MMORPG ESO schmeißt Twitch-Streamer raus – Das steckt dahinter

Das MMORPG The Elder Scrolls Online (ESO) hat einen Twitch-Streamer aus seinem Stream Team geworfen. Der soll persönliche Daten von Mitgliedern der Community veröffentlicht haben. Er sagt aber, dass da irgendein anderer die Finger im Spiel hatte. Er trete selbst aus dem Team aus.

Das sagt ESO selbst: Am Abend des 27. Juni hat Zenimax Online Studios ein Statement über Twitter veröffentlicht. Sie haben sich von einem Mitglied des Stream Teams zu The Elder Scrolls Online getrennt, also von einem Streamer, den sie vorher unterstützten.

Der hätte ein Dokument erstellt und geteilt, das persönliche Daten von Community-Mitgliedern enthält. Man untersuche den Fall jetzt weiter und werde entsprechend handeln.

Laut der US-Seite MassivelyOp ging es bei den Daten, die kursierten, um:

  • echte Namen
  • Arbeitgeber
  • Social Media Accounts
  • die Namen der Spielfiguren

Bei den Personen, die da „gedoxt“ wurden, sei auch ein Minderjähriger dabei gewesen.

Streamer sagt, er wurde belästigt – wollte Trolle an Zenimax melden

Das sagt der Betroffene: Zenimax selbst nennt den Namen nicht, aber es handelt sich bei der Person ganz offenbar um den Twitch-Streamer Kyle Dempster. Der hat knapp 18.000 Follower auf Twitch, im Schnitt schauen ihm 200 Leute zu.

Dempster stellt sich aber nicht als Täter, sondern als Opfer dar. Er sagt, er würde von Trollen belästigt; ihm wurden sogar Todesdrohungen gesendet. Gegen die wollte er sich wehren und Hilfe von Zenimax erhalten.

Laut Dempster habe er ein Dokument erstellt,  in dem er Daten von „öffentlichen Accounts“ zusammentrug. Die Accounts gehörten angeblich den Trollen, die ihm Todesdrohungen schickten.

Dieses Dokument mit den Daten habe Dempster dann an Zenimax und die Polizei gesendet, nicht an Privatpersonen. Jemand bei Zenimax oder ein Mitglied des Stream Teams müsste dann, laut Dempster, diese Datei in Umlauf gebracht haben.

Das tue ihm leid. Das sei nicht seine Absicht gewesen. Er versucht jetzt herauszufinden, wer dieses Dokument geleakt hat.

Dempster stellt es selbst so dar, dass er aus dem Stream Team zurückgetreten ist, weil er nicht mit einer Firma zusammenarbeiten kann, die seine Streamer nicht schützt.

Warum die neue Pet-Ratte in ESO nicht nur putzig, sondern auch nützlich ist

Das ist die Reaktion: Das Verhalten, persönliche Informationen von Personen zu veröffentlichen, nennt man „Doxing“ – das ist verpönt. Viele Twitter-Nutzer bedanken sich bei Zenimax dafür, so durchgegriffen zu haben.

Offenbar wird die Schuld im Moment eher bei dem gesehen, der das Dokument erstellt hat, nicht bei dem, der es dann angeblich in Umlauf brachte.

ESO Denkmal Spieler Semaj
Ein Denkmal für einen toten Spieler.

Die Community von ESO gilt als außergewöhnlich und das Team von Zenimax weiß das offenbar zu schätzen. Im Februar 2020 verstarb ein bekannter und beliebter Spieler mit nur 22 Jahren. Das führte zu einem feierlichen Begräbnis in der Welt von The Elder Scrolls Online, als hunderte Spieler von ihm Abschied nahmen.

