Herrschaft des Geldes: The Elder Scrolls Online ändert Handels-System

Das Wirtschaftssystem des Fantasy-MMORPG The Elder Scrolls Online (TESO) kommt bislang ohne ein server-umspannendes Auktionshaus aus. Nun sollen Spieler-Gilden die Möglichkeit erhalten, einen NPC anzumieten, der ihre Waren feilbietet.

Gilden-Shop: Zu unübersichtlich und zu schwer zu bedienen

Das Wirtschafts-System von The Elder Scrolls Online basiert auf dem Handel im öffentlichen Chat oder im Austausch von Waren innerhalb einer Spielergilde. In der haben bis zu 500 Helden oder Händler Platz. Der Handel dort verläuft wie in einem internen Auktionshaus.

Allerdings bringt der Gilden-Store einige Schwierigkeiten in der Bedienbarkeit mit sich: So können Spieler nicht gezielt nach Items suchen. Und sie haben Probleme damit, die Übersicht zu bewahren, welches Item am günstigsten ist. Gerade wenn sie in mehr als nur einer Gilde sind und vergleichen möchten, welches Item wo nun am günstigsten ist, gibt es enorme Schwierigkeiten.

AddOns und externe Seiten als Lösung?

ESO Outpost
Das Add-On ESO Outpost versucht, den Wunsch der Spieler nach einem Auktionshaus zu befriedigen.

Mit von Spielern hergestellten Add-Ons konnten einige der Probleme gelöst werden, das System sieht sich trotzdem einiger Kritik ausgesetzt. In der Zwischenzeit sind einige virtuelle Marktplätze im Internet entstanden, auf denen sich Spieler außerhalb des Games nach Items und Preisen umsehen können.

Auch Zenimax hat Schwierigkeiten im System festgestellt, eingeräumt und eine verbesserte Bedienbarkeit auf die lange Liste mit Änderungen gepackt, die das Spiel in den nächsten Monaten erhalten soll.

Neue Gildenfunktionen: Änderungen an der Benutzeroberfläche des Gildenladens.

Marktplatz soll in die Stadt gelegt werden: Das Gilden-Kiosk als Auktionshaus durch die Hintertür?

Wie in der offiziellen Facebook-Gruppe von The Elder Scrolls Online nun nochmal bekräftigt wurde, plant man über die bessere Bedienbarkeit des Gilden-Shops hinaus, weitere Eingriffe ins Handels-System.

TESO Facebook: NSC mieten für Handel

Gilden können bisher, wenn sie in der PvP-Zone Cyrodiil eine Burg erobern, dort ihre Waren feilbieten. Doch brachte das offenbar nicht den geplanten Erfolg. Scheint es doch kontra-intuitiv, in einem andauernd tobenden Krieg auf Shopping-Tour zu gehen. Immerhin muss man sich inmitten des Mordens umschauen, welche Gilde der eigenen Allianz welches Keep hält, herausfinden, ob die dort tolle Items haben und sich dann auf den Weg machen.

Stattdessen sollen Gilden nun einen Händler anmieten können. Spieler außerhalb der Gilde werden durch diesen Händler, durch den sogenannten Gilden-Kiosk, dann auf den nicht mehr ganz so exklusiven Gilden-Laden zuzugreifen können.

Gildenkiosks – Gildenläden, die allen zugänglich sind und der Höchstbietenden Gilde zur Verfügung stehen.

Die Herrschaft des Geldes: Nur ein Gildenkiosk für die reichste Gilde auf dem Server?

TESO Händlerin

Wie genau das „Höchstbietende“ zu verstehen sein wird, ist im Moment noch nicht bekannt. Es könnte heißen, dass es nur eine Gilde auf dem Mega-Server gibt, die das Gilden-Kiosk für eine bestimmte Zeit anmieten kann, oder es könnte gemeint sein, dass mehrere dieser Kioske nebeneinander stehen.

Fehlendes Auktionshaus bleibt heißes Thema

Über das Handelssystem von The Elder Scrolls Online finden regelmäßig hitzige Diskussionen zwischen den Spielern statt. Während ein Teil nicht versteht, warum es kein Auktionshaus gibt, das einen raschen Überblick über die Ware und ein Finden des kleinesten Preises mit einem Klick ermöglicht, gibt es andere, die mit ihrer Erfahrung in MMO’s dagegenhalten: Ein Mega-Server ließe sich einfach nicht mit einem serverübergreifenden Auktionshaus verbinden. Das mache die Preise kaputt und kein Item sei dann noch etwas Besonderes. Der Ansicht ist offenbar auch Paul Sage, der in einem Interview genau diese Position vertritt.

Es ist unser Ziel, die Ökonomie mehr von Spielern ausgehend zu machen und nicht nur  irgendein System zu bieten, in dem ihr alles finden könnt, was ihr wollt, weil eben so viele Spieler auf dem Megaserver unterwegs sind. In extrem großen Gemeinschaften können auch sehr seltene Gegenstände durch ein Auktionshaus im Übermaß verfügbar werden. Am Ende schadet das nur der „Jagd nach besserer Ausrüstung“ im Spiel.

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