Wie die New York Times berichtet, habe man den angeblichen Leaker der US-Dokumente zum Ukraine-Krieg über sein Profil auf Steam erwischt. Die Dokumente hatten in den letzten Tagen einigen Staub aufgewirbelt.
Ein Leak von US-Dokumenten über den Ukraine-Krieg sorgte in den letzten Tagen für viel Aufruhr. Die Dokumente sollen unter anderem vertrauliche Informationen über die Pläne der USA und der NATO enthalten. Mehr dazu findet ihr hier: via tageschau.de.
Jetzt wurde, Berichten zufolge, ein 21-jähriger Mitarbeiter der US-Nationalgarde festgenommen.
Demnach habe der junge Mann die Dokumente über Monate mit Freunden in einer Discord-Gruppe geteilt. Irgendwann fanden die Unterlagen dann ihren Weg in öffentliche Foren.
Die US-Zeitung New York Times sagt: Das Steam-Profil des 21-Jährigen habe bei der Untersuchung eine wichtige Rolle gespielt.
– Ukraine-Live-Blog (via Zeit)
– Krieg in der Ukraine (via nzz)
– Solidarität mit der Ukraine (via auswärtiges-amt)
Wichtiger Hinweis: Falls euch wegen der aktuellen Situation dunkle Gedanken plagen: Ihr seid nicht allein. Holt euch bitte Hilfe. Zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder der Online-Seelsorge, bei der ihr auch einen Chat nutzen könnt. Das ist kostenlos und gilt bundesweit.
21-Jährige wollte seine Freunde auf dem Laufenden halten, “was so abgeht”
Den Berichten zufolge seien die Dokumente schon seit Monaten in einer privaten Discord-Gruppe zugänglich gewesen. Die New York Times hat ein Interview mit einem 17-jährigen Mitglied dieser Gruppe geführt, der meinte, dass der Verdächtige kein Whistleblower oder Leaker sein wollte.
Der Typ war ein Christ, gegen Krieg, er wollte nur seine Freunde auf dem Laufenden halten, was so abgeht. […] Wir haben einige Leute in der Gruppe, die in der Ukraine sind. Wir mögen Kampfspiele, wir mögen Kriegsspiele.
via nytimes.com
Die New York Times berichtet zudem, dass sie den Durchbruch bei den Ermittlungen herbeigeführt hat.
Man sei bei den Ermittlungen auf das Steam-Profil des Tatverdächtigen aufmerksam geworden. Hier kam man über einen Link auf das Instagram-Profil des vermeintlichen Leakers.
Auf dem Profil fanden sich Bilder, die genau den Hintergrund zeigten, die auch auf den geleakten Dokumenten zu sehen war. Dadurch konnte der vermeintliche Täter identifiziert werden:
A breakthrough in our investigation came when the team identified a Steam profile in Airman Teixeira’s name that led to an Instagram profile with photos of the exact location where leaked docs were photographed — a kitchen countertop in his childhood home. https://t.co/XQAZf2kNV7 pic.twitter.com/DWlkN8xmqK
— Christiaan Triebert (@trbrtc) April 13, 2023
Die Ermittlungen sind weiterhin im vollen Gange. Man prüft, wie sich der Verdächtige Zugang zu den Dokumenten verschaffen konnte und wie man solche Leaks in Zukunft verhindern kann.
Den Berichten zufolge habe der Verdächtige die Dokumente anfangs sogar per Hand abgeschrieben und sei erst später auf Fotos umgestiegen, die ihn jetzt womöglich überführt haben.