MMO-Trends: Warum jedes MMO gerade stirbt

Jedes MMO stirbt eigentlich ständig. Jedes Game verliert an einer Tour Nutzer, die Spieler sind enttäuscht, alles geht vor die Hunde. Ob World of Warcraft, The Elder Scrolls Online, WildStar oder EVE – alles ist dem Untergang geweiht.

Eigentlich müssten alle MMO-Spieler Schwarz tragen. Immer. Denn ihr Spiel stirbt! Vom ersten Moment an ist es dem Untergang geweiht. So wie Salzstangen schon anfangen, labbrig zu werden, in dem Moment, wenn man sie aus der Packung nimmt. Man muss sich das so vorstellen, als hätte der Arzt gerade das Baby entbunden, hält es stolz in die Höhe und die Krankenschwester verzieht schon das Gesicht und sagt: „Das ist aber nix Besonderes. Wird bestimmt bald Free2Play.“

Man liest in Kolumnen, dass eigentlich alles stirbt. Immer. WoW – bei 6,8 Millionen Spielern? Egal. So gut wie tot. Der Trend zeigt ja nach unten. The Elder Scrolls Online nach drei Patches deutlich verbessert und mit glühenden Anhängern gesegnet? Eine Randerscheinung! Ein paar Ewiggestrige klammern sich an die Illusion, verweigern sich jeder Realität. Und WildStar? Pah, da brauchen wir gar nicht drüber reden. Ein irrwitziges Nischenspiel, von Anfang an zum Scheitern verdammt. So heißt es an so mancher Stelle im Internet.

Guild Wars 2
Guild Wars 2: Viele Spieler meinten, dass die restlichen MMOs hier ihre Ruhestätte finden würden.

Als damals Guild Wars 2 herauskam, machte ich den Fehler, als einziger in meinem Bekanntenkreis noch weiter World of Warcraft zu spielen. Ständig wurde ich mit der Überlegenheit des Neuen gegängelt: „Was? Du bist in einer Warteschlange? Wie 2006 ist das denn eigentlich! Ich bin in einem Überlauf-Server!“ – „Wie? Du wartest auf einen Tank? Wie 2006 ist das eigentlich? Wir brauchen das nicht!“ – Völlig klar: WoW war eigentlich so gut wie tot. Wer das noch zockte, beging so eine Art Leichenschändung – mit Wäscheklammer auf der Nase. Dass das Spiel immer noch Spaß macht, müssen sich die paar Zocker wohl in ihrem Delirium selbst eingeredet haben.

Gut, den Untergang von WoW herbeizureden, ist eine der nachweislich beliebtesten Beschäftigungen in der MMO-Welt, so eine Art Evergreen unter selbsternannten MMO-Experten. Aber auch von EVE Online, dem kleinen Game, das gegen alle Widrigkeiten über Jahre wuchs und gedieh, heißt es schon seit mehr als 10 Jahren, dass es stirbt. EVE sei mal für eine Weile ganz nett gewesen, aber jetzt wäre es doch mal an der Zeit für was Neues. Und von den ganzen Spielen, denen man zwei Minuten nach ihrer Ankündigung schon einen Wechsel ins Free2Play prophezeit hat, wollen wir hier gar nicht reden. Traurig nur, dass es so manchem Free2Play-Spiel nachher sogar besser ging als vorher, aber das ist ein anderes Thema.

Und wer ist Schuld? Die Schweizer! Nein, Quatsch, eigentlich alle

Woran liegt das eigentlich alles?

Der Lauf der Dinge

Zum einen: MMOs sterben ja tatsächlich immer. Bei so gut wie jedem MMO geht die Kurve erst steil nach oben und dann nach unten. Es kaufen sich viel mehr Leute ein MMO, als es Spieler gibt, die es nach zwei Monaten noch spielen.

WildStar Warplot
Derzeit bei WildStar ein beliebtes Thema: Zum Release gab es mehr Spieler!

Ist das ein Problem? Na ja, eigentlich nicht. Es ist die Normalität. Die Entwickler wissen darum und haben Modelle aufgestellt, die davon ausgehen, dass nicht jeder, der ein Spiel kauft, das auch im zweiten, dritten oder achten Monat noch spielt. Es interessiert nur keinen, dass es so Modelle gibt und dass die Entwickler mit einem Spielerschwund von Anfang an rechnen.

