WoW: Legion – Tyrande war als Boss geplant

Die Verheerte Küste von WoW war nicht die gleiche. Einstmals sollte man dort Tyrande bekämpfen.

Während viele Dinge in World of Warcraft: Legion gut funktioniert haben, war es für die Entwickler ein langer und steiniger Weg, bis man den aktuellen Zustand des Spiels erreicht hatte. Vor allem die Verheerte Küste – also das Einführungszenario – hat im Laufe der Entwicklung sehr viele Veränderungen durchgemacht. Heute dauert das Szenario knapp 25 Minuten und fokussiert sich auf die Bedrohung der Legion und das Sterben wichtiger Helden – doch das war nicht immer so!WoW Legion Tyrande Sadface

Auf einem Panel der BlizzCon sprachen die Entwickler über eine sehr frühe Version des Szenarios, das eine Gesamtlänge von fast 3 Stunden hatte.
Gnome überwinden eine Ruine, der Spieler springt in einen Gyrocopter und muss einen Turm zum Einsturz bringen. Anschließend rettet man gefangene Elfen, verarztet Verwundete, kämpft gegen Naga und erforscht langsam die Insel.

tyrande-malfurionDoch das wirkliche „Highlight“ kam danach: Relativ unpassend gab es ein wunderschönes Areal auf der Insel, ein Teil aus einer alten Stadt der hochgeborenen. Inmitten von wunderschönen Bäumen und elfischer Architektur steht Tyrande Wisperwind, umgeben von einem Kreis aus toten Schildwachen. Ebenfalls anwesend waren die Geister der alten Priesterinnen, die vor 10.000 Jahren zusammen mit Tyrande Elune angebetet haben.

Der Grund für dieses Event war ein Schreckenslord, der Tyrande unter seine Kontrolle gebracht hat – es lag also an den Spielern, die Hohepriesterin anzugreifen. Sobald man ihre Lebenspunkte auf 30% reduziert hatte, fleht sie „Mutter Mond“ an, diese Illusion zu vernichten, woraufhin genau das geschieht: Alle Spieler finden sich in den zerstörten Ruinen wieder, nichts ist mehr von der schönen Stadt übrig.

Letztendlich hat man diese Pläne aber verworfen. Das Szenario war cool und machte Spaß, aber es mangelt der Story vor allem an einem wichtigen Punkt: der Legion. Die Bedrohung war zu verschleiert und wurde von anderen Geschichten überlagert. Also begann man von vorne und entwickelte die Verheerte Küste neu, so wie man sie heute kennt.wow-legion-tychondrius Dreadlord

Cortyn meint: Auch wenn ich die Gründe für das Redesign verstehen kann, hätte ich mich als „Elfenfan“ dennoch über die Tyrande-Story gefreut. Letzlich ist es aber wohl besser, das Einführungsszenario kurz und knackig zu halten, um die Geschichte zu erzählen. Auch die Bedrohung der Legion käme wohl nicht so überzeugend rüber, wenn wir erst viel Zeit mit Illusionen und dem Fliegen von Gnomen-Helikoptern verschwendet hätten.

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