Marvel Heroes wurde Marvel Heroes 2015, weil die Gamingpresse veraltet ist

Das Super-Helden-MMO Marvel Heroes 2015 wird sich wohl jedes Jahr umbenennen, damit man neue Tests und Aufmerksamkeit der Spiele-Magazine bekommt.

Als Marvel Heroes erschien, holte man sich eine Watsche ab. Das Spiel war einfach nicht sehr gut. Tester schauten es sich an, fanden viel zu meckern, schrieben ihre Tests: 58 Punkte beim Wertungs-Aggregator Meta-Critic gab es zum Dank. Das entspricht so ungefähr einer 4- oder 5+.

Bei Gazillion krempelte man die Arme hoch, arbeitete hart am Erfolg, brachte Woche um Woche neue Patches. Eine Fan-Basis bildete sich um den Superhelden Brawler mit Diablo in der DNA und Marvel-Lizenz im Rücken. Mit dem Spiel ging es deutlich aufwärts, aber es bekam außerhalb der Fanbasis kaum wer mit. Die 58 bei Meta-Critic blieben da unauslöschlich stehen.

Marvel-Heroes2015

Gaming-Presse hat sich noch nicht auf neue Modelle eingestellt

Das Problem dahinter, erklärte David Brevik im Interview mit gamesauce, sei die Gaming-Presse. Die schauten sich ein Spiel zum Release an und dann nicht mehr, ganz egal, wie viel die Entwickler daran machten.

Normalerweise kämen Gaming-Magazine dann noch mal bei einer neuen Erweiterung zum Test vorbei, aber da man bei Marvel Heroes wöchentlich patchte und alles kostenlos ins Spiel brachte, war an sowas auch nicht zu denken. Man hatte einfach keine Erweiterung, die man promoten konnte.

Die Spiele-Magazine hätten sich auf das neue Modell eines „Live-Service“ noch nicht eingestellt, so Brevik.

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Mit dem neuen Namen kamen die Tester zu Marvel Heroes

Marvel-Heroes-Ding
Jetzt noch liebenswürdiger!

Daher entschied man sich zu einem „Rebranding“, aus Marvel Hereos wurde im letzten Jahr Marvel Heroes 2015, die Spiele-Magazine schauten erneut vorbei, machten einen Test – und die Meta-Critic-Bewertung schoss von 58 auf 81 hoch.

Dieses „Rebranding“ hat man nun jährlich vor. Ähnlich wie Sportspiele auch jedes Jahr mit einer neuen Zahl herauskommen. Aber ob es dann „Marvel Heroes 2016“ heißen wird, weiß man noch nicht so recht. Man will Ende des Jahres wohl das Spiel wieder umbenennen, wieder „rebranden“, das Ganze soll mit einem großen Patch einhergehen.

Brevik weiß mittlerweile auch, was man damals unter anderem falsch gemacht hat: Man hätte unbedingt als „Beta“ launchen sollen, dann verziehen Spieler und Presse deutlich mehr.

Quelle(n): Gamesauce
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Gorden858

Das sinnvollste wird wohl sein, so etwas wie eine Vorstellung des Titels zu machen. Es nicht als Test zu bezeichnen und eine allgemeingültige Wertung drunter schreiben wollen, sondern eher darstellen, was das Spiel auszeichnet. Mit welchen anderen Spielen es vergleichbar ist. Was es anders macht. Was für Erfahrungen man selbst gemacht hat (Positive und Negative), also vielleicht ein paar Geschichten/Anekdoten erzählen.

Aber auch klar machen, was dem zu Grunde liegt. Wieviel Zeit wurde da rein gesteckt? Welches Level wurde erreicht? Welche Klassen wurden gespielt? Auf welche Spielinhalte hat man sich konzentriert (PVE/PVP/RP)?

