Ein Mann soll langjährigen Freund und Mitbewohner wegen Diablo 2 erschossen haben

In den USA steht ein Mann vor Gericht, weil er einen Freund und Mitbewohner erschossen haben soll. Der Streit entstand aus einem Disput um das Videospiel Diablo 2. Dort hatte eine dritte Person ein Item gestohlen, weil das Spiel nicht passwortgeschützt war. Das spätere Opfer regte sich darüber angeblich auf, ein Streit eskalierte und Schüsse fielen.

Wie lautet die Anklage? Ein 36-jähriger Mann namens Spellman steht im US-Bundesstaat Nevada vor Gericht: Er wird des Mordes zweiten Grades beschuldigt. Er soll einen 34-jährigen Mann, Dickson, erschossen haben, mit dem er seit 26 Jahren befreundet war und der zusammen mit ihm im Hause der Eltern Spellmans lebte.

Es heißt, der Angeklagte haben seinem Freund in den Brustbereich geschossen. Der sei in eine Klinik in Vancouver eingeliefert worden, wo er operiert wurde. Doch er erlag später seinen Wunden.

Der Angeklagte war vorher nicht straffällig geworden. Seine Kaution beträgt jetzt 750.000 $.

Ein Mord zweiten Grades ist im US-Bundesstaat Nevada eine vorsätzliche Tötung ohne Heimtücke. Für einen Mord ersten Grades wäre böswillige Vorbereitung notwendig. Die Regeln, was genau ein Mord zweiten Grades und was ein Mord ersten Grades ist, unterscheiden sich von US-Bundesstaat zu Bundesstaat.

Streit über gestohlenes Item in Diablo 2 eskaliert offenbar

Wie kam es zu dem Streit? Die Polizei hat die Aussagen des Angeklagten aufgenommen. Spellman habe zusammen mit dem späteren Opfer, Dickson, und einer dritten Person Diablo 2 gespielt. Der Angeklagte und das Opfer lebten beide gemeinsam im Anwesen der Eltern des Angeklagten, spielten Diablo 2 aber in unterschiedlichen Räumen und redeten über Headsets miteinander.

Das spätere Opfer wurde offenbar wütend, weil ein zufälliger Spieler das Game betrat und ein Item mitnahm, das sich die drei Spieler noch nicht gesichert hatten. Der Angeklagte sagt: Eigentlich hätte das Spiel durch ein Passwort geschützt sein müssen, um so etwas zu verhindern – das war es aber nicht.

Das spätere Opfer wurde nun wütend und begann zu schreien und den Angeklagten zu beleidigen. Er habe 3 bis 5 Minuten lang rumgeschrien, sagte Spellmann später den Behörden.

Der Angeklagte sagte Dickson, er solle sich beruhigen oder er würde erschossen werden.

Spellman nahm dann seine Waffe, verließ seinen Bereich des Anwesens und ging mit der Waffe in der Hand zum Haupthaus. Auf dem Weg dahin schoss er in die Luft. Im Haupthaus angekommen, traf er auf Dickson, seinen langjährigen Freund, Mitbewohner und Spiel-Kollegen.

Das Opfer „konfrontierte“ Spellman damit, dass er ihm gedroht hatte, ihn zu erschießen: Spellman sagte, Dickson näherte sich ihm, “überbrückte die Distanz” und er schoss dann auf Dickson.

Was sagt der Angeklagte dazu? Es heißt, der Angeklagte wurde gefragt, woher er eigentlich die Waffe habe. Er antwortete: Die läge bei ihm direkt neben dem Computer.

Auf die Frage, warum das so ist, antwortete er: „Warum nicht? Das hier ist Amerika!“

Aus den USA erreichen uns immer wieder Meldungen, bei denen deutlich wird, dass Schusswaffen dort eine ganz andere Rolle im Alltag spielen als bei uns in Deutschland:

16-Jähriger wird erschossen, als er seine Xbox One verkaufen wollte

Quelle(n): Columbian
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