Menschen, die schreiben statt Sprachnachrichten zu senden, haben laut Psychologie 4 auffällige Merkmale

Frau mit Handy von Daiji Umemoto pexels

Bevorzugt ihr bei WhatsApp und Co. eher Text- oder Sprachnachrichten? Die Psychologie erklärt, was diese Wahl über eure Persönlichkeit verraten kann.

Beim Titelbild handelt es sich um ein Symboldbild von Daiji Umemoto auf Pexels.

Text- oder Sprachnachrichten? Auf den ersten Blick klingt das nach einer Frage von persönlichen Vorlieben oder eine Wahl, die man mit Blick auf den hektischen Alltag trifft. Laut Psychologie-Experten kann aber sehr viel mehr dahinterstecken.

Laut der American Psychological Association (via purepeople.com) streben Menschen, die der Textkommunikation den Vorrang geben, nach Kontrolle, innerer Konsistenz und emotionaler Klarheit. Sie meiden den Kontakt mit anderen zwar nicht, wählen jedoch einen Kanal, auf dem sie sich ohne Improvisation ausdrücken können, indem sie sowohl den Inhalt als auch die Wirkung der Nachricht sorgfältig abwägen.

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Text oder Sprachnachricht … das sagt was aus

Welche 4 Merkmale lassen sich daraus ableiten? Ganz konkret sollen sich 4 auffällige Merkmale bei Menschen widerspiegeln, die sich eher für Textnachrichten entscheiden:

  1. Introvertierte Menschen, bei denen die Präferenz fürs Schreiben weit verbreitet sei. Durch das Verfassen eines Textes können sie ihre emotionale Energie vorsichtiger managen, das eigene Tempo für die Kommunikation vorlegen und den Druck minimieren.
  2. Reflektierende Menschen neigen dazu, sorgfältig zu analysieren, was sie kommunizieren wollen, bevor sie eine Antwort senden. Durch das Schreiben können sie ihre Gedanken ordnen, Argumente überprüfen und sicherstellen, dass die Botschaft ihre Absichten korrekt widerspiegelt.
  3. Unabhängige und selbstständige Menschen schätzen Autonomie und … ihr ahnt es … Unabhängigkeit. Die Entscheidung für den Text kann das unterstützen, weil man selbst bestimmt, wann man was und in welcher Form absendet. Man gibt sich mehr Zeit, die eigene Meinung zu formulieren.
  4. Menschen mit hoher Empathie machen sich häufig Gedanken darüber, wie andere auf ihre Worte reagieren. Eine schriftliche Kommunikation bietet die Möglichkeit, den Ton des Gesprächs anzupassen, Missverständnisse zu vermeiden und Emotionen sorgfältiger zu vermitteln. Sie überlegen genau, wie die eigene Botschaft beim Gegenüber ankommen soll und wie sie potenzielles Unbehagen vermeiden können.

Um diese Merkmale, und wie sich diese häufig im Verhalten von Menschen äußern, geht es auch beim psychologischen Modell der Big Five (Quelle: Wikipedia). Laut dieses Modells lässt sich jeder Mensch auf insgesamt 5 Skalen einordnen: Aufgeschlosenheit/Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion/Geselligkeit, Verträglichkeit/Empathie und Neurotizismus/emotionale Verletzlichkeit.

Wo seht ihr euch stark ausgeprägt? Nutzt ihr bevorzugt Sprach- oder Textnachrichten? Verratet es uns gern in den Kommentaren! Übrigens warnen Psychologen derzeit, dass es schlecht für die kognitiven Fähigkeiten sei, vor allem mit Laptop und Tablet zu lernen: Die Generation Z ist die erste Generation, deren geistige Leistung hinter denen ihrer Eltern zurückbleibt

Kommentare

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seska1973
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esmeraldv

An meine „schlauen“ Vorredner:

Ist euch bewusst, dass es immer Ausnahmen gibt? Dass die Grundlage auf einer Umfrage/Studie/Verhaltensforschung basiert?
Das ganze mit simplen Worten als „bullshit“ abstempeln – parallel mit Rechtschreibfehlern glänzen?

WOW! 👏🏿👏🏿👏🏿

dh25

ACK – Natuerlich gibt es immer auch andere Gruende fuer Textnachrichten. Beruflich ist es einfacher, kurz einen Text in der History nach relevanten Informationen zu durchsuchen, als dutzende Sprachnachrichten nochmal durchzuhoeren. Auch ADHS kann ein Grund sein: 10 Minuten ner Sprachnachricht zuhoeren ist aetzend.
Oder man ist einfach Paranoid, wie einer der Vorredner 😀

Zuletzt bearbeitet vor 11 Tagen von dh25
5kullCOD
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5kullCOD
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Zuletzt bearbeitet vor 11 Tagen von
Gummipuppe

Ich teile auch nicht die Ansicht des Psychologen. Sprachnachrichten sind meistens einseitige Monologe, arten aus und halte mich von anderen Dingen ab. Wenn diese teilweise 5-10 Minuten dauern, weiss ich oft nicht mehr, was mein Gegenüber am Anfang gesagt hat und kann nur unzureichend darauf reagieren. 1-2 minütige sind okay, viele davon hätte man aber auch in einer Kurznachricht, in ein, zwei Sätzen zusammenfassen können. Wenn mir Freunde, Bekannte lange Sprachnachrichten schicken, rufe ich meistens, wenn es zeitlich passt, zurück und sage bitte nochmal, keine Lust mir das jetzt 6-7 Minuten anzuhören. Finde es inzwischen tatsächlich eine Unsitte und Zeitverschwendung der Mitmenschen, ohne das ich Angst davor habe, verbal danebenzu greifen. Defacto, es nervt! 😋

hobbes2512

Nun, das ist die Analyse und Schlussfolgerung von Psychologen mit ihrer Sicht auf ihren Kompetenzbereich. Der beschränkende Tellerrand bei dieser Sicht ist sehr nah. Denn es wird von der Grundannahme ausgegangen, dass die (Nicht)Verwendung von Sprachnachrichten nur psychologische Gründe haben kann.

Ich persönlich nutze in Messengern keinerlei Sprachnachrichten und die Gründe dafür sind ganz andere.

Privatsphäre
Ich möchte nicht, dass Umstehende den Inhalt meiner Kommunikation mitbekommen.

Persönlichkeitsschutz
Ich möchte nicht, dass die Messenger-Anbieter (oder noch schlimmer: Dritte) Proben meiner Stimme bekommen, um diese Proben zum KI-Training zu nutzen oder gar Audios mit meiner Stimme zu erzeugen.

Nachvollziehbarkeit und Recherche
Textnachrichten kann ich in einem Nachrichtenverlauf stichpunktartig überfliegen oder ich kann sie sogar gezielt durchsuchen.

Effizient
Wie sehen typische Sprachnachrichten aus, die ich bekomme: ein bis zwei Minuten lang und der Inhalt lässt sich in einem oder zwei Sätzen zusammenfassen.

Ein schönes Wochenende
Hobbes

Nyx

This. Der letzte Satz den unterstreichen wir mal gleich dreimal. Die Information in Sprachnachrichten wird meistens soweit ausgeholt das es mehrere Minuten Gelaber sind bevor die Person zum Punkt kommt. Das regt mich schon in normalen Gesprächen immer auf.

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