World of Warcraft: Bot-Entwickler glaubt, Massen-Bann sei Rache des Besiegten

Beim Fantasy-MMORPG World of Warcraft wurden Benutzer des Bots „Honorbuddy“ für 6 Monate gebannt. Der Bot stammt aus Deutschland. Der Betreiber glaubt, der „Angriff“ Blizzards hänge mit einem Gerichtsurteil zusammen, das zu Gunsten seiner Firma ausfiel.

Bossland GmbH stellt unter anderem den Bot „Honorbuddy“ her und betreibt auch eine Webseite mit Forum. Man kann sich vorstellen, was da die letzte Zeit los war. Denn Blizzard bannte 100.000 Nutzer für 6 Monate: Schon in den ersten Berichten hieß es, dass wohl unter den 100.000 vornehmlich Honorbuddies seien.

„Wir haben nie geglaubt, wir seien unbesiegbar, das wart Ihr. Tut uns leid.“

Der Betreiber von Bossland äußert sich in einem Post an seine Kunden, gibt ein Statement ab. Da sagt er: Es sieht so aus, als sei Honorbuddy entdeckt worden. Einige der gebannten Accounts seien 10 Jahre alt. Das tue ihnen leid, aber man habe immer gesagt: Benutzt nicht Eure „wertvollen“ Accounts, das macht Ihr auf eigenes Risiko.

Früher, zwischen 2006 und 2008, seien im Jahr zwei Bots entdeckt worden. Da sei das praktisch alltäglich gewesen. Man selbst habe bei Honorbuddy nie gedacht, dass man unbesiegbar sei, auch wenn es einige Fans glaubten.

With Honorbuddy you thought that we are unbeateable, we never thought that, we’ve succeeded since 2010 – Honorbuddy had not a single software detection. It seems there is one now.

WoW-Zirak
Diesen Bot findet Blizzard übrigens okay.

Bothersteller denkt, Ban war Rache von Blizzard

Der Betreiber äußert in seinem Staement an die Fans die Vermutung, Blizzard sei „really pissed“, sehr verärgert, darüber gewesen, dass Bossland einen ersten Erfolg beim Landgericht Hamburg in einem Berufungsprozess verzeichnet hatte. Aber das könne auch Zufall sein. Das sei nicht sicher.

It also seems that Blizzard was really pissed at our first win at the court of appeals in Hamburg. It might have been coincidental. Nothing is for sure.

Die Bossland Gmbh befindet sich seit einigen Jahren in einem komplizierten Rechtsstreit mit Blizzard. In einer Pressemeldung von Bossland vom Anfang Mai fasst man das so zusammen:

Die Bossland GmbH kämpft in verschiedenen Verfahren gegen die Blizzard Entertainment S.A.S. und die Blizzard Entertainment Inc. wobei ein Verfahren sich im Stadium der Revision vor dem Bundesgerichtshof befindet, in einem weiteren wurde Nichtzulassungsbeschwerde vor dem Bundesgerichtshof eingelegt. Diese Verfahren haben es als Ziel, Klarheit über diverse Rechtslagen zu schaffen. Dabei geht es unter anderem um Fragen der Einbindung von AGB von Software beim Kauf in Ladengeschäften oder bei Onlinehändlern, um die juristische Bewertung von virtuellen Gegenständen sowie um Fragen des Wettbewerbsrechts von Dienstleistern, die sich im Umfeld von Onlinespielen etabliert haben und diverse Zusatzdienstleistungen, Services oder Produkte anbieten wollen, die nicht direkt von den Anbieter der Onlinespiele stammen.

Laufen die 180 Tage Bans rechtzeitig zum Add-On ab?

Der Bothersteller vermutet ferner, dass die 180 Tage Banndauer etwas mit dem Release-Datum des nächsten WoW-AddOns zu tun haben. Sonst hätte man, so die Theorie, die Spieler wohl für immer gebannt. Es passe schwer zusammen, dass Blizzard verkünde „Tod allen Bots“ und dann nur temporäre Bans verteile.

