Pokémon GO: Russischer Minister vermutet, US-Geheimdienst steckt hinter App

Die ganze Welt ist im Pokémon-Fieber. Die ganze Welt? Nein, in Russland beäugen Teile der politischen Elite das Ganze kritisch.

Plant die CIA da was?

So vermutet der Kommunikationsminister von Russland, Nikolai Nikiforow, hinter der Pokémon App sinistre Absichten US-amerikanischer Geheimdienste.

Russischer Minister für Telekommunikation
Quelle. Wikipedia

Er unterstützt zwar kein Verbot des Spiels, vermutet aber, dass Geheimdienste zu der App beigetragen haben könnten. Der Minister glaubt, dahinter könne die Absicht stecken, Informationen zu sammeln, wo sich Menschen rund um den Erdball aufhielten. Das schreibt die Moscow Times.

… oder ist es doch der Teufel?

Ein anderer Politiker aus dem russischen Parlament, Frants Kilntesevich, sieht mit Pokémon GO die Ankunft des Teufels gekommen. Und das zehre an der Moral des Landes. Wenn’s nach ihm ginge, würde man einschränkende Maßnahmen erlassen, um Spieler davor zu behüten, unter den korrumpierenden Einfluss von Pokémon zu fallen.

Das glaubt auch der Leiter einer ultrakonservativen Gruppe aus St. Petersburg. Andrei Polyakov sagt: „Wir müssen die Menschen aus dieser virtuellen Welt herausführen. Das riecht nach Satans Werk.“

Diese Gruppe tritt für ein Verbot von Pokémon GO in Russland ein. Man will Verbraucherschutzgruppen auf Pokémon GO anzusetzen, um zu überprüfen, welche vielleicht schädlichen Auswirkungen die App hat. Man will sich auch ans Kartellamt wenden und an Apple.

pokemon-go-pokeball
Banken, Spielentwickler und das Volk reagieren wie im Westen

Dem „Augmented Reality“-System ist man derweil in Russland nicht abgeneigt. Der russische Technologie-und-Kommunikationsriese Mail.ru kann den Erfolg von Pokémon GO durchaus anerkennen, registriert den Nostalgie-Faktor hinter Pokémon als Erfolgsgeheimnis. Und man glaubt bei Mail.Ru, dass mit der Technik in Zukunft einiges möglich sei.

Russische Banken nutzen den Poké-Hype für eigene Zwecke, sie eröffnen Pokestops bei ihren Filialen und bieten Spielern eine Unfallversicherung an.

Und die Google-Anfragen in Russland seien auch gewaltig, wie es heißt. Seit Pokémon GO wurden 50mal mehr Anfragen zu Pokémon gestellt als bei Pokémon-Themen in den letzten Jahren.

Das russische Volk spielt also.

Ich hab Iwan den Schrecklichen gefangen!

Auch die Politik scheint dem Prinzip des Spiels nicht völlig abgeneigt zu sein. So soll die Stadtregierung von Moskau schon eine eigene App entwickeln, die Ende August in Moskau erscheinen soll. Mit der App werden die Spieler keine Pokémon fangen, sondern Figuren aus der Geschichte Russlands wie Ivan der Schreckliche, Peter der Große oder Napoleon.


Das Titelbild zum Artikel stammt aus der Moscow Times.

Quelle(n): moscowtimes, kotaku, foreignpolicy
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Bodicore

Nein die App ist sauber der Geheimdienst steckt im Telefon 🙂

TheViso

Iwan den Schrecklichen würde ich auch fangen wollen. Der müsste dann beim Kreml zu finden sein, oder?

Alastor Lakiska Lines

Wie oft muss ich es noch sagen? Pokemon Go ist Skynet! Warum hört mir niemand zu? Das ist kein Scherz. Im Oktober werden die Führer der Welt gleichzeitig auf die Knöpfe zum Start der Atom-Raketen schlagen, weil sie ein Ditto fangen wollten und dann begann Judgement Day.

Alzucard

Okay Okay Verschwörungstheorien off humor an.
Pokemon Go ist nicht Skynet es ist Manuel Neuer

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