Spieler glauben, wenn die Kurve eines MMOs nicht nach oben, sondern nach unten zeigt, sei das ein sicheres Zeichen: Das ist ein totaler Flop. Dabei ist das schlicht die Realität von Spielen. Bei einem drastischen Einbruch ist das was anderes. Wenn ein Spiel derart unter den Erwartungen bleibt, dass keine stabile Spielerzahl gefunden werden kann, dann ist es ein Problem. Aber meist kennt man außerhalb der heiligen Hallen der Entwickler die Zahlen und Kalkulationen nicht. Man kennt die Spielerzahl nicht, die ein Game braucht. Man kann sich da kein Urteil bilden. Aber hindert das wen dran? Natürlich nicht. Es herrscht die Idee: „Wenn ein Spiel im zweiten Monat leerer ist als im ersten, dann ist es ein Flop.“ Das mag so wirken, es ist aber einfach Quatsch.

Wer Wintermäntel herstellt, hat auch eine Kalkulation, die vorsieht, dass die sich im Sommer nicht ganz so prall verkaufen. Ohne das Budget und die Erwartungen der Firmen zu kennen, kann man schlicht nicht sagen, ob es einem Spiel „gut geht“, ob es „stirbt“ oder ob es „dahinsiecht.“

The Elder Scrolls Online Screenshot
Die Business-Pläne sind mehr oder weniger geheim…

Wenn man die Business-Pläne hat und die Zahlen sieht, weiß man es ungefähr, vorher nicht. Bei den allermeisten MMOs der jüngsten Zeit hat keiner eine Ahnung, wie die genau laufen und ob sie in den Erwartungen bleiben oder nicht. Es ist alles nur ein Eindruck, der sich dann in einer Art „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“ verstärkt. Einem MMO geht es schlecht, weil jeder sagt, es geht ihm schlecht.

Und warum denkt jeder, einem MMO geht es schlecht? Weil er ingame, in seinen Gilden, in der Freundes-Liste, im zweiten Monat weniger Spieler sieht als im ersten. Hier schließt sich der Kreis.

Wie sehr die Wahrnehmung täuschen kann, zeigten neulich Zahlen über den Profit von Games, bei denen es die Option gibt, ein Abo oder Quasi-Abo abzuschließen. Dort tummelten sich mit Star Wars: The Old Republic und Herr der Ringe Online quicklebendig zwei MMOs auf den vorderen Plätzen, die nach allen Vorhersagen und jeder Expertenmeinung schon seit mindestens vier Jahren tot sind.

Die Presse

Das zweite Problem ist die Presse, muss man sagen. Neue Titel sind attraktiv, der Publisher kauft Werbung, das Spiel verkauft sich über Amazon ab, es gibt Prozente, es werden Sonderhefte zum Game gedruckt, Specials geschrieben, der Internet-Traffic boomt, das Interesse ist riesig. Für die Presse gilt bei den meisten Titeln die „Barney Stinson“-Formel: Neu ist immer besser.

Die meisten MMOs werden zwei Monate nach ihrem Start nur noch stiefmütterlich behandelt, PR-News gibt man noch weiter, viel mehr passiert nicht. Denn dann ist man schon auf dem Sprung zum nächsten Game, das gepusht werden muss. Die Tester, die das Game intensiv betreut und die Guides geschrieben haben, braucht man nun für was anderes. Die normale Coverage übernehmen die News-Schreiber, die oft keinerlei Bezug zum Game haben.

An dem MMO, das man vor drei Monaten noch herbeisehnte, ist das Interesse vergangen. Dadurch entsteht der äußerst seltsame Eindruck, dass alles, was noch kommt, großartig ist. Alles, was schon da war, aber Schnee von gestern sein muss. „Spielt das noch wer? Nö. Redet ja keiner mehr drüber.“

Viele Games haben mehr Vorberichte als Tests.