An diesen Grundzügen sollte sich dann auch langfristig nichts ändern. Und falls doch kann der Artikel ja aktualisiert werden. Sollte im Online-Medium ja kein großes Problem sein und muss auch nicht extra wieder das Spiel neu angetestet werden. Wenn man das Spiel weiter in der Intensität begleitet, gehe ich davon aus, dass das auch weiter nebenher gespielt wird.

Und alle paar Monate, kann dann mal ein Update geliefert werden nach dem Motto „Was ist aktuell bei dem Spiel los“. Was für wichtige Änderungen/Updates gab es in den letzten Monaten? Was kommt in den nächsten. Dadurch bekommt ein potenzieller Spieler, der nach einer Antwort auf seine Frage sucht „Ist das Spiel etwas für mich?“, in meinen Augen die wichtigsten Informationen, ohne zahlreiche Artikel und Foreneinträge lesen zu müssen.

Gerd Schuhmann

Das wäre in einer perfekten Welt sicher eine gute Idee.

In der Praxis: Wenn nicht Test drübersteht, lesen’s weniger. Wenn Prozentzahlen fehlen, lesen’s weniger. Aktualisierte Artikel lesen weniger usw.

Du steckt dann so viel Arbeit wie in einen Test rein, kriegst aber nicht das raus. Für uns wäre das keine Option.

Das muss man mal hart sagen, dass die Arbeit, die wir hier machen, auch eine stetige Abwägung ist: Wie viel Zeit kostet das, wie viel „bringt“ das letztlich?

Aber ich find das grundsätzlich richtig, was du sagst. Aber die Leute suchen halt: „Warlords of Draenor Test“, „Planetside 2 PS4 Test“, The Elder scrolls Online Test 2015.

Die suchen nicht: „Für welche Spieler ist The Elder Scrolls Online geeignet?“ Das ist so das Problem, wie Internet-Journalismus funktioniert.

Plague1992

Theoretisch hat er aber recht, bei den ganzen Online und Update-Gedöns könnte man fixe Wertungen zum Release schon in Frage stellen. Zum Beispiel so Sachen wie MMOs, wo 200% des Contents ( und eben ein Großteil der Mängel in einem Test von vor 10 Monaten ) nachgereicht werden. Oder so einfache Sachen wie Bugfixes, DLCs etc … Ein Großteil der Kritiken gegen Assassins Creed Unity letztes Jahr beruhten auf Bugs und Performanceproblemen … Die 2 Monate später weggepatcht wurden. Wenn mich mein Sohn in 20 Jahren fragt warum Unity keine Topwertungen bekam, soll ich ihm da sagen weil es die ersten 2 Monate nicht gut lief, dann aber doch? xD

Die Wertungen haben sich in den letzten +20 Jahren eigentlich kaum verändert. Okay, damals war ein Spiel nach 5 Jahren immernoch auf den gleichen Stand wie als man es sich gekauft hat, höchstens irgentwelche Treiber wurden nachgerückt und das wenn nur auf den PC. Aber heute kommt ja kaum ein Spiel „fertig“ auf den Markt, alles wird erweitert und nachgereicht … Und das Wertungssystem bleibt „Antik“.

Gerd Schuhmann

Deshalb vergeben die meisten MMO-Seiten auch keine Wertungen und Tests.

Es bringt einfach nichts und ist wahnsinnig aufwendig: 1. brauchst du für eine halbwegs plausible Bewertung bei den meisten MMOs eine Spielzeit von 120 Stunden+ – kann man mal ausrechnen, wie da a) Der Stundenlohn aussehen müsste und b) wie oft so ein Test gelesen werden müsste, damit das wieder reinkommt.

und 2. Kannst du ständig Nach-Tests schreiben.

Ich hab jetzt gesehen, die Computerbild hat vor 2 Wochen „Skyforge“ gestestet. Das Spiel hat noch kein Midgame, kein Endgame, keine Events, was da alles noch kommen soll, ist gar nicht da. Das ist in einer Open Beta – und es ist so „limitiert“, dass du nach 1 Woche noch nicht mal die Hälfte laler Abenteuer sehen,, geschweige denn Klassen ausprobieren kannst, die das Game überhaupt hat.

