WoW Guide: 250.000 Gold pro Stunde farmen – Was ist dran?

Gold farmen ist in WoW immer ein beliebtes Thema. Doch funktioniert die neuste Methode wirklich so gut? Wir verraten, was es mit dem „Silithus-Trick“ auf sich hat.

In den letzten Wochen macht eine Methode zum schnellen Goldfarmen in World of Warcraft die Runde. Doch funktioniert das wirklich? Was ist dran am „Silithus-Farmen“, mit dem Spieler angeblich bis zu 250.000 Gold die Stunde verdienen?

Die verschiedenen Tricks und Kniffe, wie man in World of Warcraft am besten Gold farmen kann, sind seit jeher ein beliebtes Thema. Das Interesse ist an Goldfarmen ist noch mal gestiegen, seitdem sich mit dem Gold auch die WoW-Spielzeit bezahlen lässt. Außerdem kann man noch andere Blizzard-Produkte und sogar Destiny 2 kaufen, wenn man das Gold in Blizzard-Guthaben umwandelt.

Gold farmen – nur echt auf Level 58 und 59!

Seit einigen Wochen gibt es eine neue, beliebte Methode unter den Gold-Farm-Fans. Sie erstellen sich einen neuen Charakter, leveln diesen bis Stufe 58 oder 59, verpassen ihm dann einen XP-Stopp und farmen den lieben langen Tag die drei Camps des Twilight Hammer in Silithus.

WoW Silithus Twilight Camps Map

Die drei Camps sind voller Mobs – immer auf dem passenden Level.

Seit dem Erinnerungstag an Ahn’Qiraj skalieren die Gegner der 3 Twilight-Camps mit dem Spielerlevel. Wenn euer Charakter Stufe 110 erreicht hat, dann sind die Gegner ebenfalls auf dieser Stufe. Das gleiche gilt für Level 100, 90, 76 oder was auch immer – sie sind immer an euch angepasst.

Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Gegner einen wechselnden Lootpool haben – denn ein Mob auf Stufe 60 droppt andere Beute als ein Gegner auf Stufe 110. Und genau hier kann man richtig Profit schlagen! Denn durch das Ausnutzen der Skalierung lassen sich Gegenstände erfarmen, die es eigentlich nur noch sehr selten gibt: „Set-Teile“ aus Classic.

Warum funktioniert das nur bei den Zwielicht-Camps?

Loot in Classic folgte anderen Regeln als etwa in Legion. Die Beute eines Gegners war vor allem von einem Faktor abhängig: Der Stufe des Gegners. Ein Gegenstand mit Stufe 58 hat bei (fast) allen Gegnern der Stufe 58 eine Chance von 1:1000 gedroppt zu werden. Doch Gegner in den klassischen Gebieten, die eine Stufe von 58 haben, sind selten geworden. Seit Cataclysm gibt es nur noch eine Handvoll dieser Feinde, etwa in Ahn’Qiraj 20.

Die Zwielicht-Camps sind damit die einzigen großen, verlässlichen Quellen, aus denen sich Beute im Bereich von Level 58 und 59 ziehen lässt!WoW Behsten Experience Eliminator

Wichtig: Damit ihr beim Farmen nicht mehr XP sammelt, müsst ihr zuvor einen XP-Stopp in Orgrimmar (Horde) oder Sturmwind (Allianz) erstehen, sobald ihr Stufe 58 erreicht habt. Am besten funktioniert das mit einem Todesritter, der bereits auf Stufe 55 beginnt.

  • Den dafür zuständigen NPC Slahtz findet ihr in Orgrimmar im Tal der Helden im obersten Raum der Halle der Kriegshelden.
  • Behsten steht im Schloss in Sturmwind, im Kriegsraum der anderen Schlachtfeldmeister (wenn ihr vor Anduin steht, nach rechts abbiegen).

Welche Beute ist besonders lohnenswert? Transmog-Sets und Teebus Langschwert

Doch nach welchen Gegenständen sollte man beim Töten der Zwielichtsdiener eigentlich Ausschau halten?

In Classic gab es eine Reihe von „Sets“. Das waren keine Sets im Sinne eines Tier-Sets, sondern einfach Rüstungsteile, die zusammen ein passendes Aussehen ergaben.

