World of Warcraft: Classic-Server – eine WoW-Kolumne

Sollte Blizzard Classic-Server für World of Warcraft anbieten? Die Frage bewegt zurzeit viele.

Was soll das alles mit diesen Vanilla-Servern? So toll war das damalige WoW doch überhaupt nicht. Was die Leute wollen sind Gefühle, Erfahrungen und die zahlreichen Momente von damals, die World of Warcraft zu dem gemacht haben, was es heute ist, doch sind diese Zeiten nun mal vorbei. Man kann Bruchteile der Vergangenheit nicht einfach so noch einmal erleben.

Warum sollte jemand eine so veraltete Version von World of Warcraft spielen?

Das war meine ehrliche und unverblümte Meinung zum aktuell heiß diskutierten Thema rund um Legacy-Server und im Besonderen um Nostalrius, den nun heruntergefahrenen und wohl beliebtesten, privaten Vanilla-Server von World of Warcraft. Ich war der festen Überzeugung, dass World of Warcraft nun mal mit der Zeit gegangen ist und sich entwickelt hat. Wem das nicht passt, tja, der kann gucken, wo er bleibt. Mir kam das alles einfach nur hysterisch und falsch vor.

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Bei WildStar haben noch alle gefeiert, dass es 40er Raids mit einem knackigen Schwierigkeitsgrad geben soll, so wie damals bei WoW, hieß es dort. Am Ende hatten die jubelnden Massen dann irgendwie doch herzlich wenig für all die “super coolen” Sachen übrig, die sie sich so lauthals gewünscht haben. Was macht also bei WoW den Unterschied? Warum sind Legacy-Server und damit eine absolut veraltete Version heutzutage noch so beliebt und heiß begehrt?

Meine Eltern hatten ein Problem mit dem Abo-Ding

Nun, ich sagte bewusst, dass das meine ehrliche und unverblümte Meinung “war”, denn die hat sich in den letzten Tagen ganz schön verändert, um nicht zu sagen, einmal im Kreis gedreht und dann beide Füße straight in der entgegengesetzten Richtung platziert. Ihr müsst wissen, dass ich damals in jungen Jahren (die zum Glück noch nicht vorbei sind) nicht auf einem offiziellen, sondern auf einem privaten Server meinen Anfang in Azeroth gemacht habe.

Meine Eltern standen dem ganzen Abo-Ding nämlich mehr als misstrauisch gegenüber, also suchte ich mir eine Alternative. Zu diesem Zeitpunkt war eine frühe Version von The Burning Crusade verfügbar, noch gänzlich ohne schwarzen Tempel.

Dämonischeer Grubenlords Mannoroth in der Welt von Warcraft

Bevor ich auf diesen Server aufmerksam wurde, hatte ich bereits viele Stunden Testversion auf den offiziellen Servern hinter mir, alle möglichen Völker und Klassen bis Stufe 10 durchprobiert und Blut geleckt. Ich wollte dieses Spiel unbedingt mal so richtig testen, vor allem hatte ich nach jahrelangem Guild Wars ganz einfach das massive Bedürfnis die Leertaste mindestens 200 Mal zu hämmern und wie wild durch die Gegend zu springen. Manche von euch werden mich da sicherlich gut verstehen können.

Meine Zeit auf einem TBC-Privat-Server war meine schönste in WoW

Auf diesem überschaubaren Server verbrachte ich viele Monate voller Spaß und Spannung, lernte nette Leute kennen, freundete mich mit ihnen an. Wir zockten Stunden um Stunden gemeinsam, meisterten Herausforderungen, ergründeten Mysterien, lüfteten Geheimnisse und wuchsen schlussendlich immer mehr zusammen. Noch heute erinnere ich mich durchweg positiv an diese Zeit und kann mit Gewissheit sagen: Eine schönere hatte ich in World of Warcraft nie wieder.