Die Industrie

Und ja. Natürlich haben Studios oft eine Mitschuld an den Problemen. Sie verschlafen Innovationen, entwickeln an ihren Spielern vorbei, machen Kompromisse, wo sie keine machen dürften, haben nur ihren Profit im Sinn und manchmal  auch eine richtig miese Idee. Aber sie haben vor allem ein riesiges Glaubwürdigkeits-Problem.

SWTOR Gefährten
Bei Star Wars: The Old Republic wurden die Fans immer misstrauischer, ob wirklich alles so gut liefe.

Niemand gibt nach außen bekannt: „Unserem Spiel geht es nicht gut.“ Da werden auch noch Entlassungen und Weggänge in Schlüsselstellen als „übliche Rotation“ verkauft. Die Community Manager lächeln nach außen eisern, als wären sie Modells, Stewardessen oder … eben Community Manager. Da kann dem Chef-Entwickler das Wasser bis zum Hals stehen, nach außen macht er einen souveränen Eindruck und verspricht: Uns geht’s gut, alles wird gut, wir arbeiten an dem Content, es ist super. Weil diese Statements oft von der Presse unberührt an die Spieler weitergegeben werden, trauen Fans solchen Aussagen überhaupt nicht mehr. Die handelnden Personen wirken wie Fußballtrainer auf einem Abstiegsrang, denen der Vorstand gerade ausdruckslos die Hand gereicht und ihnen zugesichert hat, dass man „voll hinter ihnen stehe“. Und so mancher Community-Manager oder Pressesprecher hätte auch noch auf der Titanic den Ertrinkenden zugesichert, dass alles bestens laufe und man bald die Cocktails reiche. Die eindringenden Wassermassen seien zwar bedauerlich, aber daran arbeite man mit Hochtouren und sei zuversichtlich, das bald unter Kontrolle zu haben.

MMO - Es ist alles gut

Wie unterscheidet sich ein echtes „Es geht uns gut“ von einem falschen? Wenn derjenige, der es sagt, ein Profi ist (und das sind sie): Dann gar nicht. Man glaubt als Spieler einfach niemandem mehr, sondern hört nur auf sein ungefähres Gefühl und auf das Echo im Resonanzkörper der Foren, der Trolle, der Fans und das schreit: „Untergang!“ Also stirbt ein MMO praktisch immer.

Und hier setzt tatsächlich auch einer dieser fiesen Teufelskreise ein, die man fürchtet. Denn wenn ein Spiel hinter den Erwartungen zurückbleibt und die Investoren den Glauben an das Spiel verlieren, dann drehen sie den Geldhahn zu: Content kommt seltener, Server werden zusammengelegt, die Kommunikation mit den Fans versiegt – aber noch immer ist kein einziges Wort zu hören, dass es dem Spiel schlecht gehen könnte. Also hören MMO-Spieler gar nicht mehr darauf, was die Industrie eigentlich sagt, und gehen davon aus, dass die sonnengebräunte Schönheit eigentlich Blut hustet, gerade dann, wenn sie besonders telegen in die Kameras lächelt.

Die Spieler

Und natürlich sind die Spieler selbst dran Schuld, dass jedes MMO eigentlich immer in der Wahrnehmung stirbt. Heute gibt es viel mehr Spiele, auch in der MMO-Nische, als je wer spielen könnte. Ständig hat man das Gefühl, was zu verpassen. Deshalb rechtfertigt man auch so ein bisschen vor sich selbst, dass das Spiel, von dem gerade alle reden, nicht das Richtige für einen selbst ist. Dass es Zeitverschwendung wäre, sich damit zu beschäftigen.

Und es macht auch Spaß, die Dinge zu durchschauen. Es zeichnet einen informierten Spieler und Leser aus, dass er nicht alles glaubt, was er irgendwo liest.

Man muss ja kein Prophet sein, um bei jedem einzelnen Spiel den Daumen zu senken und zu prophezeien, dass es maximal zum Nischentitel reichen wird. Und wenn die anderen sich darüber aufregen? Umso besser. Ein bisschen ist Pessimismus bei MMOs so wie vorherzusagen, dass die Sonne am nächsten Tag aufgeht: „Ich sage voraus, dass es unter den höchsten Erwartungen bleiben und den Erfolg von World of Warcraft nicht erreichen wird.“ Ach echt? Keinen Scheiß, Sherlock? Das sag ich auch voraus.

