Früher Standard, heute fast verschwunden: Vor einigen Jahren waren microSD-Karten in Smartphones unverzichtbar. Aus Gründen der Sicherheit, Kompatibilität und des Designs gibt es sie kaum noch.
Warum sind microSD-Karten aus Smartphones verschwunden? Noch vor wenigen Jahren war die microSD-Karte der einfachste Weg, sein Handy aufzurüsten. Viele Geräte boten nur rund 8 oder 16 GB internen Speicher – zu wenig für Musik, Fotos oder Apps. Mit einer Speicherkarte konnte man günstig aufrüsten und Inhalte auslagern (via Gadgethacks).
Heute sieht das anders aus. Bei Android-Flaggschiff-Smartphones wie dem Galaxy S25 oder dem Google Pixel 9 sucht man vergeblich nach einem Slot für die kleine Speicherkarte. Die Entwicklung ist kein Zufall: Hersteller wollen Speicherplatz nicht mehr auslagern, sondern kontrollieren – vordergründig aus sicherheitstechnischen und designtechnischen Gründen.
Weniger ist manchmal mehr
Was steckt hinter dem Verzicht? Ein wichtiger Faktor ist das Gehäusedesign. Viele moderne Smartphones setzen auf sogenannte Unibody-Konstruktionen. Die Rückseite lässt sich nicht mehr abnehmen, alles ist fest verbaut, wenig bis nichts ist für Laien austauschbar. Das sieht nicht nur hochwertiger aus, sondern sorgt auch für Schutz gegen Wasser und Staub. Zusätzliche Öffnungen, etwa für microSD-Karten, sind da eher hinderlich.
Auch die Software spielt eine Rolle. Seit Android 6.0 erlaubt Google nur noch eingeschränkt die Nutzung von SD-Karten für Apps. Der externe Speicher ist langsamer und kann Probleme verursachen, etwa bei Updates oder Sicherheitsfunktionen. Daher setzen Hersteller heute auf schnellere interne Speichersysteme, die mehr Stabilität und gleichzeitig weniger Supportaufwand bedeuten (via XDA-Forum).
Übrigens: Apple verfolgt seit Einführung des ersten iPhones 2007 eine konsequentere Strategie: Der interne Speicher war und ist immer fest verbaut und nicht durch Speicherkarten erweiterbar.
Gibt es noch Smartphones mit microSD-Slot? Ja, vor allem in günstigeren Geräten oder bestimmten Nischenmodellen. Wer unbedingt eine Speicherkarte nutzen will, findet bei Herstellern wie Motorola oder in Samsungs Galaxy-A-Reihe noch Modelle mit Slot (via Samsung). Doch auch hier gilt: Die Karte lässt sich oft nur für Medien wie Fotos und Musik nutzen – Apps müssen mittlerweile intern bleiben.
Generell gibt es wohl einen gewissen Markt für diese etwas in die Jahre gekommene Speichervariante. Auf Reddit haben Nutzer vor gut eineinhalb Jahren noch darüber diskutiert und die eigenen Erfahrungen geteilt.
Die Tendenz seitens der Hersteller ist jedoch klar: Der Slot verschwindet fast gänzlich aus heutigen Smartphonemodellen. Und mit ihm ein Stück Flexibilität, die aber längst nicht mehr notwendig ist – viel zu weit fortgeschritten ist die Optimierung von Smartphones mittlerweile.
Apropos Optimierung: Die Preise steigen seit Monaten spürbar. Um besser mit seinem Geld auszukommen, hat MeinMMO-Redakteur Benedikt Schlotmann verschiedene Anwendungen getestet. Eine davon blieb dauerhaft auf seinem Smartphone, und am Monatsende war regelmäßig etwas Geld übrig: Ich nutze eine kostenlose App auf Android und spare damit jeden Monat rund 30 Euro
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Naja… die EU sieht das anders. Hier aufgelistet sind Gründe die Hersteller angeben für bessere PR. Allerdings sehr offensichtlicher Unsinn. Untersuchungen haben bestätigt was jeder vermutet hat. Diese Hersteller haben nur alles dafür getan, dass man die Geräte weder erweitern noch reparieren kann. Deshalb werden sie jetzt auch dazu gezwungen diese Entwicklung rückgängig zu machen indem jedes Gerät mit einfachen Mitteln reparierbar sein muss.
Da alle Hersteller wieder dazu zurück kehren müssen, das der Akku wieder für Laien austauschbar sein muss… werden die genannten Begründungen nicht mehr lange Bestand haben..
Vergesst mal bitte Sony hier nicht… Seit Jahren haben ALLE Sony Handys einen MicroSD Slot, bzw. auf der Rückseite des SIM Trägers eine Aussparung dafür. Ein SIM Slot ist auch bei z.B. einem Samsung Galaxy S25 Ultra noch vorhanden – es wäre ein leichtes, auf der Rückseite die Aussparung für die MicroSD zu machen…
Gehäusedesign ist ein vorgeschobener Grund. Einen SIM-Slot bringen immer noch quasi alle mit, der bietet die selben (lösbaren!) Herausforderungen für das IP-Rating.
Jaaaa… Neeee.
In erster Linie war der Design Grund: Modelle mit mehr Speicher für lächerlich hohen aufpreis zu verkaufen.
Wenn man eine 256GB MicroSD Karte haben will, gibts die für unter 25€ mit der höchsten Geschwindigkeit von SanDisk. Der aufpreis zwischen zwei Modellen mit 64 oder 128GB speicher liegt meist mindestens 4x so hoch (ausgenommen Apple, da ist das eher 10x so hoch).
Man kann das mit schnelleren Geschwindigkeiten begründen, aber Bilder/Videos/Musik brauchen eigentlich nicht schnelleren Speicher, sondern mehr Speicher.
Da spielt das geänderte Nutzerverhalten dann aber mit rein. Mit höheren Datenraten und -Volumen und dem Aufstieg von Streaming haben immer weniger Leute eine eigene Musik- oder gar Videosammlung und speichern Fotos in der Cloud. Einzig Videoaufnahme wäre noch ein Punkt, doch gerade da kann Geschwindigkeit punkten und der interne Speicher tatsächlich Vorteile bieten.