World of Warcraft

Nicht einmal dann, als ich vom privaten Server endlich auf einen offiziellen wechseln konnte. Klar, The Burning Crusade ohne Bugs, ohne stündliche Disconnects und mit der breiten, bunten Spielerschaft der offiziellen Server war genial und Wrath of the Lich King bezeichne ich jetzt noch als Sternstunde meiner “WoW-Karriere”, doch das entscheidene Etwas fehlte mir irgendwie die ganze Zeit über.

Auf der Suche nach dem Etwas in WoW

Dieses Etwas, nachdem ich ehrlich gesagt bis heute suche, wird wohl so schnell nicht wieder zurückkommen. Dieses Etwas, dass so vielen fehlt, ist vielleicht auf ewig verloren. Das gemeinsame Erleben, Erforschen und Entdecken einer unbekannten Welt in einer Zeit, die besser dafür nicht sein könnte.

Das gemeinsame Bestreiten von Herausforderungen und Gefahren mit Leuten, die man tagtäglich im Teamspeak antraf, Leute, die über einen großen Zeitraum hinweg eben nicht nur noch “Online-Kontakte” waren, sondern zu Freunden wurden. Mit eben diesen Freunden teilte man Freude, Frust, Ehrgeiz und schlussendlich Erfolg.

Das, was meine erste und bis heute beste Zeit in World of Warcraft (The Burning Crusade) ausmacht, war die Mischung aus Geschichte, Gameplay und den Menschen, mit denen ich all diese Dinge genießen konnte.

Hearthstone Warcraft Ragnaros

World of Warcraft hat sich weiterentwickelt

Ich selbst habe das klassische WoW nie spielen können, jedoch glaube ich zu verstehen, warum vielen (ehemaligen) Spielern so viel daran liegt, diese Version noch einmal offiziell erleben zu können. Auch, wenn man die epischen Abenteuer der Vergangenheit nicht zurückholen, das Rad der Zeit nicht zurückdrehen und unseren kindlichen Geist nicht zurückschicken kann, so könnte doch zumindest Blizzard diese mit so vielen Emotionen verbundene Version des liebsten Spieles von damals erneut auf einige Server aufspielen und den leidenschaftlichen Fans zur Verfügung stellen.

World of Warcraft hat sich nun mal tatsächlich entwickelt, ist mit der Zeit gegangen, hat vieles verändert, entfernt und hinzugefügt. Mit der ursprünglichen Fassung ist es wohl kaum noch zu vergleichen. Ich kann nachvollziehen, dass Blizzard mit all diesen Veränderungen einige Spieler am Ende verloren hat.

World of Warcraft neue Spieler

Eine Chance auf echte, offizielle Legacy-Server?

World of Warcraft - Lumber Mill Battlefield

Das engagierte Team von Nostalrius hat genau das für viele Fans vollbracht. Ohne den Gedanken an Profit arbeiteten sie hart dafür, dass vielen Spielern dieser große Wunsch erfüllt werden konnte, zumindest für eine Zeit lang. Ich hege großen Respekt für eine solche Hingabe und Leidenschaft. Das ist wahrlich ein großes Kompliment an das Spiel selbst und natürlich all jene, die hinter der Entstehung und Entwicklung stecken.

Aktuell heißt es, dass Blizzard das Team hinter Nostalrius nun tatsächlich zu einem Gespräch eingeladen haben soll. Wann genau dieses Treffen stattfindet ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Ich drücke fest beide Daumen, dass am Ende alles gut wird und sich Blizzard vielleicht ja doch erweichen lässt und echte, offizielle Legacy-Server in Betracht zieht. Jedenfalls würde ich das jedem, der sich das von Herzen wünscht, gönnen.

Die Debatte um Nostalrius hat mich überzeugt

Auch, wenn ich die Vanilla-World of Warcraft nie selbst wirklich erleben konnte, glaube ich nachvollziehen zu können, warum euch so viel daran liegt. Obwohl ich die ganze Debatte anfangs eher skeptisch beäugt habe, bin ich nach so vielen Einblicken in die Community und der gelungenen Ansprache von Mike Kern davon überzeugt, dass Legacy-Server eine gute und vor allem mehr und mehr unverzichtbare Option für Blizzard darstellen. Sogar ich würde mal einen Blick riskieren, denn interessieren tut mich das ursprüngliche WoW definitiv.

