Weltmeister von DOTA 2 haben keine Chance gegen die KI und ihre Schneeball-Taktik

Eine künstliche Intelligenz des OpenAI-Projektes hat das Pro-Gamer-Team OG in DOTA 2 besiegt. Dafür mussten in dem Spiel aber erst einige Einschränkungen vorgenommen werden.

Wer hat da gegeneinander gekämpft? In einem freundschaftlichen Match am 13. April 2019 ist das Champion-Team OG gegen fünf besondere Bots angetreten.

OG sind sowas wie die amtierenden Weltmeister von DOTA 2. Die haben im August 2018 das International gewonnen. Ein riesiges Turnier mit einem Preisgeld von über 25 Millionen US-Dollar.

Die Bots wurden von der künstlichen Intelligenz gesteuert, die von dem OpenAI-Projekt entwickelt wurde. Das Open-AI-Projekt wurde ursprünglich unter anderem von Tesla-CEO Elon Musk angestoßen.

Eine Demonstration dieser KI gab es schon auf der International 2017, wo sie in 1v1-Matches Pro-Gamer wie Dendi zerlegt hat.

dota 2 international  2018

Für dieses Match hat die KI gelernt DOTA 2 in Teams zu spielen und zeigte in dem „Best-of-three“-Turnier was sie drauf hat.

Welche Strategie setzt die KI ein? Die Bots gewannen das erste Spiel gegen die Pro-Gamer durch den Einsatz mehrerer aggressiver Strategien. Es wird als „Snowballing“ bezeichnet und basiert darauf, dass die ersten Kills im einem Match die Grundlage für den Sieg bilden.

Während die Menschen ihre Verluste ignoriert haben, hat die KI zum Beispiel ihre gefallenen Helden schon früh im Spiel durch die Ausgabe von Ingame-Geld wiederbelebt.

Das gilt normalerweise als ein „Noob-Move“. Greg Brockman, einer der Entwickler von OpenAI, sagte, dass die Menschen eher dazu tendieren längerfristig zu planen und auf „Late Game“ hinzuarbeiten.

Die KI hat sich früh in den Matches durch die Wiederbelebungen der Helden einen Vorteil geholt, durch den sie immer mehr an Boden gewannen.

Auch das zweite Spiel hat die KI für sich entschieden. Sie besiegte Team OG fast doppelt so schnell, wie beim ersten Match.

Das waren die besonderen Bedingungen der Matches: Es waren allerdings besondere Voraussetzungen notwendig, um die Matches gegen die KI zu ermöglichen.

Die Menge der Variablen, also der Kombinationen aus Charakteren, Fähigkeiten, Items, etc., in einem DOTA2-Kampf ist schier unendlich. Um die Rechenkapazität und die Speicherbelastung der KI nicht zu überladen, standen beiden Teams daher nur 17 Helden zur Auswahl.

Außerdem wurde der Spielmodus „Captain’s Draft“ benutzt und die Beschwörungs- und Illusionen-Features deaktiviert.

dota 2 captains draft
So sieht der „Captain’s Draft“-Modus für die Zuschauer eines Matches aus

Wie waren die Reaktionen? Die Jungs von OG nahmen die Niederlage mit Humor. Sie nannten sich #TeamHuman und versprachen auf Twitter in Zukunft stärker zu werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine KI gegen echte Spieler in einem Game gewinnt. Das begann bereits bei Schach und weitete sich auf andere Spiele aus, wie zum Beispiel auch StarCraft 2.

Dennoch waren die Fans und andere Profis von dem Ergebnis überrascht. Der DOTA2-Spieler und KI-Spezialist Mike Cook hat auf Twitter angemerkt:

Es ist interessant sich diese Team-Fights anzuschauen. Wie Menschen und Bots eine Auseinandersetzung eröffnen und wie die Bots darauf antworten (oder es nicht tun). […] Was würden wir hier von den Bots im Idealfall erwarten? Die Strategie der Menschen zu erahnen und darauf zu antworten? In diesem Fall war es weder das eine, noch das andere.

Aber auch bekannte eSports-Analysten wie Rod Breslau haben sich gefragt, wie sich die KIs in Zukunft weiterentwickeln werden.

Selbst Bill Gates hält die Dota-2-Bots für einen „großen Meilenstein“
Quelle(n): Dexerto, Liquidpedia, Greg Brockman Twitter
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Wadu
Wadu
1 Jahr zuvor

Die sollten mal KI gegen KI antreten lassen.

Derio
Derio
1 Jahr zuvor

Interessant wird es doch erst, wenn man soweit ist das keine Einschränkungen mehr notwendig sind.

ParaDox
ParaDox
1 Jahr zuvor

Das Bild von OG ist total veraltet, das Line Up war schon pre The International nicht mehr aktuell.

Irie
Irie
1 Jahr zuvor

Yo, habs fälschlicherweise aus der Quelle übernommen. Ich änder das eben, danke sehr.

manicK
manicK
1 Jahr zuvor

Darum spielen Menschen gegen Menschen.

Menschen machen Fehler.

Franco Panna cottta
Franco Panna cottta
1 Jahr zuvor

KIs ebenfalls. Das sind halt lernende Systeme. Der Unterschied ist, sie lernen sehr viel schneller und können Daten in echtzeit bearbeiten und direkt Lösungen finden. Deswegen reagieren diese schneller.

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