Wie viel Prozent des Spiels kann der Test schon gesehen haben? Das ist ja lächerlich. 🙂 Genauso war’s auch bei Destiny, da kamen die Tests raus und die Raids waren nicht offen. Das ist einfach keine gute Arbeit.

Wir haben TESO 1 Monate nach dem Release getestet, seitdem hätten wir alle 3 Monate einen Nachtest machen müssen, was ein völlig irrsinniger Aufwand im Vergleich zum Ergebnis ist. Wenn du keine Nachtests hast, dann hast einen „Test“ oben, der im Prinzip schon nach wenigen Patches in den Details veraltet ist. Die Grundzügen möge noch stimmen, die Details dann nicht. Weil die Entwickler natürlich an den größten Schwächen arbeiten.

WoW hat man gesehen, anderes Beispiel: 6 Wochen lang toll. Dann merkt man: Es hat für viele kaum Langzeitmotivation.

Ich halte von Tests im MMO-Bereich echt wenig. Was geht sind halt Meinungen, dass man das Game beschreibt. Oder bei einem „lang laufenden Spiel“ mal reinschaut. Wenn man jetzt sagt: Ich hab 50 Stunden Rift gespielt: So spielt sich das.

Das ist ja auch für viele Leser interessant: Will ich da auch mal reinschauen? Aber da dann „Test“ drüber zu schreiben, ist auch wieder so eine Sache. Da werden Hardcore-Fans richtig bemerken: Du Noob, es wird erst im Endgame toll und das erreichst du frühestens nach 200 Stunden. Was du da beschreibst, das Hochleveln hat für uns alle überhaupt keine Bewandnis mehr, denn wir machen den ganzen Tag das und das und das, und dazu hast du mit Level 30 noch gar keinen Zugang.

Und damit haben die Leute völlig Recht, weil ich genau dasselbe denken würden.

Aber diese klassischen „Experten-Tests“, wie sie Spielemagazine machen: Unsere Redaktion hat sich Skyforge mal angeschaut und wir sagen, das hat 78%. Wenn man da mal „Hand aufs Herz, wie viel habt Ihr wirklich gespielt?“ fragen würde, da würde sich so mancher Leser wundern. 🙂

Das Ironische ist ja, dass Leser Tests wollen, sich die „Experten“ im Genre aber weigern, diese Tests zu schreiben. Aber die Seiten, die das so nebenbei machen, wollen gerne Tests, weil deren Leser das so gewohnt sind.

Also Massively macht keine Tests über MMOs, über die sie jeden Tag berichten, die Computerbild aber schon. Gut, ich sag mal, die großen deutschen Magazine heuern dann freie Autoren für die Tests an, tjo.

Wir diskutieren das intern auch immer. Machen wir da einen Test, schreiben wir da Zahlen drunter. Ich hab im letzten Jahr so viele Spiele durchaus länger gespielt, zu denen wir keine Test. ArcheAge Test, Skyforge Test, Rift Test, Defiance Test, Marvel Heroes Test – alle nicht gemacht.

Ich bin da überhaupt kein Fan von, aber lohnender wär’s wohl, weil das viele Leser immer noch erwarten.

Zunjin

Vielleicht sollten einfach nur noch Anspielberichte gemacht werden, die den Ersteindruck bewerten und ansonsten nur die Features darstellen.
Auch bei Seiten wie Metacritic, würde ich mir wünschen, dass bei Livespielen, wie z.B. MMOs, alle 12 Monate die Bewertung und zurückgesetzt wird.

Gerd Schuhmann

Ich denke gerade MMOs eignen sich für so eine Anekdoten-Berichterstattung.

Ich hab am Wochenende das Spiel gespielt. Das waren die guten Seiten, das waren die schlechten Seiten. Macht Ihr als Leser was draus.