Bis auf weiteres hat man  die „Honorbuddy“-Authentification eingestellt. Man werde die „Kunden“ informieren, wann es weitergeht. Einige internationale Gaming-Seiten haben daraufhin berichtet, dass Honorbuddy aufgebe. Das scheint aber wohl bisschen verfrüht gewesen zu sein.

World of Warcraft - Goren

David gegen Goliath mit vertauschten Rollen

Mein MMO meint: Wenn man sich in den Bothersteller hineinversetzt, hat die Sitiuation etwas Tragisch-Heroisches. Da erzielt David mühsam gegen den übermächtigen Goliath vor Gericht zumindest Achtungserfolge, nur damit der sich umdreht und die ganz grobe Kelle auf einem anderen Schlachtfeld auspackt.

Doch ist es zweifelhaft, dass die meisten WoW-Spieler viel Verständnis oder gar Mitleid für diese Seite der Geschichte aufbringen dürften. Denn aus Sicht der „ehrlichen Spieler“ ist hier ausnahmsweise Goliath mal der Gute.

Quelle(n): honorbuddy-statement, Presse-Meldung Anfang Mai
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Franky aka Cutty Framm
Franky aka Cutty Framm
4 Jahre zuvor

Es gab WOD Fliegen nicht in Ohne Grund erst so spät!!

Ympker
Ympker
4 Jahre zuvor

Cheatee an die Wand – Jan Hegenberg < 3

IchNixKackaImKopf
IchNixKackaImKopf
4 Jahre zuvor

Seit dem dieser Superidiot namens Kotick, der selbsterklärte PC-Spielerhasser, die Macht in dieser Firma besitzt entwickelt sich das Spiel in eine Richtung, wo man nur zu einem Schluss kommen kann, dass man nämlich das Spiel für Betrüger, für Goldverkäufer und für Botnutzer verändert.

Das sieht man an vielen Dingen, neuerdings an diesen Tokens, ergibt nur Sinn, wenn man Botnutzer belohnen will, die müssen dann nicht mal für ihr Abo bezahlen, die kaufen sich einfach die Tokens. Das ist schon sehr seltsam.

Der krasse im Betrug im PvP ergibt nur einen Sinn, wenn die Firma Blödzart möchte, dass die ihre Leistungen leichter verkaufen können.

Das sieht man auch an den Änderungen des Erfolgssystems. Früher war es so, wenn ich einen bestimmten Erfolg im PvP erreichen wollte, beispielsweise 5 mal die Flagge zurückbringen in einem BG, dann musste ich das selbst tun. Ich und kein anderer. Dann haben sie es so geändert, das muss lediglich irgendjemand in meiner Mannschaft machen, dann bekomme ich den Erfolg.

Auch das ergibt nur einen Sinn, wenn man Leuten, die solche Erfolge für Echtgeld anbieten, es leichter machen möchte, sonst ergibt das absolut keinen Sinn.

Früher als man in den BGs nicht zu 100% auf Leute getroffen ist, die offensichtlich keine Menschen, sondern Superbots sind, die besser als jeder Gladiator (regulärer Gladiator – kein geschummelter), so wie es seit MoP der Fall ist und die Spielmechanik noch nicht für Gruppen ausgelegt wurde, sondern für 1vs1, konnte man als Einzelspieler, der sich einzeln an ein BG angemeldet hatte, mit 9 oder 14 Vollidioten, die überhaupt nicht mitgespielt haben, in eine Gruppe gesteckt wurde und gegen eine Stammgruppe gespielt hat, dieser Stammgruppe alleine in den Arsch treten. Vorausgesetzt er konnte spielen, die Ausrüstung war nicht so wichtig. Eine gepflegte, aber relativ schlechte Ausrüstung hat gereicht. Wenn man spielen konnte und die beste Ausrüstung hatte, dann konnte man ne Kriegshymenschlucht quasi alleine gewinnen.