World of Warcraft Warlords of Draenor

Alles in Allem werden unsere positiven Erinnerungen wohl Erinnerungen bleiben. World of Warcraft hat sich verändert, hat sich angepasst, ist in vielerlei Hinsicht besser, aber sicherlich auch in mancher Hinsicht weniger gut geworden. Nichtsdestotrotz wird es so schnell wohl nicht von der Bildfläche verschwinden, ob mit Legacy-Server oder ohne.

Das Gute an dieser öffentlichen Diskussion und dem Fokus auf dem Team Nostalrius ist die Möglichkeit für Blizzard zu den Wurzeln zurückzukehren, sich mit Leuten auszutauschen, die offensichtlich von Anfang an mit dabei waren und zu überlegen, welche Wege man in Zukunft gehen kann.

Die geringeren Spielerzahlen sind nicht unbedingt fatal, doch fallen sie auf. Warlords of Draenor war alles andere als das, was sich viele gewünscht haben. Vielleicht ist die
Sehnsucht nach alt bewährtem gerade jetzt auch deshalb so groß, weil man wohl dieses Mal schwerer enttäuscht wurde, als die Male davor. Ob Legion den Spielern wieder genug von dem geben kann, was sie sich wünschen, bleibt abzuwarten. Ich bezweifle jedoch so oder so, dass die Debatte um Legacy-Server bald vorüber sein wird.

Wir alle können gespannt sein, was wohl noch bei der ganzen Sache rumkommen mag.


Diese Kolumne stammt von unserem Leser Julius Keusch.

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DD

“in vielerlei Hinsicht besser, aber sicherlich auch in mancher Hinsicht weniger gut geworden”

eher andersrum. in vielerlei Hinsicht viel schlechter, in kaum einer besser…

WoW besteht aus Dungeonbrowser und Bank/Auktionshaus, das ist kein definitiv kein MMO Mehr.

Was hat alles WOW Kaputt gemacht (durch die Forum Plebs die in Foren gejammert haben, welche alles Casual haben wolle, und am besten nach 1 Minute alle Epix dieser Welt)

– Flugmount (zerstörte open PvP)
– Dungeonbrowser (ruiniert die welterkundung, abenteuer, open pvp und und und…)
– Raiden (vereinfacht + Addons, man muss nichts mehr machen ausser auf das Addon zu achten)
– Farmen braucht man auch kaum noch im Verhältnis zu damals
– Garnison (ein Knopf und BAM man hat einfach alles fertig gebaut), extrem billiges casual System
– Mount Sharing (Reiz wird genommen, ebenfalls weniger Farmlastig)
– Transmog
– Quest/Map Guides
– X-Realm (damals kannte man einfach alle spieler, auch hordeseite, community war sehr sehr gut)
– Dual Spec
– Pet Battles (wtf?)

Es gibt noch viele weitere Gründe. Damals hat man jemanden mit T3 Schultern in IF gesehen und war megabeeindruckt, man hatte ein Ziel und das hat SPAß gemacht.

Man konnte auch wesentlich mehr Dinge tun als nur Raiden, es gab mehr Farmmöglichkeiten die auch länger hielten. Es gibt mittlerweile einfach viel viel viel zu viel wo man auch die Übersicht verliert.

wir wollen kein neuen content, der alte war gut!

Mili Vanilla

Vanillaserver, welche Version genau? Am Besten noch bevor MC impementiert wurde? Und selbst dann hat man eigentlich fast gar keinen Content, klingt sehr spannend auf lange Zeit.

Jedoch kann ichs anhand der früher besseren Talentbäume und Klassenausrichtung verstehen. Ausserdem musst man damals noch richtig kommunizieren und war nicht so sololastig. Mal ehrlich in WoD sind Berufe fürn Popo und man steht nur noch in der Garni rum.