Denn so wie es bei einem MMO die Pessimisten gibt, gibt es auch die hoffnungslosen Romantiker, die das Spiel in den schönsten Farben beschreiben. Zu sagen, dass die sich irren und dass das Spiel niemals so gut wird, wie die Fanbois glauben – dafür muss man jetzt nicht gerade der wiedergeborene Nostradamus sein.

Charakter in World of Warcraft
Leg‘ dich bloß nicht mit mir an!

Und natürlich gibt’s auch Spieler, die ein Game aus ganz eigennützigen Gründen schon für Tod erklären. Denn gerade bei MMOs herrscht unter den Spielern ein Konkurrenz-Denken wie beim Highlander. Immer kann es nur ein MMO geben, sie alle zu knechten. Ein Game, das möglichst viele spielen sollen, das über die anderen herrscht, damit es blüht und gedeiht. Damit die Spiele der anderen eingehen und nicht das eigene.

Wobei – ich hab mir ja damals zu den Guild Wars 2 und World of Warcraft-Zeiten eingeredet, meine Bekannten machten mir WoW nur madig, weil sie unbedingt wollten, dass ich mit ihnen Guild Wars 2 spiele. Na ja. Vor falscher Wahrnehmung ist eben niemand sicher.

Ich habe die Erfahrung gemacht, auch wenn es jetzt wie das Wort zum Sonntag klingt: Es gibt keine toten und keine lebendigen Spiele, nur gute oder schlechte. Und das Wichtigste ist, ob sie Spaß machen oder nicht. Der Rest ist doch wirklich nicht so wichtig, oder?

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Kaladhor
Kaladhor
5 Jahre zuvor

Gut geschrieben. Das eigentliche Problem hinter dem Ganzen sehe ich an anderer Stelle: Das Genre MMO erscheint mir ausgelutscht. Wirkliche Innovationen sind kaum noch zu erwarten, denn egal was sich die Entwickler einfallen lassen, es ist in irgendeiner Form bereits in irgendeinem MMO „verwurstet“ worden. Was an sich auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt, seit wann es MMOs bereits am Markt gibt. Ich sehe es an mir selbst: Was MMOs angeht bin ich total übersättigt, denn meine „Karriere“ begann mit Meridian59, dann DAoC, dann WoW. WoW-Pausen habe ich auch genug gemacht, um dann was zu machen? Genau, ich hab… Weiterlesen »

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Aber es hat mittlerweile sogar noch ganz andere Auswirkungen. Ich habe jetzt bereits seit Wochen gar nichts mehr am Computer gespielt. Nix, nada. Völliges Desinteresse.Vielleicht bin ich aber auch nur nach mittlerweile 20 Jahren Zockerei einfach nur am Ende des Weges angelangt —Ich finde das auch eine ganz normale Entwicklung. Das muss auch gar nichts mit dem Alter zu tun haben, aber das man irgendwann mal eine Pause von was braucht und was anderes machen möchte – das ist ja das Normalste von der Welt. Ich hab auch manchmal Phasen, da knall ich mir x Stunden TV-Serien rein – und… Weiterlesen »

Toby-
Toby-
5 Jahre zuvor

Da kann ich mich aber auch nicht mit anfreunden, Titel wo ich direkt das Gefühl habe „hier hast du höchstens 1-2 Monate dran Spaß“ lass ich schnell liegen, z.B. Neverwinter, oder Defiance erst vor ein paar Wochen. Das mit der „Black&White Revolution“ ist wohl bedeutender als du es darstellst. Die meisten hatten diesen Effekt vermutlich bei WoW, und werden daher mit keinem anderem MMO so wirklich warm. Vor allem bei den Hypes gibt es später immer viele Enttäuschungen, GW2 war nen gutes Beispiel. Und sie werden bei jedem MMO erneut enttäuscht weil dieses Gefühl nich wieder kommt, zumindest bei Themepark… Weiterlesen »

