„Das Meldesystem ist ein Witz“ – „Noch“, meint der Overwatch-Chef

Das Meldesystem von Overwatch schlägt vielen Spielern sauer auf. Und Jeff Kaplan gesteht: Da ist viel Raum für Verbesserung.

Vor einigen Tagen haben sich die meisten Spieler von Overwatch prächtig darüber amüsiert, als der Game Director Jeff Kaplan einen besonders dreisten Spieler entlarvte. Dieser behauptete, zu Unrecht gebannt worden zu sein, woraufhin Kaplan ihm dann genau auflistete, wie viele Vergehen er begangen hatte. Mehr als 2000 Meldungen hatte der Account erhalten.

Doch das Amüsement hielt nicht besonders lange vor. Denn es zeigte auch einige unübersehbare Fehler des Melde-Systems auf. Wie kann es sein, dass ein Spieler mit 2247 gemeldeten Beschwerden überhaupt noch spielen kann? Wieso wird jemandem, der 384 Tage mit einer Stille-Strafe belegt wurde, nicht komplett der Spielzugang gestrichen?Overwatch Mei Jigsaw

Keiner hat Angst vor einer Meldung

Das haben auch einige Spieler im Forum bemerkt und ein paar Kritikpunkte am Melde-System gebracht.

  • Keiner fürchtet das Melde-System. Wer über 2000 Mal gemeldet wurde und zum dritten Mal eine Sperre von nur einer Woche erhält, der hat auch keinen Respekt vor dem System.
  • Wenn „so jemand“, der angeblich einer der schlimmsten Accounts überhaupt ist, nur eine so lasche Strafe bekommt, dann heißt das im Umkehrschluss, dass alle anderen noch geringere bis gar keine Strafen erhalten.

Jeff Kaplan nahm sich erneut die Zeit, um darauf im Forum einzugehen – und gab den Kritikern recht.

Das aktuelle System sei alles andere als perfekt und man arbeite schwer daran, es zu verbessern. Die Strafen werden in Zukunft deutlich härter ausfallen und in den nächsten Tagen kann man bereits mit einem „Developer Update“-Video rechnen, das genauer auf die Änderungen eingeht.Overwatch Jeff Kaplan Game Director

Meldesystem ist ein wichtiges Feature

Das Melde-System ist langfristig eines der wichtigsten Features, um den Spaß für einen großen Teil der Community zu erhalten. Deshalb gibt es sowohl kurz-, mittel- und langfristige Pläne, um das System zu verbessern.

  • Kurzfristig: Die Strafen werden verstärkt und Spielsperren häufiger verhängt. Wiederholungstäter müssen mit härteren Strafen rechnen. Außerdem sollen Spieler über Mail benachrichtigt werden, wenn ein gemeldeter Spieler sanktioniert wurde.
  • Mittelfristig: Wer in mehreren Saison gesperrt wurde, wird permanent für den gewerteten Spielmodus und irgendwann auch aus dem Quickmatch gebannt. Außerdem wird jede Form der Skillrating-Manipulation (wie Boosting oder absichtliches Aufgeben) härter geahndet. Dazu kommen neue Systeme, die solch ein Verhalten (auch) automatisiert erkennen sollen.
  • Langfristig: Spieler sollen InGame benachrichtigt werden, wenn ein von ihnen gemeldeter Spieler sanktioniert wird. Man will Systeme schaffen, die „positive Spieler belohnen“. Die Entwickler stört es, dass sie so viel Zeit darauf verwenden müssen, eine störende Minderheit in Schach zu halten, anstatt die positive Mehrheit zu belohnen.

Letzten Endes sind toxische Spieler aber nicht nur ein Problem der Entwickler, sondern auch der ganzen Community. Das kann man nur in den Griff bekommen, wenn man zusammenarbeitet. So schließt er mit dem Satz ab:

„Wir arbeiten hart daran, Änderungen zu bewirken. Ich hoffe, dass ihr das auch tut.“


Habt ihr schon den neuen Patch 1.14 (PC) bzw. 2.18 (Xbox One, PS4) gezockt? Das hat sich alles geändert!

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Quelle(n): us.battle.net/forums/en/
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