Aber das z.B. der Pala damals sehr,sehr langweilig zum Leveln war vergisst wohl jeder und da war 0 Anspruch dabei. Oder Stranglethorne, gähn war das mal zäh.

Julius Keusch

Rein vom Gameplay her war es damals an einigen Stellen, so glaube ich, wirklich nicht sonderlich spaßíg, zumindest im Vergleich zum heutigen WoW. Ich spiele z.B. einen Paladin, sogar als Main, habe große Freude dran. Sehr wahrscheinlich hätte ich diese Freude auf einem Vanilla-Server nicht.

Peskirt

Zum Pala kann ich dir nur zustimmen wobei man noch dazu sagen muss die Pala buffs hielten nur 5 min.

Larira

Das jetzige WoW ist doch das was sich die Spieler so gewünscht haben. Die Entwickler haben alles abgeschafft was im Laufe der Jahre von der Spielerschaft kritisiert wurde. “Ich bin ein Casual, zahle 13€ im Monat und will möglichst solo und möglichst leicht die besten Epics zeitlich vorhersehbar gegen Marken”. Genau das bietet WoW seit mehreren Jahren.

Ob Legacy-Server kommen, das wird noch interessant werden. Da die Nostalrius-Schliessung so einen Wirbel gemacht hat, ist das sicherlich auch zum Management Activisions und zu den Aktionären vorgedrungen. Andererseits steht jetzt Legion vor der Tür. Kann mir gut vorstellen, dass sie dies priorisieren.-

Grüße

Julius Keusch

Du hast natürlich in dem Punkt Recht, dass sich Blizzard all die Änderungen nicht einfach so irgendwo aus dem Hut gezogen haben. Viele Veränderungen wurden sich nun mal tatsächlich gewünscht.

Was Legion angeht, wer weiß wie das wohl ankommen wird. Ich hab ja ein ganz gutes Bauchgefühl dabei und freue mich drauf, wenn auch die eigentlichen Erwartungen nicht sonderlich hoch sind. So oder so bin ich auch davon überzeugt, dass der Fokus auf der Veröffentlichung dieses Addons liegt und weiterhin liegen wird. Was die Zukunft allerdings bringen mag… wer weiß. 🙂

Void

Man hätte aber auch den Weg gehen können, Casualserver: wie WoW jetzt ist
WoW Hardserver: ohne Dungeonfinder, wieder skilltrees, etc

Ich weiß das wäre zu viel Aufwand und nicht machbar, aber wäre Interessant mal zu wissen auf welchen Server mehr leben gewesen wäre, vor allem Commtechnisch ^^.
Natürlich dürften keine Charaktertrans zwischen sollen Servern gehen.

Mili Vanilla

Leider hören die Devs manchmal zu oft auf die Spieler, bzw. vereinfachen einfach zu viel (armes Star Wars Galaxies).

Gruppentool, Fluch und Segen zu gleich. Früher musste man oft oft mühsam im Chat suchen dafür musste man sich aber noch benehmen und kannte die Commu aufm Server.

Heute gehts dafür ruckzuck auf Kosten der Nettiquette, ganz zu schweigen von den 1 Wipe-Ragequittern.

KohleStrahltNicht

Mein Kompliment für den tollen Artikel .

Julius Keusch

Dankesehr! 🙂

RagingSasuke

Guter Vergleich 😀 😀

Payonsantim

Es geht immer um das “erste, große” MMORPG. Erzähl mal einem Everquest- oder Lineage II-Zocker von WoW Classic, für diese Leute war das damals schon “Casual” und man hat mit den Schultern gezuckt. Bei WoW geht es um die Masse der Spieler, die Classic gezockt haben, die hier die Diskussion so ins Rollen bringt.

Ich habe ein paar Monate TLP-Everquest gespielt. Es war schön und hat viele Erinnerungen an 1999 geweckt.

