WildStar: Nerf des Raidzugangs sorgt für massiven Aufschrei

Im wöchentlichen Stream der WildStar-Entwickler „The Nexus Report“ hat man wieder ausführlich über die Zukunftspläne des MMOs gesprochen und will sich in den kommenden Wochen verstärkt zwei Aspekten zuwenden, die inhaltlich auch bereits ausgearbeitet sind: Die schwere Raid-Zugangsquest und das Runensystem.

„Du kommst hier nich‘ rein!“

Raiden ist in WildStar bisher nur einem sehr kleinen Prozentsatz von Spielern vorbehalten, welche sich durch die langwierige Attunement-Questreihe geprügelt haben. Offensichtlich möchte man dies ändern und mehr Spieler dazu bewegen, zumindest einmal einen Blick in die Raidinstanzen zu werfen – kreischend fliehen kann man ja dann noch immer.

Drei Teile der Questreihe werden dabei verkürzt:

  • Es wird nicht länger notwendig sein, alle Veteranen-Dungeons auf Silber abzuschließen, eine bronzene Wertung wird ausreichen. Bisher erreichten Spieler dies nur, indem sie immer und immer wieder ein und dieselbe Instanz durchliefen, bis irgendwann so viel Routine vorhanden war, um die knackigen Zeitlimits einhalten zu können.
  • Als zweites ist es nur noch notwendig 100 Datenmuster anzusammeln, anstatt der bisherigen 300. Selbst von Hardcore-Spielern wurde der Zwischenschritt oft kritisiert, da dieser einfach nur einen „Time-Sink“ darstellt, für den man immer wieder zwangsweise dieselben Abenteuer durchlaufen musste.
  • Zuletzt will man die Aufgabe verändern, für die man bisher alle Weltbosse töten musste – wie genau diese Änderung aussehen wird, ist aber noch nicht abschließend entschieden, eine Reduktion der benötigten Bosse ist aber wohl am wahrscheinlichsten.
WildStar Raidbosse

„Du kommst hier nicht rein!“ – Doch, schon sehr bald werden mehr Spieler einen „Ausweis“ vorzeigen können.

Diese Ankündigungen sorgen momentan im offiziellen Forum und über die Kommunikationsplattform reddit für einen massiven Aufschrei, hatte man seitens Carbine doch lange beteuert, an der Zugangsquests nichts verändern zu wollen um ihren Schwierigkeitsgrad und den „Hardcore“-Faktor der Raids aufrechtzuerhalten.

Nüchtern betrachtet ändert sich auch an der Schwierigkeit nichts: Lediglich langwierige Aufgaben werden verkürzt, die eigentlich nur viel Zeit in Anspruch nehmen, aber kaum eine bestimmte spielerische Leistung erfordern: Die benötigten Bosse müssen nach wie vor bezwungen werden und an den Raidinstanzen selbst ändert sich überhaupt nichts. Problematisch ist allerdings, dass bereits raidende Spieler viel Zeit in diese Quest gesteckt haben und sich nun auf den Schlips getreten fühlen.

Wir haben schon vor einigen Wochen über diesen Konflikt berichtet und können den Schritt von Carbine sehr gut nachvollziehen. Einige Raid-Gilden machten die sperrige Zugangsquest für den Nachwuchsmangel an Schlachtzüglern und den damit verbundenen Weggang von Spielern verantwortlich. Änderungen scheinen hier angebracht und ein nicht unerheblicher Teil begrüßt diese Entscheidung.

Klare Runenregeln braucht das Land…

Die zweite große Ankündigung ist die massive Veränderung des Runensystems. Bisher wurden Runenplätze relativ zufällig auf Gegenstände verteilt, sowohl in ihrer Art (Wasser, Feuer, Fusion, etc.) als auch in ihrer Anzahl. So konnte es sein, dass man beim ersten Besuch in einem Abenteuer eine starke Waffe erhielt, die über einen Runenplatz verfügte und beim nächsten Besuch dieselbe Waffe erneut fand – diesmal allerdings mit 4 Runenplätzen.

Um fortan Rüstungen aus ähnlichen Spielinhalten gleichwertiger zu gestalten, wird man nun eine einheitliche Verteilung der Runenplätze einführen, die wie folgt aussieht: Grüne Gegenstände haben nur noch einen Runenplatz, blaue Gegenstände aus Herstellungsberufen und von Rufhändlern verfügen über zwei und alle Rüstungsteile aus Abenteuern und Dungeons drei. Welche Art von Runen ein Gegenstand dann verfügt, ist aber nach wie vor zufällig. Von dieser Änderung sind aber nur Gegenstände betroffen, die nach dem entsprechenden Patch erbeutet werden – alle bisher ergatterten Items bleiben absolut unverändert.

… und neue Runen auch!

WildStar

Oft ist man als Spieler mit den Runenplätzen auf einem Gegenstand unzufrieden und ein Sockel für Feuerrunen wäre viel nützlicher, wenn er stattdessen für Wasserrunen ausgelegt wäre – und fortan kann man auch dies beeinflussen! Durch einen neuen Gegenstand wird man in der Lage sein, alle Runenplätze auszutauschen, allerdings nur ein einziges Mal pro Runenplatz. Ganz frei ist man in dieser Auswahl jedoch auch nicht, denn man bekommt jedes Mal eine Auswahl aus zwei Elementen.

Beispiel gefällig? Besitzt ein Gegenstand einen Platz für eine Feuerrune, so wählt man aus, diesen Platz verändern zu wollen und erhält dabei eine zufällige Auswahl, etwa „Wasser“ und „Fusion“ (aber niemals „Feuer“ – die Ursprungsart wird nicht zur Wahl gestellt).

Zu guter Letzt wird man bestehenden Gegenständen auch neue Runenplätze hinzufügen können, also die maximale Runenanzahl bis zu zwei Mal steigern – den entsprechenden Gegenstand dafür soll man sowohl für PvP- als auch PvE-Aktivitäten ergattern können.

Durch diese Änderungen gibt man den Spielern noch mehr Möglichkeiten der gezielten Individualisierung, ohne den Zufallsfaktor bei der Beuteverteilung vollkommen zu negieren – hoffentlich wirken sich diese Änderungen wie gewünscht aus.

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Quelle(n): www.reddit.comforums.wildstar-online.com
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