Overwatch: Blizzards Shooter für alle, die keine Shooter mögen

Blizzards neues Projekt Overwatch, ein Team-Shooter, ist im Moment in der Alpha. Nun tauchen erste Berichte auf.

Die PC Gamer erzählt von ihrem Trip in die Welt von Overwatch. Es bestätigt sich der Eindruck, den man vom Game auf der Blizzcon erhielt: Es soll ein Shooter sein für alle, die gar keine Shooter mögen.

So wie Blizzard mit Hearthstone eine zugänglichere Version von Magic: The Gathering und mit World of Warcraft eine leichter bekömmliche Variante von Everquest schuf, will man sich nun ein neues Genre vorknöpfen und die bekannten Design-Prinzipien anwenden. Die Designer von Blizzard möchten das den Team-Shooter einer breiteren Spielerschaft schmackhaft machen.

Im Vordergrund stehe es, die „Hässlichkeit“ und das „Fiese“ aus dem Genre zu kriegen, wird Blizzards Kreativposten Chris Metzen zitiert. Jeder solle das Gefühl haben, etwas zum Sieg beitragen zu können, ohne das Gefühl zu erhalten, es total vermasselt zu haben. Es soll ein positives Erlebnis werden. Ein Erlebnis für jeden. Niemals dürfe so etwas wie das Kill/Death-Verhältnis zählen.

Overwatch Zenyatta

Dem Shooter-Genre will man sich mit Demut nähern. Man weiß, wie sehr die PC-Gamer es lieben.

Overwatch: Design-Ziele und Ideen

  • Overwatch soll zugänglich sein, so dass Spieler gleich durchstarten können.
  • Es soll verrückt, überzeichnet und hoch-stilisiert werden. Man startete die Präsentation immerhin mit Winston, einem sprechenden Affen. Die Charaktere sind häufig „Klischees“, popkulturelle Protoypen, und entsprechend designet: Der Cyborg, der Samurai, der Typ im Raketenanzug, der moderne Ritter.
  • Die Schlachtfelder sind ebenfalls „übertriebene Darstellungen“ von bekannten Gegenden unserer Erde: In London gibt es den typischen roten Doppeldecker-Bus, in Ägypten die Sphix und hundeköpfige Anubis-Statuen, in Japan die Kirschblüten. Insgesamt erinnerten den Tester diese Design-Idee etwas an Street Fighter.
  • Dabei will man nicht brutal oder fies sein, sondern positive Charaktere darstellen in einem Kampf, ohne dass Blut vergossen wird. Mit humorvollen Sprüchen und einer farbenfrohen Ästhetik.
  • Die längste Kill-Streak im Spiel wird als „Play of the Game“ nach dem Ende des Matches allen nochmal als Video gezeigt.
  • Das Game soll spektakulär werden und die einzelnen Kombinationen der Figuren sollen Synergie-Effekte möglich machen: So bietet es sich im Payload-Modus (von Team Fortress 2 abgeschaut) etwa an, auf die zu beschützende Lore ein Geschütz zu setzen und das dann von einem anderen Helden durch eine Bubble schützen zu lassen: Voilá. Ein fahrender, gepanzerter Geschützturm.
  • Wie bei Hearthstone sollen Spieler am Ende eines Matches Geschichten darüber erzählen können.
  • Laut Blizzard biete sich das Spiel als eSport an, das müsse aber die Community entscheiden. Man will auf jeden Fall dafür sorgen, dass es Spaß macht, bei einer Partie zuzusehen.
Overwatch Hanzo Screenshot

Im Moment fehle dem Spiel, so der Tester, noch viel Feintuning und Balance. Gerade der Einsatz verschiedener Waffe fühlte sich nicht immer zufriedenstellend an. Auch die Lags kosteten so einiges an Spielgefühl. Hier sei  eine Menge bis zum Start der Beta in 2015 zu erledigen.

Das weiß man bei Blizzard auch. Wie Chris Metzen sagt, habe man jahrelange Erfahrung im Design von Multiplayer-PvP-Titeln, nur bei den Shootern sei es eben der erste.

Einen Release-Termin von Overwatch gibt es noch nicht.


Mehr zu Overwatch findet Ihr auf unserer Themenseite.

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