Aber wie schon andere hier schrieben: Es ist nunmal vorbei. Das neue, das einmalige Gefühl ist einfach weg. Man muss mit der Zeit gehen und wenn man sich umsieht, findet man immer noch die ein oder andere Perle im weiten Meer der modernen MMORPGs 🙂

Gerd Schuhmann

Ich kann das bestätigen.

Ich kam von DAOC, war da PvP-Spieler. Ich hab dann spät mit WoW angefangen zu TBC_Zeiten, da waren die Leute, die ich von früher schon kannte, schon wieder fertig mit WoW, weil ihnen die Ausrichtung weg vom Open-PvP überhaupt nicht passte. Die hatten da auch nicht solche Erweckungserlebnisse bei WoW wie jetzt Leute, für die das das erste Spiel war.

Man sieht schon das 2. MMORPG viel nüchterner und klarer.

KohleStrahltNicht

Leider schaffen es die vielen Perlen nicht , die Spieler zu halten.
Auch nicht ein WoW …..dort flüchten immer mehr.
Da werden die Entwickler doch sehr vieles falsch gemacht haben.

Derian

Ich denke viele verstehen die Leute nicht wirklich die den Wunsch haben einen WoW Classic Server zurückzubekommen.

Es geht denen glaube ich nicht mal darum WoW Classic zu spielen sondern eher das Zwischenemenschliche. Man musste aus sich raus sich mit anderen Leuten einlassen, Kontakte knüpfen, Ansprechen, Ansprechen lassen, Suchen für eine Instanz, etc etc etc

Ich denke genau das fehlt den heutigen MMORPG´s. Die heutigen MMO(RPG´s) gehen ja mehr richtung Singleplayer (siehe Black Desert und konsorten).

Und das kann wahrscheinlich auch nur ein kleiner Grund sein wer weiß.

Grüße

mmogli

-Es geht denen glaube ich nicht mal darum WoW Classic zu spielen sondern eher das Zwischenemenschliche. Man musste aus sich raus sich mit anderen Leuten einlassen, Kontakte knüpfen, Ansprechen, Ansprechen lassen, Suchen für eine Instanz, etc etc etc
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Wenn ich eine WoD Gruppen/Arena Quest alleine schaffe…..brauch ich keinen anzusprechen (kannst du mir mal bei dieser Gruppen quest helfen )….da fängt das übel doch schon an ! Wenn ich da an an meinen Hogger Classic Freund denke ;-)(GruppenQuest ) okok einige packten in auch alleine 🙂

Gorden858

Einige Gruppenquests (vielleicht zum Finale einer Questreihe/eines Gebiets oder eine eigene Gruppenquestreihe) sind sicher schön, aber einfach nur immer wieder töte diesen einen stärkeren Gegner eingestreut, gibt mir jetzt nicht. Kann mich noch dran erinnern, dass ich in in der Classic-Levelphase Gruppenquests immer direkt wieder aus dem Questlog geschmissen habe, weil man in der Zeit, bis man eine Gruppe zusammenhatte, wesentlich mehr EP bekommen konnte, wenn man stattdessen einfach normal weitergequestet hat. Die Gruppenquests für 2-3 Spieler, die glaube ich mit WotLK gekommen sind, fand ich gut, weil man die auch alleine schaffen konnte, wenn man sich angestrengt hat, und zur Not nach zwei bis drei Tries meist automatisch jemand dazukam, der die Quest auch hattte. Ein großer Fan von öffentlichen Questsystemen, bei denen Spieler ganz automatisch zusammenfinden, um ein Ziel zu erreichen wie in Warhammer Online oder Guild Wars 2 bin ich sonst auch.

Julius Keusch

Das sehe ich ganz genau so. 🙂 Das Zwischenmenschliche in den MMO’s, bzw. in den MMORPG’s ist heute einfach ganz anders als damals. Klar sind Tools wie ein Dungeonfinder irre praktisch und beschleunigen das Spielen ungemein, aber an sich leidet leider die Kommunikation und das “Miteinander”.

