Overwatch League – Floppt die Liga wegen Blizzards überzogenen Preisen?

Scheitert die Overwatch League schon im Aufbau? Viele Teams scheuen die hohen Kosten, vor die Blizzard sie stellt.

Auf der BlizzCon 2016 hatten die Entwickler von Overwatch das Projekt „Overwatch League“ vorgestellt. Dies sollte, wie die ESL, eine Liga für eSportler sein, die ihr Leben Overwatch widmen wollen. Spieler würden hier unter Vertrag genommen, hätten ein festes Einkommen und würden Vergütungen erhalten, wenn sie an Turnieren teilnehmen und das Team Preise abräumen. In einem Vorschauvideo hatte Blizzard das Konzept genauer erklärt.

Eigentlich soll es bereits in diesem Herbst mit der Liga losgehen, doch das steht jetzt wohl auf der Kippe. Wie ESPN und Kotaku berichten, haben sich bereits mehrere große eSport-Teams gegen einen Beitritt in die Liga entschieden und ihre Teams abgebaut. Darunter fallen die Teams von compLexity, Team SoloMid, Red Reserve, Denial Esports und Reunited.

Als Begründung gibt man an, dass die Eintrittskosten in die Liga unerwartet hoch seien. Je nach Standort, so heißt es, läge der Preis zwischen 15 Millionen und 25 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Bei League of Legends, einem eSport-Titel, der sich längst etabliert hat, liegen die Kosten „nur“ bei knapp 1,8 Millionen US-Dollar.

Dazu kommen „unerwartet schlechte Vertragsbedingungen“, denn Partner würden frühestens 2021 an den Gewinnen beteiligt und das auch nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien.

Generell gibt es auch große Bedenken, ob Overwatch überhaupt massentauglich für ein großes Publikum ist. Vor allem die mangelhaften Zuschaueroptionen sind für viele noch ein schlechter Witz. Bevor Blizzard hier nicht zeigt, dass sie einen soliden Spectator-Modus anbieten können, wollen viele überhaupt nicht genauer über das Thema nachdenken.overwatch-sombra-shot

Blizzard hat auf eine Anfrage von Kotaku reagiert:

„Zuerst wollen wir klarstellen, dass es unser oberstes Ziel ist, ein spannendes eSports-Ökosystem für Overwatch zu erstellen, bei dem die Overwatch League die Spitze des Eisbergs sein wird. Sie soll für eine breite Masse zugänglich sein und sowohl nachhaltig als auch lohnend für alle Beteiligten sein.“

Gegen ein paar Gerüchte wehrt man sich, auch wenn Blizzard keine Namen nennt:

„Wir würden gerne einige Gerüchte zerstreuen, dass wir nicht auf die bestehenden Systeme Rücksicht nehmen. Jeder, der Blizzard kennt, weiß genau, wie sehr wir uns um unsere Communities kümmern.

Die Liga ist auf den besten Elementen von bestehenden eSport-Systemen und traditionellem Sport gebaut und wir sind im Gespräch mit vielen Teams und Besitzern von beiden Seiten, denn es braucht viele Leute, um ein Projekt von solcher Größe zu stemmen. Diese Gespräche verlaufen gut und es gibt viel Eifer rund um unseren ambitionierten Plan.“Overwatch Eidgenossin Mercy

Wie viel Wahrheit an beiden Seiten dran ist, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Letztendlich bleibt wohl abzuwarten, ob die Overwatch-League im Herbst wirklich starten kann.


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Quelle(n): espn.comkotaku.com
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