Das Amazon MMORPG Throne and Liberty begeisterte im Herbst 2024 viele Spieler. Einer von ihnen hat das Spiel bis jetzt gespielt, zieht nun aber die Reißleine. Als Abschiedsgeschenk hinterlässt er 9 Dinge, die sich ändern müssen.
Um wen geht es? Der Reddit-Nutzer ManagementWooden573 hat seit dem Release von Amazons neustem MMORPG Throne and Liberty über 2.000 Stunden gespielt. Er gehörte laut eigenen Angaben zu den besten Spielern, erreichte Top-Platzierungen in Arena-Ranking und war sogar der Spieler mit den meisten Kills auf seinem Server.
Doch jetzt hat er das MMORPG aufgegeben. Während er die genauen Gründe nicht nennt, möchte er der Allgemeinheit einen Dienst erweisen und nennt neun Dinge, die sich ändern müssen, damit Throne and Liberty zu einem besseren Spiel wird.
Hier könnt ihr den Trailer zur aktuellen Erweiterung sehen:
9 Dinge, die anders laufen müssen
Was muss sich ändern? Der Spieler geht in seinen 9 Gründen auf verschiedene Elemente des MMORPGs und vor allem des PvPs ein. Er selbst sagt, er ist kein großer PvE-Spieler, weshalb er sich nicht zu den PvE-Mechaniken des Spiels äußern will. Im PvP hingegen kenne er sich aus.
Diese 9 Dinge müssen sich laut dem Spieler verändern:
- Ausweichen (Evasion): Er kritisiert, dass diese Mechanik in einem MMO nicht geeignet sei. Sie mache eine echte Balance unmöglich, da sie in anderen Genres wie MOBAs anders funktioniere und dort besser aufgehoben sei. In MMORPGs gäbe es einfach zu viele Charaktere dafür.
- Heiler und Tanks: Der Spieler meint, dass diese Klassen stärkere Heil- und Verteidigungsfähigkeiten haben sollten, aber nicht in der Lage sein dürfen, Gruppen unverwundbar zu machen. Aktuelle Unverwundbarkeitsfähigkeiten würden kleinere Gruppen chancenlos lassen.
- Schadensklassen: Ihm zufolge sollte der Schaden von DD-Klassen reduziert werden, um „One-Shots“ zu verhindern. Er glaubt, dass das PvP skill-basierter würde, wenn Heiler und Tanks wie in Punkt 2 angepasst würden und dafür der Schaden der DDs sinkt.
- Flächenschaden (AoE) vs. Einzelschaden: Der Vorschlag lautet, dass AoE-Fähigkeiten weniger Schaden verursachen und Fähigkeiten, die nur ein Ziel treffen mehr. Andernfalls würden alle Spieler die gleichen Waffen nutzen, die beides gut können (er nennt den Speer als Beispiel).
- Rolle der Tanks: Tanks sollten seiner Meinung nach schwer zu töten sein und Gegner mit Crowd-Controll-Fähigkeiten kontrollieren können. Sie sollten aber nicht dazu dienen, andere Spieler unsterblich zu machen oder selbst viel Schaden auszuteilen.
- PvP-Anreize: Der Spieler fordert die Einführung eines 1gegen1-Arenamodus mit Belohnungen und passenden Klassen-Matchups. Die Kill-Rangliste sollte monatlich zurückgesetzt werden, um mehr Teilnahme am PvP zu fördern.
- Begrenzte Farm-Systeme: Er schlägt vor, das System, das die Farmzeit begrenzt, zu entfernen. Spieler, die mehr spielen, sollten auch mehr Gegenstände und Ressourcen erhalten können, um mit „Pay-to-Win“-Spielern aufzuschließen.
- Gildenallianzen: Die Anzahl der Gildenallianzen sollte seiner Ansicht nach auf zwei reduziert werden. Sollte das System mit vier Allianzen bestehen bleiben, müsse die maximale Gildenmitgliederzahl auf 35 sinken.