Heutzutage müsste man wohl zu Gunsten dessen einfach ein paar Kompromisse eingehen, jedoch wollen das im Endeffekt nur wenige.

Zindorah

Das ist auch was ich immer sage. WoW war mein erstes MMORPG, ich war seit der Beta in der USA dabei und hab mit EU Release dann hier angefangen. Das war einfach ziemlich toll. Allerdings würde ich glaub nicht mehr auf einem Classic Server spielen. Ich hab auf vielen Privat Servern gespielt damals, jedoch hat es mir nie das Feeling zurück gebracht. (Auch wenn da 5k+ Spieler Online waren)

Mir sind irgendwann dann die Augen geöffnet, dass ich die Illusion von damals nicht zurück holen kann.

Ich werde halt nie den Tag vergessen als wir mit unseren Druiden (in Bärchenform) getanzt haben vor Ragnaros während ich mit meinem UD Mage fröhlich herum gesprungen bin, wie ein Noob.

Aber ich denke einfach ein Classic Server zu machen würde keine alte COmmunity zurück bringen, hat man ja an Wildstar gesehen. Fand ich eins der besten MMORPGs und dennoch sind wir kläglich gescheitert 40 Spieler zu bekommen, die fähig waren ^.^

Julius Keusch

Das ist wirklich ein guter Vergleich! 🙂 Gerade den Punkt mit WildStar kann ich sehr gut nachvollziehen… wie viele waren da doch begeistert und angetan davon, dass quasi etwas altmodisches, dass man damals an WoW so mochte, zumindest in Form eines anderen MMORPG’s den Weg zurück in die heutige Zeit findet.

Das Ergebnis kennen wir ja nun alle. Offenbar hatten doch einige Leute gar nicht so große Lust drauf wie zuerst behauptet, vielleicht haben sich einige auch einfach nur getäuscht und sich etwas gewünscht, dass so in dieser Form wie damals einfach nicht mehr machbar ist.

Gerade für WildStar ist das, wie auch hier auf Mein-MMO.de immer wieder von einigen angemerkt wird, sehr schade. Das Spiel kann nämlich eigentlich einiges.

KohleStrahltNicht

Was hat es denn Altmodisches in Wildstar gegeben , was es in WoW mal gab?
Was dann doch keiner mochte??
Das Abo?

Julius Keusch

Naja, die Raids zum Beispiel, oder nicht? Große Raids, 40 Leute, hoher Schwierigkeitsgrad, kein Dungeon-Finder… also quasi in gewissem Maße eine Vorgehensweise wie bei damaligen WoW, wenn ich mich nicht irre. 🙂

KohleStrahltNicht

Leider hast du denn Sinn hinter den ClassicServern immer noch nicht verstanden.
Natürlich kommt dann auch die alte Community zurück , die jetzt zu hunderttausenden auf privaten Servern viel Spaß haben.
Was hat die alte Community oder WoW-Classic mit Wildstar zu tun?
Nichts…..
Es geht doch dabei nicht nur um 40 Mann Raids…..
Wenn es einen ClassicServer geben sollte , wirst du doch nicht dazu gezwungen auf diesem zu spielen.
Was hast du weniger an Spiel in WoW , wenn es einen Classic-Server zusätzlich gibt?

Keupi

Sehr schöner Artikel. Ich kann bis heute nicht verstehen warum man nur dafür oder gegen Classic sein kein. Könnte das aktuelle WoW nicht von Classic profitieren und umgekehrt ? Ein Abo ist ein Abo und vielleicht bekommt der eine oder andere doch mal Lust ein Addon zu kaufen oder Bekanntschaften auf einem Classicserver zu machen.

Gut finde ich, dass du deine Meinung mal überdacht hast. Gibt es selten, mal die Meinung zu ändern. Daumen hoch !

Julius Keusch

Da bin ich deiner Meinung. Am Ende bleibt es doch im Prinzip das gleiche Spiel. 🙂 Dankesehr für die netten Worte!

