The Division wird Destiny, GTA und Red Dead Redemption studieren – wie ein Schulbuch

Der anstehende MMO-Shooter The Division wird die Vorgänger wie Destiny, GTA oder Red Dead Redemption genau untersuchen, um aus dem Guten zu lernen und die Fehler nicht zu wiederholen.

Ubisofts MMO-Shooter The Division soll noch in diesem Jahr erscheinen. Doch es ist verdächtig ruhig. In einem der seltenen Interviews stand Managing Director David Polfedt in der Mitte des Aprils den Journalisten von craveonline Rede und Antwort.

Studieren und studiert werden

Was man denn von Bungies Destiny lernen könne, wird er gefragt. „Das ist schon unglaublich interessant, sich ein Game wie Destiny anzuschauen oder GTA oder noch früher Red Dead Redemption“, antwortet er. „Die Spiele haben so viele gute Ideen, die es sich zu studieren lohnt. Sie regen uns dazu an, bestimmte Entscheidungen zu hinterfragen. In manchen Fällen haben wir auch Dinge entdeckt, die in unseren Augen Fehler waren und die wir nicht wiederholen wollen. Es ist wie ein Schulbuch. Es ist Stoff, den man von vielen Seiten betrachten kann.“

Polfeldt ist sich sicher, dass eines Tages auch The Division einer gründlichen „Autopsie“ unterzogen werde, wie er sagt.

The Division Artwork

Druck, Ressourcen und vielleicht irgendwann eine TV-Serie

Ansonsten spürt man bei den Entwicklern des skandinavischen Studios Massive deutlich den enormen Erwartungsdruck, der auf dem Studio liegt. Seit der Ankündigung auf der E3 2013 erwarteten die Spieler eine Bombe. Man will sie liefern.

Dazu bedient man sich der weiten Ressourcen von Ubisoft. Wie groß diese Ressourcen und das Wissen sein würden, das man anzapfen können würde, merkte man erst, nachdem man den Deal eingegangen sei: „Du nimmst das Telefon in die Hand und am anderen Ende hebt eine freundliche Stimme in Bukarest oder Shanghai ab.“

So gebe es bei Ubisoft auch eine eigene Abteilung für Motion Pictures, die an Filmen für Splinter Cell oder Assasin’s Creed arbeite. Die Bezüge zwischen der Game-Industrie und dem Filmbereich würden immer deutlicher, sagt Polfeldt. Filme setzten verstärkt auf computergenerierte Effekte; die Gaming-Industrie habe hier das Knowhow. Eines Tages, hofft er, werde man sich über eine Fernsehserie oder einen Film „The Division“ unterhalten.

The Division Screenshot 8

Zum Release und zu New York

The-Division-Winter-Soldier

Bei The Division werde man, erklärt Polfeldt im Interview ebenfalls, nicht versuchen, „New York“ wirklich detailgetreu nachzubilden, sondern die Seele der Stadt einzufangen. In The Division werde man meist zu Fuß unterwegs sein und wenn man im richtigen Leben durch Manhattan laufe (was man getan habe), werde einem klar, wie groß das alles ist und dass sich viele Straßenblöcke ähnelten. Ein solcher Schauplatz wäre für ein Game natürlich nicht ideal, da monoton.

Man habe noch keinen Release-Termin angegeben, so Polfeldt, da man das Spiel erst herausbringen wolle, wenn man sich sicher sei, dass es bereit dafür ist. Den aktuellen Trend, Spiele unfertig auszuliefern, kann er als Gamer nicht nachvollziehen: „Es geht nicht darum, dass wir das Spiel veröffentlichen und nach 8 Stunden ist es vorbei.“ Bei Massive plant man mit den Spielern eine Langzeit-Beziehung einzugehen.

Mein MMO meint: Apropos Langzeit-Beziehung. Im Moment scheint es für viele Spieler noch so zu sein, als warte man darauf, dass eine Unbekannte mit schöner Stimme, die all die richtigen Sachen flötet, ihren Schleier lüftet. Das Flirten mit The Division ist im Moment das Chatten mit einem Blind Date. Die E3 2015 findet vom 16. bis zum 18. Juni in Los Angeles statt. Hier dürften Fans mehr von der vermeintlichen Traumfrau zu sehen bekommen. Endlich.

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