Ist Overwatch ein „selbstloses Spiel, gezockt von Egoisten“?

Sind in Overwatch zu viele Egoisten unterwegs? Oder erlaubt der Kauf des Spiels jedes „asoziale“ Verhalten?

Im offiziellen Forum hat der Nutzer mit dem kryptischen Namen BT160506 einen recht langen Text zu Overwatch und den Problemen seiner Community geschrieben. Auf Reddit bekam der Post mehr als 3500 Upvotes und auch im offiziellen Forum bekam er hunderte Zusprüche.

Dem Post nach leidet Overwatch vor allem an einer Problematik: Overwatch ist ein Spiel, das selbstloses Verhalten fordert, aber von Egoisten gespielt wird. Das funktioniert nur, wenn man die eigenen Bedürfnisse ein bisschen nach hinten stellt und versucht, die beste Entscheidung für das Team zu treffen. Overwatch ist einfach kein Battlefield, bei dem Teams aus 64 Spielern gegeneinander kämpfen und die eigene Auswahl des Charakters nur minimalen Einfluss hat.Overwatch Soldier Reinhardt Memefaces

Generell gibt es zwei Gruppen von Spielern:

  • Gruppe A will das Spiel so spielen, wie es entwickelt und geplant wurde: Man arbeitet als Team, achtet auf die Kommunikation und die Zusammenstellung. Man arbeitet daran, sich zu verbessern und mehr zu gewinnen. Diese Gruppe akzeptiert es auch nicht, wenn man einen Helden spielt, der gerade nicht in „der Meta“ ist.
  • Gruppe B vertritt eine hedonistische Ansicht: Man hat für das Spiel gezahlt, also kann man auch in jedem Modus Spaß haben, selbst wenn alle anderen darunter leiden. Sie interessiert nicht der Sieg als Gruppe sondern nur der Spaß. Sie wechseln ihren Helden nicht, auch dann, wenn es offensichtlich ist, dass er durchgehend gekontert wird.

Doch keine Seite davon ist „die Gute“. Beide Gruppen sind „verdammt toxisch“. Gruppe A ist zu ernst und Gruppe B interessiert sich gar nicht für den Sieg.

Das Problem hier ist, dass beide Gruppen zusammen spielen.Overwatch Dva Aufstand Highlight Intro

Echtes Matchmaking beurteilt auch die Persönlichkeiten

Laut BT160506 braucht es aber noch deutlich mehr, um ein wirklich solides Matchmaking zu erzeugen. Denn dann müssten noch viel mehr Faktoren berücksichtigt werden:

„Ohne ein geeignetes LFG-System versucht der Matchmaker in Overwatch die Partien auf Basis eines verstecken MMR zu erstellen. Ein echtes Teamspiel muss nicht nur den Skill der Spieler bedenken, sondern auch ihre Persönlichkeiten, ihre Flexibilität bei der Heldenwahl und ihre Einschränkungen.

Doch noch weitere Berechnungen sollten Einfluss auf den Matchmaker nehmen. So hält er es etwa für untragbar, dass Kinder mit Erwachsenen zusammen spielen, weil das Probleme mit sich bringt:

Selbst das Alter sollte ein Faktor sein, denn – und das ist nur meine persönliche Meinung – Kinder sollten nicht mit Erwachsenen zusammengewürfelt werden. Kinder haben Sperrstunden, Hausaufgaben, Abendessen und wenn ihre Eltern rufen, dann müssen sie sofort aufhören und gehen. Das passiert im gewerteten Modus ständig, denn die meisten Kinder besitzen noch keine Fähigkeiten für das Zeitmanagement. So lange Gruppe A und B gezwungen sind, zusammen zu spielen, wird dieses Chaos weiterbestehen und die Community von Overwatch wird immer gespalten sein und endlos diskutieren.“

Er schließt seinen Beitrag mit der Anmerkung ab, dass „Overwatch es wohl nicht schaffen wird, Selbstlosigkeit in seine Spieler zu patchen“.

Oder wie es ein paar Kommentare weiter heißt: „In Overwatch geht es nicht mehr darum, das beste Team zu sein. Es geht nur noch darum, nicht das schlechteste Teammitglied zu haben.“overwatch-sombra-title

Könnt ihr dieser Meinung zustimmen? Oder ist das einfach ein generelles Problem von Online-Spielen? Wie sind eure Erfahrungen?


Für „Egoisten“ könnte es bald den passenden Spielmodus in Overwatch geben. Deathmatch braucht keine Rücksicht aufs Team!

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Quelle(n): reddit.com/r/overwatch/us.battle.net/forums/
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