruselige Sumpfzone“ wie in Tanaan oder die nebelige Höhle mit den Elementaren wie auf der Zeitlosen Insel.WoW Broken Shore 1

Ja, ein von der Legion verseuchtes Gebiet muss tot, unwirtlich und nicht gerade einladend sein. Aber die Verheerte Küste übertreibt das. Die Farben sind langweilig, alles wirkt identisch und es gibt kaum etwas zu entdecken. Es sei denn natürlich, alles ist so gut versteckt, dass ich es schlicht übersehen habe.

Kaum etwas zu entdecken auf der Verheerten Küste

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Verheerte Küste den Forscherdrang nicht belohnt. Es gibt keine versteckten, seltenen Feinde, die am Ende eines Geheimganges warten. Es gibt auch kaum Schätze – von den Mini-Truhen abgesehen – mit coolen Spielzeugen, an die ich mich noch lange erinnern werde.

„Aha!“-Effekte wie im Dschungel von Tanaan oder der Zeitlosen Insel habe ich hier kaum – eigentlich gar nicht. Ich glaube, meine größte Entdeckung war, dass sich ein Oger als Schildkröte in einem Tümpel tarnt, den Priesterinnen der Nachtelfen zu einem Mondbrunnen umwandeln wollen.

Gegenwärtig ist die Verheerte Küste für mich ein großes, eintöniges „Grinde Nethersplitter!“-Gebiet, in dem ich mich nicht aufhalten will, weil man sich als Spieler unwohl fühlt. Ich habe schon fast Flashbacks an das Schattenmondtal aus „The Burning Crusade“ – nur hatte das wenigstens viele interessante Quests.

WoW Broken Shore 3

Das farbenfrohste Gebiet an der Küste – ein Friedhof.

Im Vergleich mit anderen „Patch-Zonen“ eher mau

Im direkten Vergleich mit anderen „Zonen-Patches“ von Burning Crusade (Quel’danas) über Pandaria (Zeitlose Insel, Insel des Donners) und Warlords of Draenor (Tanaan) sieht die Küste alt aus. Es gibt kaum etwas zu tun. Alle 15-20 Minuten spawnt irgendein Elite-Mob, der dann 30 Splitter mehr im Gepäck hat. Ja, wow. Da geh ich doch lieber Paragon-Belohnungen in Suramar farmen.

Es ist natürlich möglich, dass sich die Küste in den kommenden Wochen noch verändert, wenn das Lager der Legionsrichter weiter ausgebaut wird. Oder ich bin schlicht blind gewesen und habe all die versteckten Details bisher übersehen. Aber da bin ich eher skeptisch.

Was haltet Ihr bisher von der Verheerten Küste? Genau euer Ding oder bisher eher enttäuschend?


Der Patch 7.2 hat aber mehr als die Verheerte Küste. Was sonst noch auf Euch wartet, das verraten wir hier.

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