Postfrosch1984

Denke auch das der größte Fehler die Dungeon Finder waren. Klar haben die Leute danach geschrien aber seid wann weiß die Masse was gut für sie ist?
Dadurch wurde alles komplett anonymisiert.

Wenn es einen Classic Server geben würde, könnte ich mir gut vorstellen zurück zu kehren. Nicht nur wegen dem Classic anteil sondern auch weil man da irgendwann am Cap ist mit Gear ect. Als Arbeitnehmer, Familienvater und hobbysportler hat man so wenig Zeit zum zocken. Wenn dann ständig die Gearschraube gedreht werden muss ist das extrem demotivierend.
Bei nem Classic Server der sich nicht weiter entwickelt, hätte auch endlich dieses bekloppte Wettrennen ein ende und man könnte wieder anfangen die Zeit zu genießen.

Sucoon

sehe ich auch so, bei mir war es halt BC statt Clasic, aber dann würde ich auch wieder anfangen.

Gorden858

Ich hab seitdem einfach meine Ziele heruntergeschraubt. Einfach alles einmal gesehen zu haben (egal welcher Schwierigkeitsgrad) reicht mir normalerweise aus. Das Ende zu erreichen und zu wissen, dass es nun nichts mehr zu tun gibt, ist doch auch langweilig. Und auch nichts besonderes mehr, wenn es jeder mit der Zeit schafft.

Liktor/Celina Troll/Nachtelfe

Das was in WoW verloren gegangen ist seit Classic ist vor allem die Community. Das ist es wonach ich mich wirklich sehne wenn ich an Classic denke nicht dieser ab in den Dungeonfinder quatsch und los geht’s in die Instanz. Klar kann man nun sagen das kann man heute auch haben dem ist sicherlich auch so jedoch war es gerade auch interessant viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennen zu lernen und auch das dazu gezwungen zu sein andere Menschen kennen zu lernen wäre einigen Leuten wirklich mal zu wünschen. Zwang mag in manchen belangen etwas schlimmes sein jedoch gerade zur damaligen Zeit war es das beste gerade weil man aus sich heraus kommen musste. Ich habe unzählige Leute kennen gelernt die früher sagten sie waren jedem gegenüber verschlossen, haben nicht gern geredet usw. aber nach dieser Zeit die man dort verbracht hat konnte man sich das Zocken ohne Teamspeak nicht mehr vorstellen wenn ich an die vielen “bekloppten” denke mit denen ich mittlerweile leider nicht mehr zusammen Spiele die aber trotzdem immer noch in meinem Kopf sind. Dun Murogh “Treue bis in den Tod”! Werde meine Zeit auf diesem Server zu Classic nie vergessen und nie die Menschen die ich dort kennen gelernt habe mit all ihren Ecken und Kanten 🙂

eVo

Ich hätte es nicht besser sagen können.
Es ist zu unpersönlich geworden. Es war einfach klasse damals, im “LFG Channel” selbst zu schreiben, zu suchen und gefunden zu werden.
Natürlich hat es auch das eine oder andere Mal ewig gedauert, aber immerhin kam man so ins Gespräch.

Gorden858

Fand den alten Dungeonfinder immer einen gelungenen Kompromiss. Man musste die Leute endgültig noch anschreiben, um eingeladen zu werden, aber man hatte eine einfache Adresse, wo man nach Leuten suchen konnte, die das gleiche wollen wie man selbst oder wo man sich selbst eingetragen hat um von anderen gefunden zu werden. So gab es noch einen Kommunikationsanstoß, aber man musste nicht mehr ständig einen Channel vollspammen bwz. das Gespamme dort durchlesen.

Mein Vorschlag wäre, Gruppensuche nur noch über das halbautomatische Tool, aus dem der “Einladung verschicken”-Knopf entfernt wird, damit man selber schreiben muss und den Schwierigkeitsgrad LFR entfernen (normal, heroisch und mythisch können bleiben), damit jeder die Raids erleben kann, aber dafür zumindest eine Gilde braucht.

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