Deswegen hat das damals durchaus noch Spaß gemacht. Oder es konnte Spaß machen. Das was falsch war, war, dass nicht jeder an Bestausrüstung rangekommen ist, im PvP. Dass nicht jeder alles erspielen konnte im PvP. Was im PvE läuft ist mir relativ egal, weil das noch nie was mit nem Spiel zu tun hatte. Ich war immer PvP-Spieler. Aber sie haben es genau falsch gemacht, dass auch im PvP immer stärker, die PvE-Gildenspieler privilegiert worden sind. Auch das ergibt nur einen Sinn, wenn man möchte, dass Menschen, die über bestimmte Titelverkäufe, Echtgeld verdienen will, unterstützen möchte.

Sonst ergibt das überhaupt keinen Sinn. Auch, dass man die Dungeons so abgeschwächt hat, das im Prinzip jeder Trottel und jeder Afk-Bot da durch kommt, ergibt nur einen Sinn, wenn man das für die Botnutzer gemacht hat. Damit sie leichter hochleveln können.

Das Problem ist nur, dass all diese Änderungen für die echten Spieler scheiße sind. Und ich betrachte es ehrlich gesagt als extrem seltsam, dass dennoch noch über 7 Millionen Spieler WoW überhaupt spielen.

WoW-Klassik hatte vielleicht 300000 Abos weltweit, war aber ein unendlich besseres Spiel als das heutige WoW. Das heutige WoW hat mit WoW überhaupt nichts zu tun. Die Leute plärren immer noch einem WoW 2. Das spielen sie doch gerade.

Jedenfalls wenn ich sehe, dass ein unendlich besseres Spiel nur 300000 Abos hatte und dieser Dreck, dieser Müll, der sich heute als WoW bezeichnet 7 Millionen Abos hat, dann verstehe ich das nicht. Das heutige WoW würde vielleicht 1000 Abos weltweit verdienen – wenn überhaupt. Das ist heutzutage einfach nur eine reine Veraschung mehr ist es doch gar nicht.

Ich hab mir WoD jedenfalls nicht gekauft. Bei Cata dachte ich noch, das könnte vielleicht noch ein Ausrutscher gewesen sein, aber nach MoP war ja klar, dass sie voll auf Zerstörungskurs sind. Das Kapitel WoW ist damit für mich abgeschlossen. Wenn irgendjemand Sehnsucht nach der alten Welt hat, nach dem besten Questgebiet aller Zeiten, dann muss er einen Privatserver besuchen. Die sind zwar leider ziemlich fehlerhaft und leider findet dort aufgrund der wenigen Spieler kaum PvP statt, aber das alte Westfall zu sehen, die alten Quests machen zu können, das alte Spielgefühl noch mal erleben, das kann einen als jemanden, der WoW mal wirklich gerne gespielt hat, schon zu Tränen rühren.

Im Prinzip kann es auch einen zum Weinen bringen, was die aus WoW heute gemacht haben, allerdings nicht aus Rührung, sondern aus Trauer.

Franky aka Cutty Framm
Franky aka Cutty Framm
4 Jahre zuvor

totaler bullshit was du da von dir gibst die haben in WOD fliegen extra so spät rausgebracht um die ganzen Botter zu bannen sprech da aus erfahrung 2 accounts weg also stfu drecks Bengel!

Tom Def
Tom Def
4 Jahre zuvor

Mit idclip und iddqd haben die meisten doch auch Doom bzw. Doom II gespielt und daß war wohl auch am langweiligsten. Cheater gabs ja schon immer und auf LAN-Parties hat man sie einfach aus der Halle verbannt, nur leider geht das im Inet nicht so einfach.

Bei den Radrennen ist halt auch nicht anderst, bescheisen ist ganz normal für viele, aber sich dann auch noch darüber freuen wenn man gewonnen hat.
Gehirndumm aber echt jetzt!

Anna
Anna
4 Jahre zuvor

Das schönste ist doch ´nen Boter/Cheater/Hacker in einem Duell zu schlagen. In den meisten Fällen findet man dann 1-8 Stunden später einen Post der nach Nerv schreit, weil wegen OP und so…. Das sind so richtig tolle Momente grin

Cahouly
Cahouly
4 Jahre zuvor

Wer Bots benutzt sollte Perma Bann kriegen. Fertig aus. Kein Pardon für Cheater !

