Ein MMORPG bietet euch eine Stadt für 9.000 Dollar an, obwohl kaum jemand spielt

Die Spielerzahlen des MMORPGs Shroud of the Avatar (SotA) sind mau. Dennoch wurde jetzt eine neue Stadt eingeführt, welche sich die Spieler für 9.000 Dollar kaufen können.

Was ist das für eine Stadt? Es handelt sich um eine sogenannte Megalopolis, die größte Stadt im Spiel. Wer sich diese für 9.000 Dollar im SotA-Store kauft, der bekommt mehr als 200 Plätze, an denen Mitspieler Häuser bauen können. Ihr dürft der Stadt einen Namen geben und bestimmen, wo diese in der Spielwelt platziert werden soll. Ebenso könnt ihr 50 NPCs in der Stadt wohnen lassen, darunter beispielsweise Händler.

Ein Spieler kauft sich die Stadt und verwaltet diese. Er kann dann bestimmen, wer in seiner Megalopolis wohnen darf und welche Berechtigungen die Bürger haben.

Shroud of the Avatar Housing Stadt
Im MMORPG Shroud of the Avatar könnt ihr euch eine Stadt für 9.000 Dollar kaufen!

Kaum Spieler für riesige neue Städte

Warum ist das kurios? Shroud of the Avatar besitzt laut Steamcharts nur rund 184 gleichzeitige Spieler im Peak. Es gibt zwar noch einen anderen Launcher, dennoch dürfte die Spielerzahl allgemein nicht besonders hoch sein. Immerhin hieß es vom Entwicklerstudio, dass rund ein Viertel aller Nutzer über Steam spielen. Damit hätte SotA weniger als 800 gleichzeitig aktive Spieler.

Dann eine neue Stadt einzuführen, die Platz für mehr als 200 Spieler bietet, ist doch etwas seltsam. Immerhin ist ja sicher gewünscht, dass mehrere solcher Städte gekauft werden.

Was machen die Spieler mit den Städten? Das Kernelement des MMORPGs ist Player Housing. Damit verbunden sind auch diese Städte. Es hat sich schon früh gezeigt, dass soziale Interaktion wie Tanzpartys aber auch das Dekorieren und Zeigen der eigenen Häuser einen sehr großen Stellenwert bei SotA einnimmt.

Die Städte dienen im Grunde als Spielplatz für Rollenspieler. Sie laden andere ein, in ihren Städten zu leben und veranstalten dort Events, darunter kleine Geschichten und Quests. Außerdem haben sich manche Städte zu einem Umschlagplatz für bestimmte Waren entwickelt, welche von den Spielern selbst hergestellt werden.

Shroud of the Avatar City
Von Spielern verwaltete Städte sind ein wichtiges Feature von Shroud of the Avatar.

Wer braucht das?

Wie reagieren Spieler auf die teure Stadt? Bei MassivelyOP wird über diese neue Stadt diskutiert. Die SotA-Fans finden das Angebot ok, da jeder mit seinem Geld tun kann, was er will und eine Unterstützung des Spiels stets willkommen ist. Es gibt aber auch negative Stimmen:

  • Reginald Bottomsworth meint: „Das ist nur eine weitere Abzocke, um die Whales zu melken. Traurig.“
  • TJ French stimmt zu: „Spieler besitzen Städte aber es gibt niemanden, der darin leben kann. Yay.“

Warum tun die Entwickler das? MeinMMO-Autor Andreas Bertits meint: Shroud of the Avatar richtet sich an eine ganz besondere Zielgruppe. Spieler mit einem guten Einkommen, die sich in der Fantasywelt ein virtuelles zweites Zuhause aufbauen, sogenannte Whales. Diese Spieler geben immer wieder Geld aus und halten so das Spiel auch mit einer geringen Population am Leben.

An diese Spieler richtet sich nun das neue Angebot mit der 9.000-Dollar-Stadt. Die Entwickler wissen, dass die Whales SotA weiterspielen möchten und deswegen Geld investieren, damit die Server am Laufen gehalten werden können und eine Weiterentwicklung stattfinden kann. Eine Stadt für 9.000 Dollar ist eine Art Prestigeobjekt für die SotA-Fans. Solche Objekte werden ganz einfach gekauft, deswegen werden sie auch angeboten.

Quelle(n): MassivelyOP
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