Gotha
Gotha
5 Jahre zuvor

Guter Artikel und es werden gute Punkte angesprochen. Kann mir auch vorstellen, dass man als Entwickler oft in einer Zwickmühle gefangen ist.Am Anfang habe ich mehr Spieler, also brauche ich mehr Server. Später muss ich die dann zusammenschließen – aber das liest sich ganz schlecht in Gaming-News!Wenn ich aber am Anfang zu wenig Server habe und alles hakt, dann liest sich das auch schlecht. Und ich vergraule mir meine ersten Spieler. Das Problem der vielen MMOs ist auch, dass sich die Leute weit verteilen – auch innerhalb des eigenen Bekanntenkreises. Früher hat man WoW gespielt. Basta. Irgendwelche seltsamen Creeps haben… Weiterlesen »

Svatlas
Svatlas
5 Jahre zuvor

Ich mag eure Beiträge. Sie sind super geschrieben und gefallen mir sehr gut! :))) Hier ist viel Wahrheit enthalten :))

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Wahnsinn, wie unter einem Artikel, der die allgemeine Panikmache und unfundierte Aussagen über die Rentabilität von MMOs kritisiert (und in meinen Augen wieder mal voll ins Schwarze getroffen hat) direkt Kommentare auftauchen, die Panik machen und unfundierte Aussagen über die Rentabilität treffen. 1. Wie bereits im Artikel gesagt wird: Woher wollt ihr denn überhaupt wissen, ob ein Titel rentabel war? Nur weil über einen Titel nicht mehr viel berichtet wird und in eurem Freundeskreis das keiner mehr spielt, heißt es doch nicht, dass es nicht entweder eine Nische an treuen Spielern gefunden hat, deren Ausgaben ausreichen, um die laufenden Kosten… Weiterlesen »

N811 Rouge
N811 Rouge
5 Jahre zuvor

Ich zitiere an dieser Stelle gerne einmal den Kollegen Schuhmann:

Bravo!

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

Zur allgemeinen Widerlegung einer Aussage reicht ein Gegenbeispiel. Dies ist Eve was bekanntlich wächst. Es wird heutzutage viel in Werbung investiert. Das sorgt automatisch dafür das viele Leute sich das MMO (gilt auch für normale Spiele) erstmal reinziehen, und wenn sie dann sehen dass das doch nicht ihr Ding ist sind sie wieder weg. Eve ist hier die Ausnahme da es mehr oder weniger organisch gewachsen ist. Zusätzlich versucht in letzter Zeit so ziemlich jedes MMO auf den Casual Zug aufzuspringen (auch GW2, im speziellen wenn man GW1 kennt), mit dem Ergebnis das vielen Leuten relativ schnell langweilig wird, incl… Weiterlesen »

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Eve wächst auch seit ein paar Jahren nicht mehr. Da diskutieren manche, woran das liegt, weil sie was am Account-System geändert haben, aber so eine Erfolgsstory wie all die Jahre ist es nicht mehr. So das flammende Beispiel, wie man es „richtig macht“: Die haben sich auch mit ein paar Projekten verkalkuliert. Das mit dem organischen Wachstum stimmt auf jeden Fall. Das ist eine Ausnahme hier. Im Moment ist von den „klassischen“ Spielen wohl so Final Fantasy XIV die Erfolgsstory, wobei das Game hier in Deutschland – aus welchen Gründen auch immer – nicht richtig in die Gänge kommt. Was… Weiterlesen »

N0ma
N0ma
5 Jahre zuvor

Ok dann sagen wir von mir aus bei Eve stabilisiert das ist ja auch schon mehr alls andere MMO. Das mit dem Asien Trend ist richtig, wobei man da erstmal abwarten muss. (Das GW2 so Casual only ist liegt allerdings nicht an Asien, da die jetzt erst nach 2 Jahren den Sprung gemacht haben.) Bis jetzt war’s ja so das die Asia Spiele in Europa nicht so richtig Fuss gefasst haben, ich sag mal Grind und Schulmädchen, und andersrum wahrscheinlich zu wenig Grind. Tera ist da eine kleine Aussnahme und Archeage möglicherweise die nächste grössere. Was mir an Tera nicht… Weiterlesen »

