World of Warcraft: Warlords of Warteschlange – Mecker Mittwoch

Es ist mal wieder Mittwoch und jeder, der in der letzten Woche mindestens einmal das Internet aufgesucht hat, wird wohl auf das größte Ärgernis dieser Woche in der Gamingwelt aufmerksam geworden sein: Der Launch von World of Warcraft: Warlords of Draenor.

Man braucht wohl kein Geheimnis daraus zu machen: Was schief gehen konnte, ging schief. Zum Teil schreibe ich Blizzard hier die Schuld direkt zu, auf der anderen Seite gab es aber auch wohl Faktoren, die nicht vorhersehbar waren. Aber fangen wir ganz von vorne an…

Der begehrteste Mensch von Azeroth: Khadgar

Ich musste wirklich lachen, als mir klar wurde, dass ausnahmslos alle Spieler zum Start der Erweiterung sich an einem festen Ort versammeln mussten, um loslegen zu können. Dabei hatte man doch damals nach „The Burning Crusade“ gesagt, dass man die Spielermassen immer mindestens in zwei Gruppen teilen will, um die Performance und die Spielerfahrung konstant zu halten.

WoW - Das Dunkle Portal

Was nun um Mitternacht beim „dunklen Portal“ geschah, hatte schon Ausmaße angenommen, die stark an die Öffnung der Tore von Ahn’Qiraj erinnerten – Tausende Spieler versuchten den armen Khadgar anzuklicken und dann durch das Portal in die neue Welt vorzustoßen. Disconnects im Minutentakt und eine Menge durchgeschmorter Grafikkarten waren das Ergebnis dieser Aktion. Immerhin: Wenige Stunden später hat man den guten Herren vervielfältigt und auch noch an anderen Orten in der Spielwelt platziert. Das war auf jeden Fall schnell und gut reagiert von Blizzard, trügt aber nicht darüber hinweg, dass dieser Andrang schon im vornherein abzusehen war.

Wer zuerst klickt, mahlt zuerst

WoW Warteschlange

Hatte man das Intro heil überstanden, wurde man wieder mit allen Spielern zusammen in die große Welt entlassen. Hier gab es das übliche Problem: Viel zu wenig Feinde für viel zu viele Spieler. Aber gut, damit rechne ich bei einer neuen Erweiterung, daraus will ich den Leuten von Blizzard keinen Vorwurf machen – wer am Launchtag direkt durchstarten möchte, der muss einfach darauf gefasst sein, dass alles ein wenig holpriger, ein wenig gieriger und unfreundlicher vonstatten geht. Ich will gar nicht wissen, wie vielen Leuten ich ihre Mobs „weggenommen“ habe, nur weil ich sie den Bruchteil einer Sekunde früher mit meinem „Schattenwort: Schmerz“ belegt habe, als sie ihre Fähigkeiten einsetzen konnten.

Dauerfrust: Die Garnison

Natürlich kam es gelegentlich zu Lags, Serverabstürzen oder kurzen „Rollbacks“, aber absolut nichts war so schrecklich wie das Besuchen der eigenen Garnison. Oder nein, lasst mich das umformulieren: Nichts war so schrecklich wie der Versuch, die eigene Garnison zu besuchen.

Garnison Anhaenger

Da jeder Spieler seine eigene Hauptbasis verfügt, wird natürlich für jeden Spieler eine eigene Instanz angelegt – und das konnten die Server nicht stemmen, dabei machte es auch keinen Unterschied, ob man auf einem kleinen oder großen Realm spielte. Vor der Garnison bildeten sich Massen von Spielern, die ihre Heimstätte nicht betreten können und jedes Mal die Fehlermeldung „Instanz nicht gefunden: Transfer abgebrochen“ zu lesen bekamen. Aber gut, dann hält man sich eben von der Garnison fern und macht ein paar andere Dinge, nicht wahr? Pustekuchen! Unter dieser Problematik hatten nämlich noch viele andere Aspekte des Spiels zu leiden: Pet-Battles konnten nicht gestartet werden, die verschiedenen Story-Szenarien des Addons konnte man nicht bestreiten und von dem ganzen Phasing auf Draenor will ich gar nicht erst anfangen.

World of Warcraft - Garnison bei der AllianzAuch, wenn Blizzard wohl gleichzeitig mit starken DDOS-Angriffen zu kämpfen hatte, trügt das nicht darüber hinweg, dass diese Probleme mit der Garnison auch jetzt, eine knappe Woche später, immer noch auftreten und man gelegentlich vor seiner eigenen Basis steht und nicht hinein kommt. Der Start dieser Erweiterung ging gründlich in die Hose, und auch die fünf Tage freie Spielzeit, die man allen Spielern nun als Entschädigung schenken wird, können das Ganze nur geringfügig abmildern. Immerhin wurde ich von den Warteschlangen verschont… was aber wohl hauptsächlich daran liegt, dass ich quasi nie ausgeloggt bin (meinem Mitbewohner-Leertasten-Drücksklaven sei dank). Es ist mehr als schade, was geschehen ist, denn die Erweiterung als solche hält wirklich viele schöne Dinge bereit, aber das lest ihr am kommenden Wochenende in meinem ausführlichen Test.

Was war für Euch der größte Aufreger beim Launch von Warlords of Draenor? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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