F2P-Nerd
F2P-Nerd
4 Jahre zuvor

und und und
Alles Bots, die immer noch super funktionieren und bei denen auch niemand gebannt wurde. Dazu noch die professionellen Engines der Goldfarmer, die noch nie von Blizzard entdeckt wurden. Der Fisch stinkt auch hier vom Kopf, die Bans hatten leider nur Marketingfunktion ^^

KeineZeitZumGrinden
KeineZeitZumGrinden
4 Jahre zuvor

Hey kannst du einen davon empfehlen für RBG, hab die Sorge zum Beispiel bei *** der Bot schnell mal in einen Stuck gerät ^^. (Gemäss den Forenbeiträgen)

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
4 Jahre zuvor

Bitte informiert Euch doch über sowas in den einschlägigen Foren und nicht hier. )Ich hab jetzt die „Namen“ mal entfernt.

Wie gesagt: Dafür gibt’s spezielle Foren, da gehört das hin, hier soll keiner auf solche Ideen kommen.

Varoz
Varoz
4 Jahre zuvor

naja, wer bots in spielen benutzt hat den sinn eines spiels nicht verstanden smile

Zunjin
4 Jahre zuvor

Man könnte noch ergänzen: Wer über solche Methoden versucht in Spielen besser zu werden, weil er sich über den „Erfolg in einem Spiel“ definiert, der hat nicht nur den „Sinn eines Spiels“ nicht verstanden, sondern im richtigen Leben noch ein ganz anderes Problem.

Tribal
Tribal
4 Jahre zuvor

Ich stimmte dir zu, dass Leute die ihren Erfolg darüber definieren wirklich was falsch verstanden haben. Aber ich persönlich will 2-3 Stunden am Tag WoW auf höchstem Niveau spielen leider habe ich aber keine Zeit für die ganzen Grind-Aufgaben die dazu erforderlich sind und die mich nach einmaligen Absolvieren auch total langweilen in der Zeit mach ich dann was für mein Studium geh raus Sport machen etc… (Ist doch sinnvoller oder nicht?)

Und das habe ich heute im HB Forum gelesen:
„grml ok dann wars das wohl mit wow hab an einer hand nur 2 finger und enyo war das was mir trotzdem das raiden ermöglicht hat. Wirklich schade da kann man ncihts machen danke für die schnelle Antwort“
Für solche Spieler tut es mir umso mehr Leid..

KohleStrahltNicht
KohleStrahltNicht
4 Jahre zuvor

Ich bin ganz deiner Meinung , nur warum wollen viele immer alles und sofort in einem MMo erreichen?
Viele haben den Sinn einer MMos nicht verstanden oder Blizzard hat sich seine Spielergemeinschaft falsch erzogen.

Martin Heinrich
4 Jahre zuvor

Das ganze hat nichts mit „Erfolg in einem Spiel“ zutun, sondern meist eher mit der Bequemlichkeit nicht selbst am Rechner sein zu müssen und anhand eines Anwendungsbeispieles: trotzdem genug Gold zu haben um neue Charaktere auszustatten oder das Gold dann halt direkt gegen echte Währung zu verkaufen.

Außerdem spricht es scheinbar viele an, lieber einen Bot questen bzw eine Kampfroutine ausführen zu lassen (egal ob hier nun PvE oder PvP), sonst würden die Bot-Userzahlen nicht so enorm hoch sein. Das ganze hat nichts damit zutun, dass das Spiel sowieso schon sehr viel einfacher geworden ist mit den simplen Skill-Trees u.v.m.

Enaske
Enaske
4 Jahre zuvor

Hat ziemlich viele Gilden zerfetzt. Vor allem die großen Gilden. Botten gehört da zum Alltag. Ich mein es gibt kaum jemand der kein Bot benutzt. Alle sagen nur, Sie benutzen keinen. Aber ich glaub in Wirklichkeit nutzt die Mehrheit Bots^^

Ist wie mit Drogen. So viele Rauchen Gras aber keiner gibt es zu^^

Nookiezilla
Nookiezilla
4 Jahre zuvor

Ich kann beides verneinen :>

paulipanzer
paulipanzer
4 Jahre zuvor

das kann ich auch, würde trotzdem zwei mal lügen.

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