Dave
5 Jahre zuvor

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Tigger
Tigger
5 Jahre zuvor

Ich muss meinem Vorredner zustimmen in seinen Aussagen das viele MMO’s schlichtweg „kaputtgepatcht“ werden, oder bei Serientiteln für mich als Beisp. Sacred 3, ein Weg eingeschlagen wird, der nichts mehr mit der Serie gemein hat. Und leider beginnt es mit dem kaputtpatchen immer dort wo man als Entwickler/Betreiber versucht auf Biegen und Brechen nur noch an Gewinnmaximierung zu denken. Und leider geschieht so etwas bei MMO’s meist bei Titeln die auf ein free2play Modell umgestellt, oder gerade eben als solches Entwickelt werden. Es werden Entscheidungen getroffen die die Fan Base nicht Nachvollziehen kann. Mechaniken werden zu Stark vereinfacht um sie… Weiterlesen »

Toby-
Toby-
5 Jahre zuvor

Toller Kommentar! Ich finde du triffst es sehr gut.Man entwickelt gegen die Spieler, welche MMOs so populär gemacht haben, was ist denn das für ne Logik?!Scheinbar haben die „falschen“ Leute nach Klingeltönen und Browsergames nun MMOs entdeckt. Btw: Skyrim wurde 20mio mal verkauft, CoD:MW2 ganze 8,5mio mal mehr. Man beachte auch den Releasezyklus der beiden Franchise. Schon hier erkennt man das Problem. Ich weiß nicht warum man so sehr auf F2P setzt, welche großen Erfolge kann man denn da nennen? Die erfolgreichsten MMOs sind und waren alle P2P.Ich bin echt kein BWL-Pro, aber wie kann ich denn erwarten das Spieler… Weiterlesen »

Fluffy
Fluffy
5 Jahre zuvor

Welche großen Erfolge kann man denn für Pay2Play nennen. Klar, World of Warcraft und mit viel Abstand Eve. Das sind aber alles ältere Spiele. TESO und Wildstar müssen erst noch zeigen, ob sie mit dem Abomodell überleben. Und sonst?

Viele andere MMOs der letzten Jahre sind zwar mit Abo gestartet, aber haben früher oder später (meist früher) das Geschäftsmodell auf F2P geändert und dadurch ein ordentliches Umsatzplus gemacht.

Dawid
Dawid
5 Jahre zuvor

Final Fantasy XIV ist in Amerika und Asien immer noch sehr erfolgreich. Da meckert niemand wegen leeren Servern oder so und davon gibt es über 60. Auf Shiva, dem Server mit den meisten deutschen Spielern, ist auch heute noch extrem viel los. Ich glaube nicht, dass sich da großartig etwas am Modell ändern wird in naher Zukunft.

Ansonsten lief Rift 2 Jahre lang gut, bis es irgendwann einbrach.

Fluffy
Fluffy
5 Jahre zuvor

Stimmt, FFXIV hab ich vergessen. Aber bei Rift sehe ich das anders, da hat Trion viel zu lange mit der Umstellung gewartet. Und wie man gesehen hat, auch Rift hat mit der Umstellung ein deutliches Umsatzplus gemacht.
Deshalb stimme ich der Theorie F2P hätte keine Erfolge nicht zu.

Toby-
Toby-
5 Jahre zuvor

Bei Rift hat Trion mMn das Marketing total verpennt, dazu kommt wohl Pech. Außerdem war es WoW etwas zu ähnlich, weiß nicht so recht warum ich Rift WoW vorziehen sollte. Klar liefen die genannten Spiele kurz nach der Umstellung gut mit dem Modell, das ist für mich aber alles noch zu frisch und sind erstmal nur nackte Zahlen. Ob sich das Modell wirklich auf Dauer bewährt steht wohl noch in den Sternen, so ein Itemshop ist schnell ausgelutscht. Wenn wir WoW auf F2P umstellen mit allen Mounts & Co im Shop explodiert der Umsatz auch, zumindest die ersten Monate. Und… Weiterlesen »

