Twitch verklagt 2 Nutzer – Sie sollen nie wieder auf die Plattform dürfen

Twitch nimmt sich endlich dem Kampf gegen Hate-Raider an. Die Plattform verklagt jetzt zwei vermeintliche Organisatoren von Hate Raids. So möchte Twitch ein klares Zeichen senden — einige Betroffene finden, das ist noch nicht genug.

Was ist passiert? Die Live-Streaming-Plattform Twitch verklagt jetzt zwei Hate-Raider und bezieht so klare Stellung: Hass ist auf unserer Plattform nicht erwünscht.

Zur Erinnerung: Am 01. September protestierten viele, vor allem kleinere Streamer unter dem Hasthag “#ADayOffTwitch” gegen Twitch, da die vermeintlich nichts gegen Hate Raids unternehmen. Das kostete Twitch rund 1. Mio. Zuschauer. Der Streik hat offenbar gesessen, denn jetzt greifen die Verantwortlichen ein und klagen einige der Täter an.

Zwei Hate-Raider werden verklagt: Die sollen Twitch nie wieder nutzen dürfen

Das verlangt Twitch: In ihrer Stellungnahme bezüglich der Anklage (via Scribd.com) gegen die vermeintlichen beiden Hate-Raider, CreatineOverdose und CruzzControl fordert die Plattform ein hartes Verbot: Beide Nutzer sollen mit einer einstweiligen Verfügung daran gehindert werden, Twitch je wieder zu benutzen.

Die Verfügung umfasst außerdem die Beihilfe zu Hate Raids und Hate Botting, also dem Teilen ihrer Bot-Codes. Außerdem fordert das Unternehmen die Übernahme der Gerichtskosten sowie Schadensersatz.

Bisher hat es noch kein Gerichtsverfahren gegeben. Ob die Klage also erfolgreich sein wird, muss sich noch zeigen. Twitch selbst möchte damit aber ein deutliches Zeichen gegen Hass auf der Plattform senden. Dafür schrecken sie auch nicht vor diesem Mittel zurück.

Ist die Klage zu hart? In einer Stellungnahme erwähnen die Verantwortlichen von Twitch, warum es zu so einer harten Maßnahme kommen muss.

Wir arbeiten hart an einer verbesserten Erkennung von Bann-Umgehung auf Channel-Level und weiteren Account-Verbesserungen, um Twitch zu einem sichereren Ort für Streamer zu machen.

Eurogamer (via Eurogamer.com)

Das Problem: Betreibern von Hate Raids gelingt es immer wieder, diese Banns zu umgehen. Alternativ geben sie ihre Codes für Chatbots einfach an den nächsten Nutzer weiter. Deshalb greift Twitch jetzt zu einer Klage, die Täter nicht so leicht umgehen können.

Betroffene finden: Twitch muss mehr unternehmen

Via Twitter kündigte Twitch gestern Abend ein neues Feature an. Streamer sollen damit ihre Werbeblöcke planen können. Für Twitch und den Streamer ein Gewinn, doch Nutzern hilft das nicht. Und denen, die sich Sorgen wegen der Hate Raids machen, auch nicht:

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Schön zu sehen, wo eure Prioritäten liegen. Streamer werden bedroht, Adressen verraten und rassistisch sowie transphobisch attackiert. Aber keine Sorge, wir haben jetzt einen Werbe-Manager.

@AnnieKrevice via Twitter

Danke für ein Feature, nachdem niemand gefragt hat. Wie wäre es mit einigen Features, um gegen Hate Raids und Bots vorzugehen? Die sind noch immer überall zu finden und ihr macht nichts dagegen.

@AStar_Games via Twitter

So reagiert Twitch auf die Betroffenen: In einer weiteren Meldung (via PC-Gamer.com) versichert Twitch, dass die Lösung des Problems mit Hate Raids und Bots aktuell oberste Priorität habe.

Doch was denkt ihr, sind die Versuche seitens Twitch genug oder braucht es einen anderen Ansatz, um diesem Problem Herr zu werden?

Willst du wissen, wie der #DayOffTwitch im Detail abgelaufen ist, dann schau hier: Twitch: Kleine Streamer machen Protest, große Streamer machen Kasse – #ADayOffTwitch

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Lamoras

Und ich dachte ich komme inzwischen ganz gut klar mit dem ganzen Neusprech. Was ist denn bitte ein Hate Raider? Jemand der den Hate raidet? o.O

Vitrana

Hate Raids, sind “Überfälle” von Nutzern, meist mit massig Gefolge (andere User oder Bots) die den Chat des geraideten Streamers mit Hassbotschaften vollpacken und dann ggf noch versuchen das Opfer wegen des Chatverlaufes bannen zu lassen….

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