Mein-MMO fragt: Brauchen Games ein Fortschritt-System?

Diesen Freitag wollen wir von Euch wissen, ob Spiele immer ein Fortschrittsystem benötigen – oder klappt das auch gut ohne?

Ist Fortschritt die Zukunft?

Wohl jeder hat schon eine solche Situation erlebt: Der Levelbalken ist fast gefüllt. Eigentlich hätte man schon lange im Bett sein sollen, aber diese eine Quest geht noch, um endlich die nächste Stufe zu erreichen. Und dann noch eine Aufgabe mehr, damit man morgen schon einen kleinen „Bonus“ zum Start hat… und dann sind plötzlich zwei Level geschafft und die Nacht ist rum. Früher hatten fast nur RPGs ein solches Fortschrittssystem, heutzutage ist das auf fast alle Spiele ausgeweitet worden.

Smite Serqet Demonsoul Header

In SMITE sammelt nicht nur der Account Erfahrung, sondern jeder einzelne Gott auch „Anhänger“.

Da gibt es nicht nur Fortschritte mit Belohnungen für den Account, sondern auch für unterschiedliche Charaktere, wie etwa in SMITE oder Heroes of the Storm. Selbst Shooter wie Star Wars: Battlefront kommen mit einem Rangsystem daher, mit dem sich neue Kleidung und andere Spielereien freischalten lassen. Doch brauchen Games das eigentlich? Sollten Spiele nicht begeistern können, schlicht aus der Tatsache heraus, dass sie Spaß bringen?

Cortyn meint: Vielleicht klinge ich jetzt ein bisschen, wie der Opa, der aus dem Schützengraben des Krieges berichtet, aber als ich mit dem Gaming so richtig angefangen habe, gab es nur wenig Fortschritte in den meisten Spielen. Klar, RPGs sind da die große Ausnahme, da war die Entwicklung immer fester Bestandteil des Spielerlebnisses.

Star Wars Battlefront Vorherrschaft Massenschlachten

Selbst Shooter wie Battlefront haben immer ein Fortschrittssystem – geht es überhaupt noch ohne?

Aber nehmen wir ein wenig banalere Spieleklassiker wie Counter Strike oder Warcraft 3. Beide Spiele habe ich auf LAN-Parties (kennt das noch jemand?) rauf und runter gezockt, ohne jemals einen Level-Balken zu benötigen, der mir nach jeder Partie sagt, dass ich meinen Ziel X ein wenig näher gekommen bin. Nein, früher habe ich diese Spiele gespielt, weil sie Spaß gemacht haben.

Sieht man sich heute vergleichbare Spiele an, wie etwa Overwatch oder Paladins, dann schreien die Spieler nach genau solchen Systemen. In den Kommentaren liest man dann oft Dinge wie „Heutzutage braucht ein Spiel das einfach, sonst fasse ich es nicht an“. Sind wir wirklich so banal geworden? Brauchen wir immer mehr Balken, die irgendeinen Schnickschnack freischalten? Spielen wir nicht mehr, weil etwas wirklich einfach nur Spaß macht? Das möchte ich nicht glauben.

Paladins Heroes Champions

Auch Paladins wird bald Meisterungsstufen für alle Charaktere bekommen – man soll ja einen Fortschritt sehen können.

Aus meiner Sicht sollten Spiele häufiger auf solche aufgesetzten Mechaniken verzichten – wenn das Spiel spaßig ist, gibt es immer was zu tun.
P.S.: Shooter wurden übrigens damals nie „langweilig“ oder „eintönig“ – das Spielen gegen Freunde war immer Antrieb genug.

Aber genug von mir, kommen wir zu Euch! Brauchen Games der heutigen Generation zwingend ein Fortschritts-System, um noch in interessant zu sein? Würdet Ihr es vermissen, wenn Spiele wieder zu ihrem „Kern“, dem reinen Spaß, zurückkehren? Verratet es uns in den Kommentaren und diskutiert fleißig mit!

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