Tigger
Tigger
5 Jahre zuvor

Was meines Erachtens nach bei gerade den jungen Gamern sich nicht wirklich offenbart, ist das ein free2play Titel immer mehr Geld kostet und das teilweise schon an einem Tag, als wenn ich ein Abo zahle welches mit 12.99,- pro Monat veranschlagt wird. Man hat halt nicht unbedingt diese Kostenkontrolle wie bei einem Abo Modell. Aber das ist meine Sicht der Dinge.Hinzu kommt das wie du schon erwähnt hast, die Sache mit dem Contend. Wenn überhaupt frequent Contend nachgeschoben wird, so ist dieser mMn bei F2P Titeln doch eher oftmals Dürftig und beschränkt sich zunehmend erkannbar auf einen starken Grindanteil. Es… Weiterlesen »

Toby-
Toby-
5 Jahre zuvor

Schön gesagt mit dem Fließband Genau das ärgert mich bei F2P Titeln immer, man kommt als ambitionierter Spieler nie günstiger weg als bei nem Abospiel.Aber vielleicht will man wirklich gezielt die Leute mit weniger Zeit und mehr Geld ansprechen anstatt Spieler die für „nur“ 13€ monatlich Zugang zu allem wollen, täglich mehrere Stunden die Server belagern um nach 2 Monaten den Content clear zu haben und rumjammern können.? Wenn ich aktuelle MMOs durchgehe seh ich das die Mehrheit bereit ist monatlich 13€ auszugeben. Damit scheint man als Betreiber mehr als gut über die Runde zu kommen hab ich gehört und… Weiterlesen »

Tigger
Tigger
5 Jahre zuvor

DU ganz sicher will man diese Spieler ansprechen. Spricht ja auch nichts dagegen. Ich freu mich als Gamer auf dem Server ja auch wenn mehr los ist. Nur zu welchem Preis? Das mein geliebter Anteil im Spiel wegrationalisiert wird?! Das sich die ganze Ausrichtung des Spieles nur noch in Richtung der Leute verschiebt die vllt. nicht so viel Zeit haben und in dieser Zeit gut Unterhalten werden wollen? Hey ich habe auch nichts dagegen Unterhalten zu werden, mal so ganz nebenbei. Und lustiger Weise habe ich auch nicht viel Zeit um zu daddeln. =) Und dieser Trend geht mir schlicht… Weiterlesen »

Toby-
Toby-
5 Jahre zuvor

Alles gut, wir haben ja auch recht ähnliche Ansichten.

Auch Wenigspieler mögen es fordernd. Das Problem ist das es viele Spieler gibt die bereit sind durch Geld sich „den Weg“ einfacher zu machen. Wobei man es denen bei dem Grindanteil in vielen Games wie du schon sagst nicht übel nehmen kann.
Ganz schlimm find ich auch Bankfächer und Inventarslots, WOAH!
Das ist halt so wie ne Gratis-Wohnung, für die ich Fenster, Türschloss, Steckdosen und pro Möbelstück extra bezahlen müsste – hoffentlich lesen das nicht die falschen Leute…

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Weil du das grad mit Inventar sagt, ich hab so ein Beispiel für einen F2P-fail, der mir nicht aus dem Kopf will, da schreib ich mit Sicherheit auch nochmal eine Kolumne zu.
Bei Star Trek Online haben sie wirklich ein faires F2P-System: Nur musst du für Re-Speccs bezahlen. Und das Specc-System ist total schräg und lädt dazu ein, dsch zu verskillen.

Meine Frage: „Verbessert“ man das Specc-System absichtlich nicht, weil man möchte, dass Spieler da Fehler machen und damit sie, um diese Fehler auszubügeln, bezahlen?

Und diese Frage-Stellung find ich heftig.

Tigger
Tigger
5 Jahre zuvor

Ja das find ich auch schlimm! Vor allem wenn es sich wie bei den Bankfächern o.ä. auf essentielle Dinge bezieht. Oder Questpacks wie bei Lotro oder so etwas. Das dir ein Weiterkommen so unmöglich wie es nur geht gemacht wird um an deinen Geldbeutel zu kommen. Und wenn du wie bei Lotro als Beisp. nen Abo abschließt erwartet dich nicht wirklich mehr etwas, für was es sich lohnen würde zu bezahlen. Das ist ja das witzige an der Sache. Denn mehr als Questen kannst du mittlerweile selbst im Endcontend nicht mehr. Es sei denn man steht auf alte gammelige Instanzen.… Weiterlesen »