Weil halt auch die Erfahrungen des einzelnen so unterschiedlich sind. Der eine spielt maximal 2 Stunden am Stück und lässt sich treiben. Der andere ist ganz zielgerichtet. Der nächste macht nur PvP. Der andere will craften. Manche sind alleine unterwegs, andere in der GIlde.

Das sind ja wirklich in vielen Spielen komplett verschiedene Spiel-Erlebnisse. Bei ArcheAge bin ich mir sicher, das ist ein tolles Spiel für Leute, die da mit 30 Mann reingehen und schon genau den Plan haben, was sie machen werden.

Für den Solo-Spieler, der Lust auf Instanzen und PvE hat, weil er denkt, das ist ein Free2Play-WoW – da ist das ein Albtraum.

Wie will man mit einem Test allen gerecht werden?

Plague1992

Das Problem besteht aber mittlerweile nicht mehr nur im MMO Genre. Nahezu jedes Spiel könnte 6 Monate nach Release einen neuen Test vertragen. Weil sich eben ein Großteil der Tests über die Performance/bugs auslässt die nach wenigen Wochen behoben werden ( Assassins Creed … )

Oder einfache Multiplayertitel wie Evolve. Langzeitmozivation, der Shop und die Abwechslung wurden stellenweise bemängelt, und nun? Die Anzahl der Spielwaren Charaktere wird sich verdoppeln, Rankedspiele werden eingeführt und der Shop klingt mittlerweile ( Vorallem durch die vielen Bonuswochenenden ) nur noch halb so dreist. Würde ich mich JETZT dazu hinreißen lassen evtl. Evolve zu kaufen müsste ich auf +6 Monate alte, aber längst überfällige Reviews verlassen.

Dann gibt’s mittlerweile sogar Offlinespiele die in das selbe Raster fallen. Ein The Witcher 3 wird … 40? Was weiß ich wieviele DLCs bekommen … Was hat da eine Review zum Release denn noch für eine Aussagekraft?

Gerd Schuhmann

Das ist echt ein Problem: Tests werden immer aufwendiger und gleichzeitig werden sie seltener gelesen, bringen also weniger ein.

Weil viele dann sagen: Statt den Test zu lesen, guck ich mir lieber Let’s Play an. Oder die Leute sagen: Was juckt mich ein Test? Ich guck nur bei Meta-Critic, was da steht.

Und außerdem, das kommt noch hinzu, werden die Fans immer noch stärker zum Experten und erklären dann dem Tester, warum der keine Ahnung hat. Sie hätten das ja schon in der russischen Pre-Alpha gespielt oder wären schon seit dem Earliest Access dabei, weil sie Superbacker sind usw.

Ich muss sagen: Ich wäre nicht gerne Videospiel-Tester.

Luriup

Als ich Anno 2006 mal einen Gamestar Test zu meinem erstem Asia Grinder MMO,Rising Force Online,las,
wusste ich genau dass der Tester es nicht mal bis Level 20 gespielt hatte.
Max. Level war 50 und ab Level 20 teilten sich die Grundklassen nochmals in mehrere erweiterte Klassen auf.
Es war zwar ein Grinder aber es hatte 3 Fraktionen(DAoC lässt grüssen) und RvR um die Mine alle 8h.
Die 60% die der Tester gab hatte es nicht verdient.

Seit dem gebe ich nix mehr auf Tests von MMOs.

Wenn dann solche vorab Tests wie zu TESO kommen,sind die Tester eh meist weit unter meinem Level und können mir nix neues erzählen.

Fast jedes MMO hat nun CBs und OB Weekends etc.
Dort kann man schnell feststellen ob sich ein Kauf/Installation lohnt.

Koronus

*lach* Ja das ist auch eine Möglichkeit wie man sich Aufmerksamkeit holt und das mit der Beta stimmt auch. Ansonsten sollte man es wie mit DSA 5 machen. Nach der Beta und mit dem großen Spielerfluss kommt die Gamma Phase und dann erst nach so nem halben bis nen Jahr wo dann die meisten Fehler beseitigt wurden macht man den offiziellen Release.

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