The Elder Scrolls Online: Championsystem gibt Vielspielern 2%-Vorsprung, die freuen sich wie wild
Wie Zenimax, den Spielern das gibt, was sie wollen, ohne ihnen wirklich viel zu geben.

Das Fantasy-MMO The Elder Scrolls Online hat auf die Kritik an der geplanten Umstellung zum Champion-System reagiert.

Das alte System: Kommunismus! 30 Punkte für jeden

30 Championspunkte – so viel sollten Accounts bekommen, die mindestens einen Veteran hatten, wenn das Update 6 ansteht. Diese 30 Championspunkte waren so eine Art „Begrüßungsgeld“, die bekam im alten System jeder Veteran und zwar genau diese 30 Punkte. Ganz egal, ob er ein frischer Veteran auf VR 1 war oder ein altgedienter Recke mit VR 14. Egal, ob er nur einen Char hatte oder gleich mehrere.

Das gefiel den Fans so gar nicht. Heftige Kritik brandete an dieser „Gleichmacherei“ auf, Vielspieler fühlten sich benachteiligt. Sie würden dafür bestraft, so kam es ihnen vor, dass sie TESO von Anfang an die Treue hielten.

TESO

Das neue System: Leistung muss sich wieder lohnen!

Auf diese Kritik hat man bei Zenimax jetzt reagiert und ein neues System angekündigt. Veteranen erhalten für jeden Veteranenrang nach dem ersten (den gibt’s ja automatisch) 5 Championspunkte. Bis zu einem Maximum von 70 Punkten. Die zählen wie die alten 30 accountweit und können pro Char verteilt werden.

Das heißt: Ein Spieler mit einem VR2-Char erhält 5 Punkte. Einer mit einem VR 10-Char: 45 Punkte. Einer mit einem VR 14-Char: 65 Punkte. Das gilt aber nicht nur glatt, sondern auch noch in „0,2“-Schritten. Ein Spieler mit einem VR2 Char, der schon 80% der Erfahrung hat, die er bis auf VR 3 braucht, erhält nicht 5, sondern 9 Punkte.

Die 70 Punkte, die es so maximal gibt, können nur bis zum Update 6 erspielt werden. Danach kommt man an diesen Pool aus 70 nicht mehr ran.

Die Fans reagieren sehr positiv auf diese Änderung und freuen sich, dass ihre Ideen gehört werden.

TESO Screenshot

Psychologisch wertvoll

Mein MMO meint: Das ist, ganz unzynisch gesprochen, ein wunderbares Beispiel dafür, dass es nicht wirklich um die „Sache“ geht, sondern um den psychologischen Effekt. Mit dem neuen Champion-System kommen 3600 neue Punkte ins Spiel. Spieler sollen ungefähr 1 Stunde brauchen, um sich einen Punkt zu verdienen.

Ob man jetzt mit 30 oder mit 70 Punkten startet, macht da, nüchtern gesehen, nicht allzuviel aus. Und ein wirklicher Hardcore-Spieler, der viele hundert Stunden ins Spiel investiert hat, bekommt nun „40 Stunden“ mehr angerechnet als im alten System. Ein totaler Frischling bei den Veteranen, der nur einen 50er hat, 30 Stunden weniger. Für Zenimax ändert sich da im Prinzip nichts. Sowohl der Frischling als auch der Veteran werden noch einen riesigen Berg vor sich haben, an dem sie sich lange abmühen können. Der eine spart sich eben die ersten 1,94% des Aufstiegs, der andere muss wirklich bei Null anfangen.

Es ist aber den Spielern wichtig, dass sie das Gefühl haben, ihre „Taten“ zählten etwas. Und dass sie mehr bekommen als andere, die weniger investiert haben. Gerade dieser Aspekt ist wahrscheinlich der entscheidende: Es gilt nicht der tatsächliche, objektive Vorteil, sondern der relative Vorteil gegenüber dem Nachbarn, gegenüber den anderen. Das ist auch im “richtigen” Leben so, wie dieser Artikel aus der Zeit sagt.

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Chris Utirons

Um neue Spieler zu bekommen muss man es einfach den neuen Spielern einfacher machen die alten Spieler profitieren einfach von dem Wissen welche Aussrüstung man für was braucht oder wie man welche Klasse im PvP bekämpft.

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