Seit 20 Jahren spiele ich World of Warcraft und habe zehntausende Stunden in Azeroth verbracht. Mit WoW Forever dreht Blizzard die Nostalgie-Regler hoch und sorgt dafür, dass mein Retail-Mainchar im Herbst mal eine Pause machen darf.
Wenn ich an meine ersten Jahre mit World of Warcraft zurückdenke, sind es für mich nicht unbedingt die großen Raid-Bosse aus dem Pechschwingenhort oder die seltenen Items daraus, an die ich mich erinnere. Es sind die Abende, die ganz unverhofft aus dem Ruder laufen, Player versus Player im Schlingendorntal, ein völlig chaotischer Städte-Raid auf Sturmwind oder eben ein Dungeon, der alles andere als wie geplant verläuft. Genau dieses alte WoW-Gefühl könnte WoW Forever bei mir wieder zum Leben erwecken.
Sichert euch euren Zugang zu WoW Forever!WoW Forever erinnert mich daran, was Azeroth einmal so besonders gemacht hat

Wenn ich an meine ersten Gehversuche in WoW zurückdenke, erinnere ich mich an viele reichlich absurde Momente. Hier ein Auszug: Ich hatte damals meinen Orc-Krieger als Mainchar und war irgendwann mutig genug, mich als Tank für eine Gruppe anzumelden. Das Problem war nur: Ich wusste offenbar noch nicht einmal, was ein Tank wirklich braucht.
In den Höhlen des Wehklagens stand ich also tatsächlich mit Zweihand-Waffe und ohne Schild vor den Mobs. Ich war schließlich Krieger und hatte schwere Rüstung – was sollte da schon schiefgehen? Dass ein Schild für einen Tank nicht ganz unwichtig ist, haben mir dann meine Gruppenmitglieder sehr klar zu verstehen gegeben. Von sinnvoll gesetzten Cooldowns oder sauberem Aggro-Management war ich ebenfalls noch meilenweit entfernt.
Der eigentliche Endboss in den Schwarzfelstiefen: Die Orientierung
Noch besser erinnere ich mich an die Schwarzfelstiefen. Mit meiner Gruppe waren wir irgendwann einfach komplett verloren. Wir liefen durch den riesigen Keller von Ragnaros’ Hort, öffneten gewaltige Steintüren, bogen irgendwo ab und wussten plötzlich nicht mehr, wo wir eigentlich hinmüssen.
Heute würde ich kurz eine Karte aufmachen und hätte vermutlich innerhalb weniger Sekunden die richtige Route. Damals mussten wir selbst herausfinden, wie wir durch dieses verschachtelte Zwergen-Labyrinth kommen. Also liefen wir zurück, diskutierten, probierten einen anderen Weg und standen irgendwann wieder genau dort, wo wir schon einmal gewesen waren.
Als wir dann endlich mit dem Dungeon durch waren und Imperator Dagran Thaurissan umgeboxt hatten, waren insgesamt über sechs Stunden verstrichen. Für mich ist es heute trotzdem eine meiner liebsten WoW-Erinnerungen. Denn wir haben damals nicht einfach eine Instanz abgearbeitet. Wir waren gemeinsam in Azeroth unterwegs. Und wenn etwas schiefging, war das nicht automatisch verlorene Zeit. Es war einfach Teil der Reise.
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Gerade als langjähriger Mythic+-Spieler freue ich mich auf die Dungeons in WoW Forever
Das heißt nicht, dass ich mit dem modernen WoW nichts anfangen kann. Ganz im Gegenteil: Ich bin begeisterter Mythic+-Spieler. Ich liebe es, Dungeons zu optimieren, Pulls sauber zu planen, Cooldowns abzustimmen und eine Route immer weiter zu perfektionieren. Wenn am Ende nur wenige Sekunden auf der Uhr fehlen, kann genau das unglaublich befriedigend sein.
Aber Mythic+ funktioniert natürlich komplett anders als die Dungeons, an die ich mich aus meiner WoW-Anfangszeit erinnere. Dort zählt Geschwindigkeit. Ein unnötiger Umweg kostet Zeit, ein schlechter Pull kann den Key zerstören und irgendwann kennt man die Instanz so gut, dass man kaum noch darüber nachdenken muss, wo es weitergeht.
In WoW Forever freue ich mich deshalb tatsächlich darauf, Dungeons wieder entschleunigt zu spielen. Ich möchte mit einer Gruppe hineingehen, ohne dass ständig die Uhr mitläuft. Ich möchte mich wieder auf die Gegner konzentrieren, herausfinden, welcher Weg der richtige ist, und vielleicht auch einmal an einem Boss scheitern, ohne dass sich das sofort wie ein gescheiterter Run anfühlt.
Sichert euch euren Zugang zu WoW Forever!WoW Forever wird eine Zeitreise – und das im besten Sinne
Daher will ich gar nicht zurück ins Jahr 2005. Dafür genieße ich Mythic+ viel zu sehr und möchte auch die modernen Annehmlichkeiten von WoW nicht missen. Aber ich möchte wieder erleben, wie sich Azeroth anfühlt, wenn nicht alles auf Effizienz getrimmt ist.
Wenn eine Quest mich tatsächlich wieder quer durch Kalimdor oder die Östlichen Königreiche schickt und ich dabei allerlei Unerwartetes erlebe. Wenn ich mit einer Gruppe unterwegs bin und wir nicht genau wissen, wie und wann der Abend endet. Und ganz ehrlich: Darauf freue ich mich.
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