Darunter fällt etwa das „Glorreiche“-Set. Besonders die Hosen, die eher einem Platten-Bikini ähneln, sind bei vielen Spielern hoch im Kurs – bis zu 200.000 Gold sind sie auf einigen Servern wert. Manch einer spricht hier auch von einem „Slut-Mog“ der ersten Stunde.

Gleiches gilt auch für das „Vorposten“-Set. Simpler ist hier das „Kampfrausch“-Set, das mit kräftigem Rot lockt. Solange es Gold bringt…

Wer seinen Charakter bis Stufe 59 levelt, der reduziert zwar seine Chance auf viele der oben genannten Sets um knapp 50%, hat jedoch einen weiteren, besonders lohnenswerten Gegenstand in seiner Reichweite: Teebus Langschwert der Loderflammen.

Diese Klinge ähnelt einem roten „Lichtschwert“, denn sie besteht nur aus dem Waffengriff und einem starken Leuchteffekt. Hinzu kommt aber ein weiteres Detail, das besonders in dunklen Gebieten auffällt. Teebus Langschwert ist selbst eine Lichtquelle und hat einen tatsächlichen Lichtschein! Je nach Server variiert der Preis stark. Auf wowhead wird der aktuelle Durchschnittspreis mit stolzen 250.000 Gold für den Sofortkauf angegeben.WoW Teebus Longsword

Etwas weniger edel ist die Klinge von Hanna, ein Zweihandschwert mit cooler „Samurai“-Optik. Die geht im Schnitt für 70.000 Gold über die Auktionshaustheke.WoW Blade of Hanna

Geschätzte Ausbeute dank „LootAppraiser“

Wer hier eine farmt, der wird jede Menge grüne, blaue und vielleicht sogar ein paar epische Gegenstände in den Taschen haben. Dank eines Addons wie etwa LootAppraiser (Link zum Download auf Curse) lässt sich der Wert der Items auch gleich einschätzen, sodass man einen guten Überblick hat, was man in den Taschen mit sich trägt.

Die Gegner in den Twilight-Camps respawnen übrigens mit einer sehr hohen Frequenz. Wer sich zu einer 5er-Gruppe zusammentut, muss quasi nie auf Respawn warten und erzielt dank Personal-Loot die höchsten Erfolge und größten Einnahmen.

Besonders effektiv dürfte diese Methode also auf gut gefüllten Servern mit vielen potenziellen Käufern der Ausrüstung sein. Aber auch auf Rollenspielservern, wo die Spieler gerne mal viele Tausend Gold in die „perfekte“ Style-Rüstung ihres Charakters stecken, lässt sich ein nettes Sümmchen verdienen.WoW Silithus Twilight Hammer

Grundsätzlich lässt sich also festhalten, dass man mit dieser Farm-Methode relativ schnell einen wertvollen Besitz erfarmen kann. Das Problem ist jedoch für diese Gegenstände auch einen Käufer zu finden. Und das kann sich oft mehrere Wochen oder gar Monate ziehen. Wer also nicht regelmäßig im Auktionshaus seine Waren anpreist, der wird mit dieser Methode sicher nicht reich.

Abschließend lässt sich also sagen: Ja, es lassen sich in einer Stunde gut und gerne Items im Wert von 250.000 Gold erfarmen. Ob die aber auch verkauft werden, steht dann auf einem anderen Blatt.

Mein-MMO meint: Besonders Spaß macht das Farmen in der Gruppe, wenn alle Mitglieder das Addon „LootAppraiser“ installiert haben. Damit lässt sich der theoretische Wert der geplünderten Gegenstände ermitteln. Wenn man sich mit seinen Freunden „messen“ kann, wer denn die wertvollste Beute abgestaubt hat, macht das Ganze gleich noch mehr Laune. Und wer weiß: Vielleicht zieht ihr ja den Jackpot und Teebus Langschwert der Loderflammen aus dem Körper eines Zwielichtkultisten?

Die genutzten Bilder der Sets und Waffen stammen von wowhead.


Ihr habt schon lange kein WoW mehr gezockt? Dann ist dieser Wiedereinsteiger-Guide genau richtig für euch!

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