In Starcraft 2 spielt Ihr Ranked bald nicht mehr nur gegen Menschen – Killer-KI unterwegs

In Starcraft 2 werden europäische Spieler in der Rangliste künftig gegen die AlphaStar KI antreten müssen. Die KI hatte zuvor bereits für Furore gesorgt, als sie einige Profis alt aussehen ließ.

Darum geht es: AlphaStar ist eine künstliche Intelligenz (kurz KI) und wird vom Unternehmen DeepMind entwickelt. Für einen Testversuch wird die AlphaStar KI künftig eine geringe Anzahl von Starcraft 2 Ranglistenspielen im europäischen Raum bestreiten.

Der Test soll möglichst anonym stattfinden. Spieler werden also keine Ahnung haben, ob sie ein Match gegen die AlphaStar KI austragen. Aus diesem Grund wird es auch keine näheren Angaben zum Start der Aktion geben.

Die Testergebnis werden zu einem späteren Zeitpunkt in einem wissenschaftlichen Papier zusammen mit Replays präsentiert.

Screenshot aus Star Craft 2

Ist das denn fair?

Für kompetitive Spieler darf sich durchaus die Frage nach der Gerechtigkeit des Tests stellen. Die KI kam bereits Anfang diesen Jahres zum Einsatz und war überaus erfolgreich gegen Profis. Allerdings wohl unter nicht ganz fairen Bedingungen. Die AlphaStar KI klickte in Sprints übermenschlich schnell und präzise.

Für die kommende Testphase wurden einige Anpassungen vorgenommen:

  • Die KI wird ausschließlich in 1vs1 Gefechten zum Einsatz kommen
  • Sie wird gegen alle drei Fraktionen antreten und selbst eine Fraktion davon spielen
  • AlphaStar wird auf der Karte nur das wahrnehmen, was auch visuell sichtbar ist

Die Match Making Ratio (kurz MMR) wird bei Spielen gegen die AlphaStar KI ganz normal berechnet. Es bleibt also abzuwarten, wie die Spieler letztlich darauf reagieren werden.

Artwork von Star Craft 2

Das ist die AlphaStar KI: Die KI wird vom Google Unternehmen DeepMind speziell für Starcraft 2 entwickelt. Starcraft 2 wurde wegen seiner Komplexität als Testobjekt ausgewählt.

Das Verhalten der AlphaStar KI wird durch ein tiefgreifendes neurales Netzwerk generiert. Spieldaten, wie die Anzahl der Spielfeldeinheiten und deren Rechte werden ausgelesen und führen zu einer Reaktion der KI.
Der Lernprozess von Alphastar basiert auf der Imitation von echten Spieleraktionen.

Weltmeister von DOTA 2 haben keine Chance gegen die KI und ihre Schneeball-Taktik
Quelle(n): PCGAMER, deepmind
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LIGHTNING
10 Monate zuvor

Gegen KI spielen war immer das Langweiligste, weshalb man egtl. in jedem Spiel auf nen MP hoffte (besonders in den 90igern, early 2000ern). Es ist quasi immer so, dass sie entweder viel zu schwach agiert (keine Kreativität, vorhersehbare Aktionen, zu langsam) oder man eben einen entscheidenden Vorteil einbaut (unendlich schnelle Reaktionen, Aim wie mit nem Aimbot …).

Ich weiß auch nicht wie ich es fände, wenn sie wirklich eine gescheite menschähnliche KI entwickeln würden. Das wäre doch nur das, was man ohnehin schon hat: echte Menschen als Gegner.

Cryptic Dawn
10 Monate zuvor

Verwechselst du da nicht dumme gescriptete npc gegner mit einer tatsächlichen ki?

Nur weil es ingame heißt „Spiele gegen eine KI“ ist es noch lange keine ki, schon gar nicht in den Neunzigern. ????

LooTerror
LooTerror
10 Monate zuvor

Sehr Interessant nimmt mich jetzt schon wunder wie die Studie Ergebnisse aussehen!

pvpforlife
pvpforlife
10 Monate zuvor

Die Frage ob das Fair ist gegen eine KI anzutreten oder nicht ist eher zweitrangig, viel wichtiger ist doch was das bedeutet für Ranglistenspiele und wie das dannj in Zukunft aussieht. Sinn und Zweck einer Rangliste ist es doch festzustellen wie stark man selbst ist im vergleich zu anderen Menschlichen Spielern. Sollte der Test der KI erfolgreich sein, wer sagt den das in Zukunft nicht ein erheblicher Teil in Ranglistenspielen in verschiedensten Blizzard Games nicht KI Gegner sind? Wenn die KI so gut ist das man nicht merkt gegen eine KI zu spielen, dann könnte ein erheblicher Teil der gespielten Matches gegen eine KI ablaufen. Vorallem in Blizzard Spielen in dennen es nicht genug Spieler gibt oder Ranglistenpositionen die zu wenige Spieler aufweißen wären auf jedenfall davon betroffen. Sollte das wirklich mal in Zukunft ausgeweitet werden oder wenn damit sogar noch andere Firmen anfangen, macht das eine aussagefähige Rangliste ziemlich hinfällig.

Stephan
Stephan
10 Monate zuvor

Ich denke die Entwickler der KI haben größeres vor als irgendwelche Ranglisten in Games zu sabotieren.

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