Gerd Schuhmann
Gerd Schuhmann
5 Jahre zuvor

Der Release von TESO wird auch richtig Kohle in die Kassen gespült haben, denke ich. WildStar hat sich toll verkauft – wie man hört. Die haben dann halt Abos verloren in den ersten Monaten Wie ich im Artikel gesagt habe: Wir kennen die Zahlen und Rechnungen nicht. Sind 1 Millionen Verkäufe ein Erfolg? Sind 2 Millionen ein Erfolg? Bei TESO haben sicher viele die Imperial Edition gekauft, auch noch vorbestellt – also nix mit „hier 60% off“ oder so. Ich finde man kann es einfach, ohne die Zahlen zu kennen, nur so vom Gefühl her nicht sagen. Man kennt die… Weiterlesen »

Fluffy
Fluffy
5 Jahre zuvor

Meine Antwort ist mehr auf die Theorie von Toby F2P sei nicht so lukrativ wie P2P zu verstehen. Wenn man WoW ausklammert, dann ist es eben andersrum. Nehmen wir zum Beispiel SW:ToR. Das Spiel war initial ein riesiger Erfolg, aber die Spieler haben recht schnell ihre Abos auslaufen lassen und nicht verlängert. Und heute macht das Spiel 160Mio Umsatz wovon der Hauptteil aus F2P kommt. Also alles andere als ein Flop.

Auch HDRO Online hat damals, nach Aussagen durch die Entwickler, den Umsatz verdreifacht.

Anonymous
Anonymous
5 Jahre zuvor

Es ist einfach mitlerweile viel zu starke Praxis in der Gamesbranche, möglichst viel Gewinn erziehlen zu wollen. D.h. es werden bewährte Spiele extrem verändert und dabei wird zwangsmäßig erwartet eine größere Spielermasse fangen zu können. Dieses „Neu ist immer besser“-Prinzip ist denke ich auch bei den Entwicklern/Publishern mitlerweile vertreten.Das gilt auch nicht nur für MMOs… Wenn man beispielsweise Anno 2070 nimmt, von dem viele „Annoholiker“ enttäuscht waren (wurde doch noch zu Release von Anno 1404 zugesichert der Kurs würde bei Segelschiffen bleiben). Dasselbe sieht man auch bei Siedler. Man hat das komplette Spiel umgekippt und in eine neue Richtung gezwängt.… Weiterlesen »

Gorden858
Gorden858
5 Jahre zuvor

Du bist also der Meinung „Neu ist grundsätzlich schlechter“? Spiele aus den Neunziger hatten schließlich alle eine treue Fanbase. Warum wird überhaupt noch irgendwas neu entwickelt und nicht einfach die alten Spiele immer wieder mit schicker Grafik neu aufgelegt? Ich für meinen Teil habe mich über das neue Anno sehr gefreut. Endlich mal ein innovatives Setting ohne dass die Grundzüge des Spielprinzips geändert wurden. Ich denke mit der Zusage „der Kurs würde bei Segelschiffen bleiben“ war eher das Spielprinzip gemeint, was ja auch grundsätlich richtig ist. Die Schiffe haben vielleicht kein Segel mehr, aber ihre Funktionsweise ist noch die gleiche.… Weiterlesen »

Anonymous
Anonymous
5 Jahre zuvor

Die Aussage, dass neu grundsätzlich schlechter ist habe ich nicht getroffen – Ich habe die Aussage getroffen, dass wenn es darum geht „die Masse“ anzusprechen und dabei die eigene Community ignoriert wird, dass das ein Spiel verschlechtert. (Es verliert seinen Charakter und wird Mainstreamware)… Zu Anno: Ich bin Teil der Community – Ich lese mir durch was die Community erzählt… Ich spiele Anno seit 1602. Und das was du sagst ist Unfug – In einem Interview zum Release von Anno 1404 hieß es wortwörtlich vom Executive Producer Christopher Schmitz: „Außerdem wird ein Anno traditionell mit Segelschiffen gespielt, und ein Umstieg… Weiterlesen »

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