Betrug in deutscher FIFA-18-Szene? – Profi-Spieler wurde suspendiert

Lukas „Sakul“ Vonderheide, E-Sportler in FIFA 18, schoss in der vergangenen FUT Weekend League ein Eigentor gegen seinen Teamkollegen Matthias „STYLO“ Hietsch. Dieses Tor wurde ihm nun zum Verhängnis – die Wörter Betrug und Wettbewerbsverzerrung stehen im Raum.

Damit hatte er wohl nicht gerechnet: „Sakul“, eigentlich schon für den zweiten FUT Champions Cup im April qualifiziert, wird die Reise dorthin nun doch nicht antreten. Der Grund: Ein Eigentor in einem FUT-Champions-Spiel und der daraus folgende Betrugsvorwurf.

„Sakul“ schenkt „STYLO“ den Sieg

Für „Sakul“ ging es um nichts mehr. Er war auf der Xbox bereits für den FUT Champions Cup qualifiziert und spielte auf der PlayStation 4 nur noch der Münzen und Packs wegen.

Anders sah es bei seinem „FOCUS CLAN“-Teamkollegen „STYLO“ aus. Er stand bei 33 Siegen zu zwei Niederlagen und durfte sich keinen Fehltritt mehr erlauben. Drei Niederlagen würden bedeuten, dass er keine Chance mehr auf die Top 64 der FUT Champions Rangliste hätte. Und nur eine solche Top-Platzierung bringt einen zum zweiten FUT Champions-Cup.

Die beiden telefonierten miteinander, als sie durch Zufall in der Weekend League aufeinander trafen. Das Spiel war live auf Lukas Vonderheides Twitch-Kanal zu sehen. Kurz nach dem Anstoß schoss er ein Eigentor und verließ daraufhin das Spiel. Dadurch bekam er eine Niederlage – und sein Gegner und Teamkollege „STYLO“ den Sieg.

„Ich habe ihm nicht gesagt, dass er das machen soll. Mich trifft keine Schuld!“

Auch wenn „STYLO“ die Top 64 trotzdem um fünf Plätze verpasste – im Falle eines Nachrückens nimmt er durch den „manipulierten“ Sieg nun einem anderen Spieler den Platz weg.

Auf BILD-Anfrage berichtet „STYLO“, dass die absichtliche Niederlage nie Inhalt ihres Telefongesprächs war: „Was mein Gegner macht, darauf kann ich keinen Einfluss nehmen. Was Sakul gemacht hat, dazu nehme ich keine Stellung. Ja, da haben wir telefoniert. Aber ich habe auf Sakuls Frage, wie es steht, nur gesagt, ich stehe 33:2. Dann hat er aufgelegt.“

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Auch der Clan der beiden Spieler gab gegenüber sport1 ein Statement ab: „Wir legen viel Wert auf Fairness und Fairplay und sind gegen jegliche Art von Wettbewerbsverzerrung. Dies kommunizieren wir auch klar an unsere Spieler. Zudem sind genau diese Themen Bestandteil unserer Spielerverträge.“

Vonderheide selbst wollte sich nicht äußern, der FOKUS CLAN hat aber ein Statement-Video ihres Profi-Spielers angekündigt.

Sakul für FUT Champions Cup suspendiert

Eine Konsequenz von EA wird man vermutlich nicht erwarten dürfen. Stattdessen handelte der FOKUS CLAN selbst: Die Leitung, die in diesem Fall aus den Spielern selbst besteht, hat beschlossen, dass „Sakul“ nicht mit zum FUT Champions Cup im April fahren wird.

Trotz seiner erfolgreichen Qualifikation über die Xbox bekommt er also keine Chance, das Preisgeld dort zu gewinnen.

Ganz so schlimm ist es aber doch nicht, denn: Der FUT Champions Cup im April ist nur ein weiteres Qualifikationsturnier auf dem Weg zum FIFA e-World-Cup im Sommer. Und diese Hürde hat „Sakul“ bereits im Januar genommen, als er im ersten FUT Champions Cup unter die besten Acht Zocker seiner Konsole gekommen ist.


Nach dem Weekend-League-Betrugsskandal auf der Xbox ist dies schon die zweite negative Schlagzeile innerhalb einer Woche für EA’s wichtigen FUT-Champions-Modus.

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Quelle(n): sport1kicker
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