FIFA 18: Cheaten sich Profis in die Top 100 der Weekend League?

Die Weekend League ist der wichtigste Modus in FIFA 18 Ultimate Team. Seit kurzem ist ein Gerücht im Umlauf, dass viele der Xbox-Spieler einen Trick anwenden, um einfacher in die Top-100 der Rangliste zu kommen.

Seit FIFA 17 gibt es die Weekend League (WL) in FUT. Inzwischen ist sie der wichtigste Online-Modus, in dem die besten FIFA-Spieler um die besten Prämien kämpfen.

Diesen Monat geht es in diesem Wettbewerb sogar um noch mehr als nur um Münzen und Packs: Die Qualifikation für den FIFA-eWorld-Cup im Sommer. Nur die besten 64 Spieler des Monats Februar auf der Xbox One und der PS4 bekommen die Chance, an der FIFA-WM teilzunehmen.

Umso verheerender, dass jetzt angeblich eine neue Cheating-Methode in der Weekend League aufgedeckt wurde.

Was ist das für ein Cheat?

In der Weekend League entscheiden 40 Spiele gegen zufällige, ähnlich starke Gegner über die Platzierung. Spielt ein Profi gegen etwas schwächere Gegner, hat er es einfacher, eine gute Platzierung zu erreichen. Wenn ihm das Matchmaking mehrere starke E-Sportler zuwürfelt, hat er es ungleich schwerer.

Mit einem vermeintlichen Trick wollen einige Spieler dieses zufällige Matchmaking nun austricksen: Mehrere Profis auf der Xbox haben angefangen, starke Spieler zu blockieren. Dies geht über das Menü, wenn man den Gamertag der Gegner weiß. Denn: Sie glauben, dass durch den Block die Wahrscheinlichkeit, gegen den Spieler antreten zu müssen, geringer wird.

Machen sie dies nun mit allen bekannten Profis und regelmäßigen Top-100-Spielern, treffen sie nur noch auf schwächere Spieler. Damit ist die Chance, ungeschlagen durch die Weekend League zu kommen, viel höher. Und eine 40:0 Bewertung bringt die Qualifikation für die FIFA-WM ein gutes Stück näher.

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Was ist an diesem „Cheat“ dran? Ob das Blocken eines Spielers wirklich verhindert, gegen ihn zu spielen, ist unklar und lässt sich nur schwer testen. Der Trick soll nur auf der Xbox, nicht auf der Playstation funktionieren.

Auch wenn es keine eindeutigen Beweise gibt, ein auffälliges Indiz ist die gestiegene Anzahl der Spieler, die letztes Wochenende 40 Siege aus 40 Spielen erreichten. 27 waren es an der Zahl, normalerweise sind es nur gut die Hälfte.

Schwere Anschuldigungen gegen bekannte FIFA-Profis

Gegenüber Sport1 verriet der italienische FIFA-eSportler Gabry, dass ein Großteil der französischen und amerikanischen Profis diesen Cheat verwenden würde. Unter anderem Lucas „DaXe“ Cuillerier von Paris Saint-German.

Der Gladbacher Michael „Phenomeno“ Gherman wagte den Test und stellte fest: Die Top 3 der Xbox-Rangliste im Monat Februar hatten ihn auf der Blockierliste. Darunter war mit David „DHoudek“ Houdek auch ein Deutscher.

Die Blocker ernten jetzt Kritik von allen Seiten. Wolfsburgs „SaLz0r“ meint: „Das sind einfach keine Profis“. „MoAubameyang“ geht sogar noch einen Schritt weiter:

AA9skillz verteidigt sich

Viele FIFA-Gamer testen nun, ob sie von aktuellen Top-100-Spielern geblockt wurden. Und siehe da – ein reddit-User, der regelmäßig in die Top 100 kommt, stellte fest, dass er von dem bekannten Streamer AA9Skillz blockiert wurde.

AA9skillz, der diesbezüglich auf Twitter mit vielen Posts konfrontiert wurde, lud daraufhin dieses Video hoch:

Seine Aussage kurz zusammengefasst: Nein, ich habe den „Blocking-Cheat“ nicht benutzt, ich habe vor kurzem erst von diesem Trick erfahren, aber jetzt fange ich auch damit an, ihn zu benutzen.

EA kündigt Überprüfung an

Gegenüber Sport1 bestätigte EA bereits, sich mit dem Problem befassen zu wollen. Wie die Reaktion ausfallen wird und ob die „Betrüger“ bestraft werden, ist unklar. Kommt allerdings ans Licht, dass der Trick funktioniert, würde dies einen Schatten auf die Qualifikation für den eWorld-Cup werfen.

Noch ist aber nicht bewiesen, dass der Trick zuverlässig funktioniert. Fakt ist trotzdem, viele Top-100-Spieler wenden ihn an. Man darf gespannt auf das Statement von EA sein.

Der „Blocking-Cheat“ ist nicht die einzige negative Schlagzeile für FUT 18. Der FIFA Weltmeister von 2017 pausiert seine Karriere, da er das Spiel inzwischen hasst.

Autor(in)
Quelle(n): sport1
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