In der Folge bekam der Spieler sein eigenes Denkmal in ESO:

ESO: Hunderte betrauerten den Tod eines Spielers, nun hat er ein Denkmal

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Sayuri
10 Tage zuvor

Ganz ehrlich dieser Streamer, ist ne Dramaqueen. Leute die dir mit dem Tod Drohen trauen sich zu 99% eh kaum selber vor die Türe, als Streamer muss man diskret mit solchen Themen umgehn, daten dieser Leute an seine Comunity veröffentlichen ist so das Dümmste was man tun kann, Screenshoot und an den Support, easy. Wenn er weis wer das RL ist und die beweise hat ab zur Polizei, aber das war der tat war eher ne aktion wie *Schaut mich an ich armer wehrloser streamer werde von bösen bösen Menschen bedroht bitte beschützt, mich oder macht diese böse böse Leute fertig*

MrXfoX
12 Tage zuvor

So ein Quatsch, ich stimme David voll und ganz zu, wenn er Drohungen bekommen hat, und deren persönliche Daten besitzt, wieso geht er nicht zur Polizei oder meldet es privat an zenimax… Aber er veröffentlicht die Daten in seiner community, geht gar nicht, und ist selbst Justiz, was schwer geahndet gehört.

Nächste mal an die zenimax direkt wenden, mit Ausschluss der Öffentlichkeit. Und bei todesdrohungen sowie so zur Polizei..
Die werden schon was unternehmen, und wenn nicht sollte man seine eigene Wahrnehmung mal infrage stellen und schauen ob man sich nicht doch lieber nicht ins Internet geht.
Finde das hört sich schon sehr nach Schutz Behauptung an, zu sagen sie hätten mir todesdrohungen gesendet.
Zenimax kann zum Glück relativ effektiv chat protokolle durch gehen und wenn einem sowas selbst passiert, immer Screenshots davon machen!!!!

Vielleicht war es ja auch ein eifriger Fan der mitbekommen hat wie der Streamer gemobbt wurde und der ihm dann die Rache als geschenk bereiten wollte…
Letztens Endes weiß aber nur er die Wahrheit, aber selbst wenn ihm gedroht wurde, gehören die privaten Daten nicht in die Hände seiner gesamten community. Und eher an die Behörden oder zenimax und dann auch Nur die!

Finde schon richtig wie zenimax reagiert wobei die Trolle auch bestraft gehören wenn es den stimmt, aber der streamer eben auch, private Daten gehören nicht öffentlich gemacht

David
12 Tage zuvor

Dass das ein Eingriff in den Datenschutz ist sollte jedem klar sein, wenn er sich die Namen, Adressen etc aufschreibt und er nicht dafür sorgt, dass die Daten dementsprechend vor Dritten geschützt sind, hat laut dem Gesetz er die Schuld. Das was mein Vorredner da geschildert hat, ist vom menschlichen sicher nachvollziehbar, aber vor dem deutschen Gesetz ebenso strafbar wie das Verhalten des Menschen dass dich dazu veranlasst hat so zu handeln

MrXfoX
11 Tage zuvor

Stimmt schon. Und im Prinzip hat man jetzt nur sein Wort gegen deren Wort, weshalb selbst Justiz auch so gefährlich werden kann.

vv4k3
12 Tage zuvor

Also ich glaube dem Streamer.
Und wenn mir mehrere Personen Todesdrohungen schicken sollten, dann würde ich mich nicht nur auf so wenige Informationen beschränken. Ich würde herausfinden wie diese Personen heißen (im echten, sowie virtuellen Leben), die Adressen herausfinden und die persönlich besuchen. Ala Jay & Silent Bob mäßig.
Mal schauen was die „Kids“ dann so machen.

Btw: Mich hat Mal einer in MSN beleidigt und bedroht und wusste wer ich bin etc. Den habe ich dann ausfindig gemacht (Name, Adresse, Stockwerk usw.) Und als er mir wieder schrieb und mich bedrohte habe ich ihm gesagt, dass wir uns gerne bei ihm Zuhause treffen können. Habe dann seine Daten ihm genannt und als nächstes bekam ich eine Nachricht von ihm, dass falls ich kommen sollte, er die Polizei ruft… Danach schrieb er mir nie wieder.

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