Mecker Mittwoch: Entscheidungen ohne Konsequenzen

Einen schönen Mittwochmittag, wer auch immer sich wieder in diese Kolumne verirrt hat. Es ist mal wieder der Wochenzenit erreicht, also der perfekte Zeitpunkt sich über irgendetwas auszulassen. Nein, hinterfragt den letzten Satz nicht, das bereitet nur Kopfschmerzen. Kommen wir einfach direkt zum Thema: In Spielen gibt es viel zu wenige Entscheidungen, die wirkliche Konsequenzen mit sich bringen. Und wenn es doch Konsequenzen gibt, dann bekommt man gefühlte 17 Bestätigungsbildschirme, um auch wirklich sicherzustellen, dass man sich der Gefahr in vollem Umfang bewusst ist.

Konsequenzen abbrechen – sind das dann noch Konsequenzen?

Doch wie komme ich eigentlich dazu, diesen Punkt zu kritisieren? Immerhin ist dies doch die Zeit von Spielen mit großen Entscheidungen, wie etwa SWTOR mit „Knights of the Fallen Empire“. Genau daran kann ich auch ein Beispiel festmachen. In den letzten Wochen habe ich mich durchgerungen, parallel mit einem Freund die Storykapitel von KotFE zu beginnen. Da es leider mehr als nervtötend ist, der jeweils anderen Person bei seiner Story zuzuschauen, haben wir uns dazu entschlossen, einfach parallel zu spielen.

Swtor kotfe valkorion

„Möchtest du das wirklich tun? WIRKLICH, WIRKLICH?“

Sprich: Wir hingen zusammen im Skype, spielten gleichzeitig die Kapitel und erzählten uns während der Kämpfe von den Auswirkungen der Entscheidungen. Besonders fiel mir dies auf, als man in einer Entscheidung über das Leben oder den Tod einer bestimmten Figur entscheiden konnte. Während ich mich zu einer Entscheidung hinreißen ließ, brach mein Bekannter die Sequenz mehrfach ab, um die Auswirkungen jeweils zu sehen und dann erst zu entscheiden.

Zu viel Freiheit beraubt Konsequenzen ihrer Wirkung

Klar ist es das gute Recht jedes Spielers, eine Sequenz abzubrechen, neu zu entscheiden und das Ganze so oft zu wiederholen, bis man glücklich ist. Doch mir fehlt ein wenig der Reiz einer wirklichen Entscheidung mit Konsequenz. Etwas so gewichtiges, wie das Sterben eines geliebten Charakters, verliert ungemein an Bedeutung, wenn ich es nach Belieben wieder ändern kann.

Gerade MMOs scheuen oft vor „festen Entscheidungen“, sei es bei der Story, der Wahl von Talenten und Spezialisierungen oder irgendeiner anderen Sache, die irgendwem auf den Keks gehen könnte, weil er oder sie die Entscheidung nachträglich bereut. Singleplayerspiele sind da mutiger und konsequenter, wie etwa die Telltale-Spiele. Besonders überragend in dem Bereich ist da Life is Strange – aber darauf komme ich in einer anderen Kolumne noch zu sprechen.

Telltale Borderlands Blood splatter

Bei Spielen von Telltale merkt man Konsequenzen häufig stehenden Fußes.

Ich persönlich sehne mich nach gewichtigen Entscheidungen, die eine irreversible Wirkung mit sich bringen. Denn nur wenn Konsequenzen folgen, sind Entscheidungen auch wirklich wichtig.

Wie seht Ihr das? Sollten Spieler immer alle Entscheidungen noch einmal neu fällen können? Oder wäre Euch ein bisschen mehr Härte bei den Konsequenzen einer Wahl ganz recht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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