Mercedes und Tesla bieten jetzt DLCs für ihre teuren Autos an – Gamer hassen diesen Trick

Mercedes und Tesla bieten jetzt DLCs für ihre teuren Autos an – Gamer hassen diesen Trick

Nicht nur Videospiele bieten euch heutzutage kostenpflichtige DLCs an. Auch Autohersteller setzen vermehrt auf dieses Modell und bieten euch teure, downloadbare Zusatzinhalte für euer Kfz an. Um welche Funktionen es sich hierbei handelt und warum das durchaus kontrovers ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Autokäufe sind an und für sich schon eine teure Angelegenheit. Häufig müsst ihr euch zudem direkt entscheiden, ob ihr für bestimmte Features noch einen Aufpreis zahlen wollt. Habt ihr beispielsweise Lust auf Ledersitze in eurem Gefährt, können euch diese gut und gerne schon mal zusätzlich mehrere hundert Euro kosten.

Bereits seit einigen Jahren experimentieren einige Autohersteller aber mit einer weiteren lukrativen Idee, die man bereits von Videospielen kennt: dem Anbieten von teuren, downloadbaren Zusatzinhalten.

Diese Funktionen verbergen Autohersteller hinter einer Paywall

Habt ihr euch in der Vergangenheit für standardgemäß nicht vorhandene, zusätzliche Features entschieden, war dies in der Regel eine greifbare Investition: nach dem Kauf von größeren Reifen, ist euer Wagen nun damit ausgestattet.

Um welche Inhalte geht es? Bei DLC-Inhalten für Autos verhält sich das hingegen anders. Meist sind die erworbenen Funktionen standardgemäß schon in eurem Wagen enthalten, werden aber erst nach dem Kauf freigeschaltet:

  • BMW bietet beispielsweise schon seit längerem ein Abonnement für 17 Euro im Monat an, mit dem ihr die Sitzheizung eures Autos freischalten könnt (via BMW).
  • In Tesla-Autos hingegen müsst ihr für den Autopiloten zwischen 99 und 199 Euro im Monat zahlen. Zudem werden die Akkus der Elektroautos ab Werk begrenzt. Das Freischalten der gesamten Batteriekapazität verbirgt sich ebenfalls hinter einer Paywall.
  • Und auch Porsche, Volkswagen, Toyota und General Motors haben bereits ähnliche Zahlmodelle für zusätzliche Funktionen ausprobiert oder erwägen dies in der Zukunft.
  • Andere Abo-Modelle sind schon eher nachvollziehbar: So verlangen einige Hersteller für das Navigationssystem im Auto Geld; die Hersteller stellen euch dafür aber auch neues, aktuelles Kartenmaterial, Blizerstationen und andere Informationen zur Verfügung.

Diese Woche sorgte allerdings der bislang wohl kurioseste Vorstoß hinsichtlich Auto-DLCs für Schlagzeilen:

Mercedes hat für einige ihrer Elektroautos ein neues Abo-Modell angekündigt, mit dem diese schneller beschleunigen.

Nach Abschluss des Abos soll es demnach möglich sein, dass die EQ-Modelle des Herstellers rund 0,8 bis 1 Sekunde schneller von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Erneut wird also eine Funktion freigeschaltet, die im Fahrzeug bereits verbaut ist.

Das Pikanteste ist allerdings: für das einfache Software-Update müssen Kunden jährlich 1200 US-Dollar plus Steuern zahlen (Quelle: Mercedes). Umgerechnet entspricht das in etwa 1167 Euro.

Wie reagiert die Community? Die ersten Reaktionen auf diese Ankündigung fallen mehrheitlich negativ aus. Im r/cars-Subreddit äußern sich einige User beispielsweise wie folgt dazu:

Manch User wählt sogar noch deutlichere Worte, um seinem Ärger Luft zu machen:

Reddit-User HakarlSagan has had enough.

Allgemein scheinen Abo-Modelle bei Autos nicht gut anzukommen:

Ein User erkennt Parallelen zu Videospielen und Streaming-Anbietern:

Welche Autos haben solche DLC-Modelle?

Bislang ist das Freischalten von zusätzlichen Features vor allem bei Wagen in höheren Preissegmenten möglich. Die Autohersteller gehen wohl davon aus, dass es reicheren Personen egal sein dürfte, monatlich ein paar Euro mehr zahlen zu müssen. Sie waren ja schließlich schon bereit, 100.000 Euro für einen neuen Luxusschlitten auszugeben.

Das Online-Magazin Kotaku hält aber das für problematisch. Warum, erklären sie folgendermaßen:

Das bringt allerdings die Gefahr mit sich, dass die Hersteller in der Idee ein lukratives Geschäftsmodell ausfindig machen könnten. Und dann wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis wir solche Abo-Modelle beispielsweise auch in einem Toyota Corolla sehen könnten … oh, zu spät.

Via Kotaku

Was sagt ihr zu solchen DLC-Modellen für Autos? Findet ihr es in Ordnung, wenn Autohersteller, zusätzliches Geld für Funktionen verlangen, die eigentlich bereits vorhanden sind? Würdet ihr für zusätzliche Features an eurem Auto so ein Abo eingehen?

Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Weitere Storys rund um Autos: Ein BMW-Fahrer hat in seinem E-Auto mehrere RTX 3080 Grafikkarten verbaut. Der Fahrer ist als Krypto-Miner recht bekannt und hatte bereits mit einem anderen Projekt für Aufsehen gesorgt. Die ganze Story könnt ihr auf MeinMMO nachlesen:

BMW-Fahrer verbaut mehrere RTX 3080 in sein Auto, nur um euch zu ärgern 

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Mike

Zu Tesla:
Zudem werden die Akkus der Elektroautos ab Werk begrenzt.“

Suggeriert, dass das bei allen Fahrzeugen so ist, was nicht stimmt. Das war nur früher bei manchen Model S (X auch?) der Fall und wird nicht mehr gemacht.

Rey

Mir fehlen die Worte. Völlig daneben.
Dann kommen ja vielleicht bald free-to-drive Autos, vollgepumpt mit Werbung und Tempolimit 30…:)

Matima

ich wäre mit sowas ok wenn das Fahrzeug welche 200k wärt ist, ich für 50k bekomme und dieses dann nach wünschen per abo upgrade. ansonsten ist das völlig bescheuert.

Keragi

Ist für die Hersteller einfacher ein Band laufen zu lassen als verschiedene wo jedesmal auch noch etwas anderes eingebaut werden muss.
Nachteil es werden noch mehr Rohstoffe verschwendet weil etwas eingebaut wird was nicht benutzt wird. Und das in einer endlichen Welt.

Slix

Dazu muss man wissen, zb bei bmw die Sitzheizung lässt sich nach wie vor als Sonderausstattung wählen kostet dann wie zuvor um die 300€ extra. Wenn man das Abo nicht möchte.

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