YouTuber erklärt, warum viele moderne Filme schlechter aussehen als früher, obwohl die Technik besser wird

YouTuber erklärt, warum viele moderne Filme schlechter aussehen als früher, obwohl die Technik besser wird

Modernen Blockbustern wird oft nachgesagt, sie sähen schlechter aus als alte Filme. In einem Video erklärt ein YouTuber, woran das liegen könnte und was alte Filme wahrscheinlich besser gemacht haben, obwohl die Technik eigentlich besser wird.

Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Version des Artikels hieß es, Sieben wäre digital gedreht worden, das war aber ein Fehler und wurde korrigiert.

Vielen modernen Filmen wird gerne mal vorgeworfen, dass sie nicht so gut aussehen. Das ist eigentlich ein ziemlich absurder Vorwurf, wenn man bedenkt, dass die Technik mit der Zeit immer besser wurde. In unregelmäßigen Threads, wie beispielsweise auf reddit, wird gerne darüber diskutiert.

Ein YouTuber erklärt in einem neuen Video, woran das liegt und warum die technische Weiterentwicklung von Digitalkameras damit zu tun hat.

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Tarantino ist ein Regisseur, der es hasst, mit digitalen Kameras zu drehen

Das Problem liegt an zu wenigen Kontrasten

Wo liegt das Problem an heutigen Filmen? Auf seinem YouTube-Kanal spricht Patrick Tomasso regelmäßig über Filme, dabei insbesondere über Kameras und den Look. In einem neuen Video (via YouTube) hat er sich die Frage gestellt, ob heutzutage Filme schlechter aussehen als damals.

Er erklärt, dass mit der Zeit Digitalkameras einen immer größeren Dynamikumfang durch technische Entwicklung erreicht haben. Der Dynamikumfang bezeichnet die Fähigkeit, Tonwerte eines Bildes einzufangen und bei der Aufnahme darstellen zu können. Sprich, je höher der Dynamikumfang, desto mehr Details kann man im Bild sehen.

Hierbei sieht er die verbesserte Technik aber als großes Problem: Nur weil man alles sehen kann, heißt es nicht, dass man es sollte. Ältere Filme haben Kontraste, obwohl sie meist auf Film (also Kameras, die auf Bändern aufnehmen) gedreht sind und damit auch einen hohen Dynamikumfang haben.

Das Video von Patrick Tomasso könnt ihr hier sehen:

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Es fehlt die Intention

Warum sind Kontraste so wichtig? Durch vorhandene Schatten und dunkle Stellen können bestimmte Bereiche einer Szene durch Licht hervorgehoben werden. Als Beispiel nennt er die Komödie Superbad. Die Kamera des Films hatte einen niedrigen Dynamikumfang, aber der Film hat laut ihm einen tollen Kontrast und ein tolles Produktions- und Kostüm-Design.

All diese bewussten Entscheidungen sorgen dafür, dass die Szenen so gut aussehen. Bei vielen moderneren Produktionen fehlen diese Entscheidungen, weil sie in der Post-Produktion getroffen werden. Lichtsetzung und die Position der Kamera sind egal, wenn man mit unzähligen Kameras und Greenscreens arbeitet.

Das sorgt laut Tomasso dafür, dass Filme einen faden Look bekommen. Dabei ist es auch egal, ob eine Szene digital oder auf Film gedreht wird. Ältere Filme und Klassiker sehen gut aus, weil man eben auf die Kontraste der hellen und dunklen Stellen in Szenen gesetzt hat. Wie ein Bild, das bewusst gemalt wird.

Tomasso ist aber auch der Meinung, dass das Talent und Können dazu langsam verloren gehen. Er nennt David Fincher als Beispiel, der mit Sieben einen tollen Film mit kontrastreichen Szenen gefilmt hat. Spätere Filme wie The Killer könne man wegen des Looks aber kritisieren.

Ist alles heutzutage schlecht? Nein. Auch früher gab es Filme, die schlecht aussahen, so wie es heute viele Filme gibt, die auch mit Tomassos Kriterien gut aussehen und Kontraste nutzen. Filmemacher wie Christopher Nolan (Oppenheimer), Denis Villeneuve (Dune) oder Matt Reeves (The Batman) haben tolle Szenen geschaffen. Kameraleute wie Roger Deakins zeigen in Blade Runner 2049, dass auch moderne Filme fantastisch aussehen können.

Aber die Nutzung von CGI und Greenscreens ist natürlich günstiger und mit weniger Aufwand beim Dreh verbunden. Wenn man alles perfekt ausleuchtet und aus jedem Winkel dreht, kann man weniger Fehler machen. Einen wirklich toll gedrehten Film findet ihr hier: Vor Parasite machte der Regisseur ein Meisterwerk über ein wahres Verbrechen aus Südkorea

Quelle(n): YouTube, thedarkroom.com
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Saimn

“Er nennt David Fincher als Beispiel, der mit Sieben einen tollen Film mit digitaler Kamera gefilmt hat.”

Das ist halt völliger Quatsch. Se7en wurde selbstverständlich auf Film gedreht.
Alleine die Tatsache, dass der Film von 1995 ist, lässt darauf schliessen.

Saimn

Kein Problem.
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