- Burgen: Abschließend regt der Spieler an, die Anzahl der Burgen auf drei zu erhöhen. Er argumentiert, die Karte sei groß genug dafür und es würde den Wettbewerb steigern sowie mehr Gilden motivieren, um den Besitz von Burgen zu kämpfen.
Er betont außerdem, dass er noch viele Dinge sagen könnte, die man bei Throne and Liberty verbessern kann. Aber diese neuen sind die Punkte, die ihm am meisten am Herzen liegen.
Die Entwickler haben andere Pläne
Was haben die Entwickler vor? Die Entwickler haben zuletzt eigene Pläne für das PvP in Throne and Liberty präsentiert. Zum einen wollen sie die Burgbelagerung durch Interserver-Events auflockern. Hier sollen Gilden von verschiedenen Server gegeneinander antreten, um Steuereinnahmen und temporäre Vorteile für ihren Server zu erspielen.
Die zweite Besserung ist eine direkte Änderung am Kampfsystem, bei dem die Kämpfe schneller werden, in dem mehr Schaden ins MMORPG kommt. Dafür soll es neue Schadenszonen geben, bei dem man mehr Schaden macht, wenn man Beispielsweise in den Rücken des Gegners angreift. Das soll Spieler belohnen, die sich gut positionieren und auch gegen Tanks und Heiler wirken. Auch der neue Ausrüstungsslot „Ohrringe“ soll die Meta im Spiel durchrütteln.
Uns interessiert eure Meinung, seht ihr es genauso wie der erfahrene Spieler oder denkt ihr, die Änderungen der Entwickler sind der richtige Weg? Lasst es uns in den Kommentaren wissen. Mehr zu den Plänen der Entwickler und wie sie das PvP verbessern wollen, erfahrt ihr hier: Eines der größten MMORPGs auf Steam macht sein bestes PvP-Feature jetzt noch besser
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Der Meinung stimme ich nicht zu. Tanks und Heiler waren bereits sehr stark in dem Game, bevor genügend Spieler im DC geheult haben. Also wurden beide Gruppen generfed. Ich respektiere jeden, der in TL einen Tank oder Heiler spielt. In diesem Game muss man als Tank oder Heal echt eine masochistische Ader haben. Contribution bei den Bossen … da zählt nur DMG. Entweder baut man sich zusätzlich ein teures DMG Equipment oder man findet sich damit ab, bei den Worldbossen hintenan zu stehen.
Aber das Game hat strukturell ganz andere Probleme. Stell dir vor du läufst einen aktuellen Dungeon in WoW und bekommst Loot aus Burning Crusade … Wenn du jemals dieses Gefühl haben willst, lauf den T4 Dungen in TL und bekomme T1 Item gedroppt. Was immer die Entwickler rauchen, ich will das Zeug auch. Und der arme Tico darf später den Sh.. rot lackieren und uns als Erdbeeren verkaufen. Ich verstehe das nicht, NC Soft hat doch genug Erfahrung mit MMORPGS. Warum fühlt sich das Game an, als hätten die Entwickler ihr eigenes Game nicht gespielt?
“1. Ausweichen (Evasion): Er kritisiert, dass diese Mechanik in einem MMO nicht geeignet sei. ”
Kann ich nicht bestätigen. Es ist ein zusätzliches Kampfelement. (Damit besonders beliebt bei Spielen mit kleinem Skillset) Kommt allerdings auf die Umsetzung an. In ESO hängts am Stat, das ist schlecht da unterschiedliche Klassen dadurch unterschiedlich oft ausweichen dürfen, wenns zb dein Mainstat ist maxt du das automatisch. In GW2 kann man den Schaden komplett dodgen, das führt dann dazu das man bei jedem Fehler oft gleich wiped, weil die Entwickler den Schaden dementsprechend hoch angesetzt haben. Man muss auch nicht rauslaufen, weil kann man ja auf der Stelle dodgen. Führt teils zu unrealistischen Spielweisen.
Beim Rest stimme ich ihm zu. Vieles davon würde ich aber als selbstverständlich vorrausetzen. Bin deshalb immer wieder verwundert wie wenig das teils den Entwicklern klar ist. “Die Entwickler haben andere Pläne” ja ne…